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Lyon: Kiss-In gegen muslimische Homophobie

Man wundert sich in Deutschland immer wieder, dass es unter Frauen und Homosexuellen nicht längst selbstverständlich ist, gegen die Islamisierung unseres Landes aktiv zu werden. Wie auch PI immer wieder berichtet, sind diese beiden Gruppen von der muslimischen Landnahme schließlich am meisten betroffen. Frankreich, das zwei Schritte näher am Abgrund steht als Germanistan, erscheint aber auch bei der Lösung des Problems manchmal zumindest einen Schritt weiter zu sein.

Tatsächlich hat sich die „Gay community“ in Frankreich längst von ihrer einseitigen Fixierung auf katholische Traditionalisten gelöst und nimmt jetzt auch Muslime aufs Korn. Schließlich verweigert ihnen die Kirche heute allenfalls Trauzeremonien in ihren Kathedralen, während der Islam mit tätlichen Angriffen und im Ausland teilweise gar mit dem Baukran droht.

Entsprechend findet am 7. Mai um 16 Uhr vor der Lyoner „Großen Moschee“ ein Kiss-In statt. Ziel der Aktion ist es, auf die Homophobie „in den islamischen Ländern und bei einer kleinen Minderheit von Muslimen in Frankreich“ aufmerksam zu machen. Die Veranstalter weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Scharia für Homosexualität die Todesstrafe vorsieht, und prangern die Steinigungen und Hinrichtungen Homosexueller in islamischen Ländern an.

Mit einer ähnlichen Aktion vor der Cathédrale Saint-Jean vor einem Jahr hatte man sich einige Dutzend streng katholische Gegendemonstranten eingehandelt, die Sätze, wie „Wir sind Kinder von Heteros – in der ersten, zweiten und dritten Generation“ oder „Saint-Jean gehört uns“ skandierten. Ob die Herausforderung der muslimischen Welt ebenso glimpflich ausgeht, darf man gespannt sein. Immerhin hat man es aber vermieden, die Aktion während des Freitagsgebets durchzuführen.