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Frankfurter Rundschau: islamkritische Termine

Schwul lebsische Mahnwache vor Al-Nur-Moschee Berlin 2009Dankenswerter Weise hat die Frankfurter Rundschau die Aufgabe übernommen, einen islamkritischen Terminkalender für Berlin herauszugeben. Alle, die schon immer an islamkritischen Aktionen teilnehmen wollten, finden dort die genauen Daten und Orte. Wir zitieren umfangreich aus dieser hervorragenden Vorarbeit:

Die rechtsgerichtete Partei Pro Deutschland plant für Mitte August eine mehrtägige Veranstaltung mit Demonstrationen vor islamistischen Zentren in Berlin. Unter dem Slogan „Der Islam gehört nicht zu Europa – Islamisierung stoppen“ sollen vor Moscheen Plakate mit Mohammed-Karikaturen gezeigt werden.

Das Wochenende vom 17. bis 19. August will die rechtspopulistische Pro-Bewegung nutzen, um direkt vor Berliner Hochburgen der islamistischen und der linksradikalen Szene zu demonstrieren.

Pro Deutschland hat acht Kundgebungen angemeldet. So wollen die Rechtspopulisten am 18. August ab 12 Uhr vor der As-Sahaba-Moschee im Ortsteil Wedding auftreten, die laut Verfassungsschutz eines der Berliner Zentren der Salafisten ist. Nach Angaben von Lars Seidensticker, Bundesgeschäftsführer von Pro Deutschland, werde man dort, wie auch an den anderen Veranstaltungsorten, die Mohammed-Karikaturen zeigen. Eine weitere Kundgebung ist am Nachmittag vor der Al-Nur-Moschee in Neukölln geplant, die laut Verfassungsschutz ebenfalls ein Zentrum der Islamisten ist.

Im Rahmen einer „freiheitlichen Stadtrundfahrt“ will Pro Deutschland tags darauf unter anderem an der Liebig-, Ecke Rigaer Straße in Friedrichshain eine Kundgebung veranstalten. Dort gibt es mehrere linke Hausprojekte; von dort gingen im vorigen Jahr schwere Krawalle aus, nachdem die Polizei ein Projekt geräumt hatte. Eine Kundgebung plant Pro Deutschland auch vor dem europaweit bekannten linksautonomen Zentrum „Köpi“ in der Köpenicker Straße in Mitte.

Die Organisatoren rechnen ganz offen damit, dass sie vor den Moscheen und in Friedrichshain auf massiven Protest stoßen. „Es muss ja wohl noch möglich sein, sich in Deutschland frei zu bewegen“, sagte Lars Seidensticker am Dienstag der Berliner Zeitung.

Als Veranstaltungsgäste werden erwähnt: die Partei Vlaams Belang aus Belgien, die Partei FPÖ aus Österreich sowie die German Defence League.

Auch auf zu erwartende Gegendemonstrationen wird freundlicherweise aufmerksam gemacht:

Seit Juni laden Migrantenvereine, antirassistische und linke Gruppen für denselben Zeitraum zum „Festival gegen Rassismus“ nach Kreuzberg.

Wir würden uns freuen, wenn die Frankfurter Rundschau in Zukunft auch in Wort und Bild über Veranstaltungen wie die International Civil Liberties Alliance-Konferenz in Brüssel berichten würde. Falls die FR mit einer Fernreise nach Brüssel an ihre finanziellen Grenzen stößt, können wir gerne Material anbieten.

» Die Terminankündigungen auf der Webseite von Pro Deutschland sowie Ergänzung bezüglich der Reaktionen im Vorfeld

(Das Bild oben zeigt eine Mahnwache vor der Al-Nur-Moschee Berlin im Jahr 2009, zu dem der LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) und Terre des Femmes aufgerufen hatten, die sich sicherlich an den Aktionen von Pro Deutschland beteiligen dürfen.)