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Arid Ukas Dankbarkeit

Mark SteynNach Bismarcks bekannter Maxime zur lästigsten Region Europas, ist der Balkan nicht die Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers wert. Amerikaner könnten für ähnliche Gefühle nach dem Mord an zwei US-Fliegern in Deutschland von einem kosovarischen Moslem offen sein.

(Von Mark Steyn, Übersetzung: Eternia, im Original erschienen bei National Review)

Denken Sie über das Kosovo nach? Ich auch nicht. Es war zu der Zeit, als Bill Clintons Schwierigkeiten mit Monica (Lewinski, Anmerk. des Übersetzers) begannen: Mach Krieg, nicht Liebe – so hat Clinton ohne lästige UN-Resolutionen, oder sogar dem Vorwand der Suche nach ihnen die Intervention auf dem Balkan gestartet. Zusammen mit der politischen Linken war man sich einig – denn für eine moderne westliche Nation ist Krieg nur dann legitim, wenn Sie keine denkbaren nationalen Interessen verfolgt. Im Gegensatz zum Irak und alle seine vermeintlichen „Blut für Öl“-Interessen erinnert niemand daran warum man im Kosovo einschritt. Warum wir? Was zum Teufel war der Grund? Die wichtigsten Gründe bestanden im fortschrittlichen „liberalen Interventionismus“ von Clinton und Blair. Sonst gab es keinen Grund.

Ein Jahrzehnt später, ist der Kosovo ein souveräner Staat und in Frankfurt arbeitet ein junger Arbeitnehmer am Flughafen, der so dankbar für das ist, was Amerika für sein Volk getan haben, dass er zwei US-Soldaten erschießt während er „Allahu akbar!“ schreit. Der Präsident der Vereinigten Staaten spricht ein paar Worte zu den „tragischen Ereignissen, die stattgefunden haben“, er verkündete, er sei „traurig“, und drückte seine „Dankbarkeit für den Dienst derer, die verstorben sind aus“ er werde „keine Mühen scheuen“ und „mit den deutschen Behörden zusammen arbeiten“. Es sei eine „eindringliche Mahnung“ die die „außerordentlichen Opfer, unsere Männer und Frauen in Uniform, abgeben. . . “

Die Passivität dieser Worte ist sehr bezeichnend. Männer und Frauen „in Uniform“ (wobei nicht klar ist, ob die Flieger sie noch trugen) ob sie so genannt werden können? Um „außerordentliche Opfer“ habe es sich gehandelt. Sie erwarteten nicht in einem Shuttle-Bus in die Hände eines zivilen Arbeitnehmers zu gelangen und in einem verbündeten Land zu „versterben“. Ebenso wenig wie ihre Kameraden erwarteten, in Fort Hood zu „versterben“ Dies scheint der bevorzugte Euphemismus Obamas zu sein für einen Mann der das Feuer eröffnet, während er „Allahu akbar!“ schreit. Aber entspannen wir uns, der Kerl in Frankfurt war ein „einsamer Wolf“ oder ein „isolierter Extremist“ (so wie Sen. Chuck Schumer den Times Square Bomber beschrieb). Es gibt so viele dieser „einsame Wölfe“ und „isolierte Extremisten. Heute sagt ihnen jeder Heimatschutz, dass „Allahu akbar“ arabisch für „Nichts zu sehen.“ ist.

Bismarcks zweitbekannteste Maxime auf die Region ist, dass der Balkan in den Slums von Wien beginnt. Die Habsburger Reichshauptstadt war eine vielgestaltige „multikulturelle Gesellschaft“, hier gährten die alten Probleme der vielen verschiedenen Völker. Heute beginnt die muslimische Welt in den Vororten von Frankfurt. Die US-Flieger wurden von Arid Uka, dessen muslimische Eltern, Albaner aus dem Kosovo, schon vor 40 Jahren nach Deutschland einwanderten, getötet. Der junge Arid wurde in Deutschland geboren und ist dort aufgewachsen. Er ist ein deutscher Staatsbürger, der einen deutschen Pass besitzt. Er ist nach der multikulturellen Theorie, so deutsch wie Fritz und Helmut und Hans. Oder ist er es nicht? Nicht, wenn es darauf ankommt!

Warum ist er kein voll funktionsfähiger Bürger der Nation in der er sein ganzes Leben verbrachte? Nun, das ist eine knifflige Frage.

