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U21-Kicker Gündogan wird von Türken gemobbt

Ilkay GündoganPünktlich zum Auftritt des Großen Führers Ministerpräsidenten der Türken, Recep Erdogan in Düsseldorf am kommenden Sonntag, wird wieder mal eine große Sauerei der türkischen Migranten-Gemeinde in Deutschland ruchbar.

(Von Thorsten M.)

Der für den 1. FC Nürnberg spielende Ilkay Gündogan (Foto oben) hatte sich letztes Jahr für ein Spiel in der deutschen U21-Fußball-Nationalmannschaft entschieden, und durfte auch gleich gegen England mit antreten. Wie er nun vor dem Spiel der Nürnberger beim FC Schalke 04 am kommenden Samstag, mitteilte, sieht er sich seither üblen Anfeindungen und Hass seiner nicht selten (zweit-) passdeutschen türkischen Landsleute ausgesetzt. Der WELT gegenüber äußerte er:

„Ich wurde im Internet und auf der Straße von Fremden als Verräter beleidigt. Es waren auch schlimmere Sachen dabei“. Im sozialen Netzwerk Facebook haben ihm sogar Leute gedroht, er solle nie wieder in die Türkei kommen: „Das ist nicht harmlos“, sagte Gündogan. Es sei verständlich, dass jedes Land gute Spieler wolle „aber solche Sachen sind doch nicht normal“, betonte der 20-Jährige: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass ich für diese Entscheidung kritisiert werde.“ Seine Entscheidung sei nicht eine gegen die Türkei, sondern für Deutschland gewesen, betonte er erneut.

Es ist unbegreiflich, dass absehbar wieder kein Politiker diese Unverschämtheit hier lebender Türken ernsthaft aufgreifen wird. Dabei würde dem Spieler dadurch zumindest moralisch der Rücken gestärkt. Darüber hinaus gilt: Man ist doch sonst nicht verlegen, für alles und jeden einen neuen Straftatbestand aus dem Hut zu zaubern. Warum ist es nicht möglich Einwanderer bis hin zur Ausweisung zu sanktionieren, die sich massiv illoyal gegenüber ihrer angeblichen neuen Heimat äußern und verhalten? Dies wäre ein sehr wichtiger Beitrag zur Integration und zum inneren Frieden in Deutschland.

Solange solche Geschichten in der türkischen Community eher die Regel als die Ausnahme sind, sollte sich unsere Regierung sehr gut überlegen, ob „Kolonialbesuche“, wie der von Herrn Erdogan in Köln – oder jetzt wieder in Düsseldorf – im deutschen Interesse sind. Ganz sicher ließen sich solche Veranstaltungen auf diplomatischem Wege absolut geräuschlos vermeiden.