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Berlin, die Hartz IV-Hauptstadt Deutschlands

Hartz-KebabMehr als jeder zehnte Einwohner Deutschlands lebt von Hartz IV. Das sind gut 6,6 Millionen Menschen, davon mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren – überdurchschnittlich oft mit Migrationshintergrund und dem „Berufswunsch“ Hartzer zu werden, was im Tagesspiegel-Bericht zum Thema natürlich keine Erwähnung findet.

Die größte Gruppe der Langzeitarbeitslosen lebt in Berlin, wo fast jeder Fünfte im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren von der Stütze lebt. Um Missverständnissen vorzubeugen, betont der Tagesspiegel, wie arbeitswillig die Hartzer wären:

Viele Betroffene erhalten sehr lange Hartz IV. Drei Jahre nach dem Start der Arbeitsmarktreform bezogen 45 Prozent der Haushalte immer noch Hartz-IV-Leistungen. Diejenigen, die einen Arbeitsplatz finden, arbeiten oft zu geringen Löhnen. Fast jeder Zweite verdient nach Angaben der Forscher weniger als 7,50 Euro pro Stunde.

Dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht ohnehin nur ein Teil der Hartz-IV-Bezieher. Zwar sind grundsätzlich alle erwerbsfähigen Hilfeempfänger verpflichtet, einen zumutbaren Job anzunehmen. Doch faktisch gibt es zahlreiche Ausnahmen, etwa wenn kleine Kinder betreut werden müssen oder pflegebedürftige Angehörige.

Natürlich ist längst nicht jeder Hartz IV-Bezüger ein Solzialschmarotzer, aber zu behaupten, es hätte sich von den 18,7 Prozent auf Stütze lebenden „Berlinern“ keiner auf der „sozialen Hängematte“ gemütlich gemacht, ist wohl auch ein wenig übertrieben.

(Mit Dank an alle Spürnasen)