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Syrien will Israel in den Krieg ziehen

[1]Syrien versucht mit allen Kräften von den eigenen Problemen im Land abzulenken, indem das Assad-Regime Angriffe auf Israels Grenzen forciert. Dabei sollen mehrere Menschen getötet worden sein. Zu den Auseinandersetzungen auf den Golanhöhen gibt es widersprüchliche Angaben.

Die Nachrichtenagentur „Reuters“ veröffentlichte folgende Meldung:

„Israel heute“ [2] schreibt dazu:

Am „Naksa“-Tag am Sonntag haben die Araber Israels Eroberungen vom Sechstagekrieg 1967 betrauert. Hunderte Syrer haben versucht, Israels Grenzzaun zu Syrien auf den Golanhöhen mit Palästinenserfahnen zu durchbrechen. Israels Sicherheitskräfte haben den Grenzstreifen verteidigt und Warnschüsse in die Luft geschossen. Man hat die Lektionen der Ereignisse des „Nakba-Tages“ gelernt und die Soldaten darauf vorbereitet, wie Todesfälle verhindert werden können. Die Organisatoren der Stürme auf die Grenzen haben Israel die Schuld für die Todesopfer zugeschoben. In Wahrheit sind sie jedoch für die verlorenen Menschenleben am „Nakba-Tag“ verantwortlich. Dennoch verbreitete das syrische Fernsehen, dass Israel 23 Syrer getötet und 325 verwundet habe. Beobachter aber sahen, dass durch israelische Kugeln niemand getötet wurde, denn es gab nur zwölf verwundete Syrer. Im arabischen Fernsehsender Al-Arabiah wurde gemeldet, dass die syrische Regierung in den palästinensischen Flüchtlingslagern Menschen bezahlt, um an der Grenze zu demonstrieren. Drusen aus dem Drusendorf Majd al Shams haben Steine auf die israelischen Soldaten geworfen. Da die Demonstranten die auf syrischer Seite bei Kuneitra liegenden Minenfelder überrannten, explodierten vier Minen. Dadurch wurden fünf Syrer getötet. Die Angaben des syrischen Fernsehens sind somit nicht wahrheitsgetreu. Mit den Behauptungen will Assad nur von den über 800 Protestlern ablenken, die seine Soldaten bei Demonstrationen gegen sein Regime getötet haben.

Israel will bei der UN eine Beschwerde gegen Syrien einlegen. Die Tageszeitung Haaretz meldet heute:

Yigal Palmor, der Sprecher des Außenministeriums, hat heute bestätigt, dass Israel nach den gewalttätigen Angriffen auf die Nordgrenze bei den UN Beschwerde gegen Syrien einlegen will. Die Beschwerde richte sich hauptsächlich gegen die „Manipulation der eigenen Bürger um gewalttätige Auseinandersetzungen an der Grenze zu provozieren“, erklärte Palmor. Am 44. Jahrestag des Sechs-Tage-Kriegs kam es erneut zu Unruhen und zahlreichen Versuchen, die Grenze zu Israel zu durchbrechen.

Die israelische Armee (ZAHAL) habe mit größtmöglicher Zurückhaltung agiert, sagte ein Armeesprecher, und erklärte weiter, dass die syrische Regierung gezielt die Ausschreitungen provoziert habe, um die Weltöffentlichkeit von der blutigen Unterdrückung der demokratischen Oppositionsbewegung im Land abzulenken.

Weiterhin beschuldigten ranghohe israelische Regierungsvertreter die syrische Polizei, ebenfalls für die Gewalt verantwortlich zu sein. „Syrien versucht dadurch die Aufmerksamkeit von den Massakern abzulenken, die es an seinen Bürgern verübt. Wir haben in den vergangenen Tagen Kontakt zu Syrien und Libanon aufgenommen. Libanon hat die Proteste verhindert, doch Syrien hat sich dafür entschieden, diese Provokation durchzuführen.“ (Quelle: Botschaft des Staates Israel)

Sei es die sogenannte „Demokratie-Bewegung“ in Ägypten mit ihrem brennenden Hass auf Israel, sei es die in Kürze startende, antisemitische „Hilfsflotte“, oder aber das vom Iran gesteuerte Syrien, – die Zeichen stehen auf Krieg in Nahost.

(Michael Böthel)

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