1

Debatte: Sind deutsche Männer zu soft?

Auf der taz-Seite entspinnt sich gerade eine seltsame Diskussion darüber, ob deutsche Männer zu soft sind und deutsche Frauen nicht genug von Softis haben. Diese Diskussion kommt ja nun auch gelegentlich auf PI auf, wenn angesichts der ungebremsten Macho-Vitalität südländischer Fachkräfte von manchem beklagt wird, dass Deutsche einfach zu wenig cohones in der Hose hätten.

(Von JimPanse, PI-Münster)

Bei der taz schreibt ein Kommentator, dass die Ursache darin liegt, dass deutsche Jungs von der KiTa bis zum Ende der Grundschule »nur von Weibern« erzogen werden und viele Jungen nur bei der Mutter leben. In dem Kommentar kommt das etwas ironisch rüber, aber ich finde, da ist was dran.

In meiner Heimatstadt steht über einem alten städtischen Gymnasium »pietati, virtuti, doctrinae« (Dem Anstand, der Männlichkeit, der Lehre). Erziehung zu männlichen Idealen findet in deutschen Schulen aber längst nicht mehr statt. Höchstens in Form pazifistischer »Gewaltfrei«-Übungen. Wenn Jungs mit gestrecktem Finger »Peng« machen, stehen sie schon mit einem Bein beim Schulpsychologen.

Was denken die PI-Leser zu dieser Debatte (insbesondere die Leserinnen)? Müssen deutsche Männer mehr Testosteron wagen?