Okay, warum ist es ein Muslim, der die Amerikaner an seinem Arbeitsort, dem Frankfurter Flughafen töten will? Das ist etwas leichter zu beantworten. Fast jedes Problem der westlichen Welt, angefangen bei den von selbst detonierenden Dschihadisten bis hin zum Selbstmord Amerikas (Multi-Billionen-Dollar-Schulden) – beginnt bei der erbarmungslosen demografischen Arithmetik. In den USA haben die Baby-Boomer nicht genug Kinder um die sozialen Programme zu erhalten. Nach jüngsten Umfragen will die breite Mehrheit der Amerikaner keine Änderungen an der Gesundheitsversorgung oder den sozialen Sicherheitssystemen. Na und? Es spielt keine Rolle, was Sie wollen. Das Land ist pleite, die Realität wird uns einholen und dann wird der Schock viel schlimmer sein, als wenn man jetzt gegensteuert.

Aber auch mit dem drohenden Bankrott ist Amerika immer noch ziemlich schön, wenn man südlich der Grenze wohnt. Letzte Woche sagte der ehemalige Direktor des US Census Bureau, Steve Murdock, der Houston Chronicle, dass in Texas „es grundsätzlich aus ist für für die Anglos.“(Weißen englischsprachigen Anmerk. des Übersetzers). Er wies darauf hin, dass zwei von drei Kindern, bereits „Nicht-Anglos“ sind und dass diese Lücke in den kommenden Jahren noch größer werden wird. Remember Alamo? Wozu das Ganze? Amerika hat den Krieg gewonnen, aber Mexiko gewinnt den Frieden. Im „Lone Star State“, sieht Murdock eine Zukunft, in der Millionen von Menschen mit minimalen Fähigkeiten für immer weniger Geld und um immer weniger Arbeitsplätze konkurrieren. Das klingt nicht nach einem Rezept für sozialen Frieden.

Was ist mit der Südgrenze Europas? Warum ist es hier noch schlimmer? In Libyen gibt es derzeit 1 Million Flüchtlinge aus Subsahara-Afrika, deren Ziel ist es, in einem Boot nach Italien zu kommen. Es gibt nicht viel, um sie zu stoppen. Zwischen heute und Mitte des Jahrhunderts, wird der Islam und Afrika südlich der Sahara verantwortlich sein für fast das gesamte Wachstum der Weltbevölkerung – und doch, abgesehen von ein paar tausend Faulenzern, saudischen Prinzen, genießen sie fast keinen Reichtums der Welt. Niger hatte 10 Millionen Menschen im Jahr 2000 und eine halbe Million von ihnen sind hungernde Kinder. Bis 2010 hatte sie 15 Millionen Einwohner und noch mehr Kinder hungerten. Bis 2100 sind 100 Millionen Einwohner vorhergesagt. Jedoch wird der Niger diese Zahl nicht erreichen – denn es wäre unvernünftig zu erwarten, das eine zusätzliche Bevölkerung von 90 Millionen Menschen in einem Land verbleiben, das nicht in der Lage ist eine Bevölkerung die ein Zehntel dieser Größe entspricht zu ernähren. Also werden sie anderswo hingehen – in Länder mit ausgezeichneter Infrastruktur, und großzügigen Sozialleistungen. In Länder deren Eingeborene Altern und eine Art zivilisatorische Verrottungskrankheit aufweisen, die so weit fortgeschritten ist, dass ein Punkt der Umkehr in vernünftige Grenzen unmöglich ist. Die Nationen, die die moderne Welt erschaffen haben, um ihre Zukunft auszulagern. Rein wirtschaftlich gesehen, ist das arithmetische Mittel Stark. Unter soziokulturellen Bedingungen, wird die Transformation noch größer sein. Bismarck, so klug und zynisch, was den rückständigen Balkan betrifft, war auch der Vater des modernen Wohlfahrtsstaates. Als er die Altersrente einführte musste man 65 sein um diese in Anspruch zu nehmen und die preußische Lebenserwartung lag bei 45 Jahren. Jetzt ist die Lebenserwartung fast verdoppelt und bei dem vergeblichen Versuch die deformiert Mathematik auszugleichen, verlegten Bismarcks Nachfolger die alten Ost-West-Bruchlinien vom Balkan bis zur Hauptstraße von jeder deutschen Stadt.

Manchmal fragen Amerikaner, warum zwei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes, die US-Armee noch immer in Deutschland ist. Der Tag rückt näher, an dem sie ausziehen. Wenn nur mehr „tragischen Ereignisse“ stattfinden.