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Erdogan fordert höhere Bonität für Türkei

Erdogan fordert von den Ratingagenturen eine weitere Erhöhung der Bonitätsnote für die Türkei, denn verglichen mit den EU-Ländern sei die Türkei besser aufgestellt als Deutschland, Frankreich und England. Da wir noch AAA haben, will er also AAA superplus, sechs Sterne. So geht das! Nicht lange fackeln und schwätzen, immer druff!

Und kommt der AKP-Boss nicht in den Saal rein, prügeln seine Leibwächter den Eingang frei, wie kürzlich in der UNO! Die obige Forderung erhob der Führer in einer Rede an die Nation, daß es auch alle hören.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hatte zum ersten Mal die Bonitätsnote für langlaufende Staatsanleihen der Türkei in heimischer Währung von “BB+” auf “BBB-” angehoben. Das Rating für kurzlaufende Schuldverschreibungen in Türkischer Lira wurde ebenfalls von “B” auf “A-3? erhöht.

Es soll keineswegs verschwiegen werden, daß die türkische Wirtschaft von den westlichen Medien seit einem Jahr immer wieder über den grünen Klee gelobt wird, oft verbunden mit dem Hinweis, wir bräuchten dieses ökonomische Powerhouse in der EU.

Dazu muß mal ein grundsätzliches Phänomen erklärt werden. Wenn Ankara 2009 ein getürktes Marken T-Shirt nach Deutschland exportierte, und 2010 waren es zwei, dann ist der Export um sagenhafte 100% gestiegen, sollten sogar 10 T-Shirts exportiert worden sein, wäre der Export glatt um erstaunliche 1000% gestiegen, und trotzdem juckt das keinen! Aber genau auf dieser Primitivo-Ebene diskutiert unsere Presse.

Die Türkei hat aber noch einen anderen Export-Trumpf im Ärmel. Sie exportiert ihre Arbeitslosen aus Ostanatolien oder den Gecekondular Istanbuls bereichernd in die Sozialsysteme der BRD und behält die besser Ausgebildeten zu Hause. Wenn das so weitergeht, und dagegen spricht bei Böhmer und Konsorten nichts, überholt sie uns eine Tages wirtschaftlich tatsächlich! (Das Foto zeigt Führer Erdowahn bei einer seiner vielen Ansprachen.)