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Hamburger Türke in Türkei eingeknastet

Ist das nicht ein netter Junge? Der in Hamburg geborene Deniz wuchs laut BILD bei einer liebevollen Mutter auf, absolvierte den Realschulabschluss und hatte einen Azubi-Job in Aussicht. Trotzdem sei er hochkriminell. In Hamburg habe er aber keinen Tag im Gefängnis gesessen, obwohl ihn die Polizei als „Intensivtäter“ führte und er diverse Straftaten wie Raub, gefährliche Körperverletzung und Diebstahl beging. Nun ist die jugendliche Fachkraft bei einem Urlaub in seiner türkischen Heimat ebenfalls durch Raub straffällig geworden. Dort gibt es bekanntlich keine Kuscheljustiz, und jetzt schmort der 16-jährige im Knast.

(Von Michael Stürzenberger)

Die Familie und das Auswärtige Amt in Berlin sind natürlich schwer betroffen, und der Jungtürke gibt vor, der Raub sei doch nur ein „Spaß“ gewesen. Alles klar. Das Leben des Bürschchens hat offensichtlich schon länger aus solchem „Spaß“ bestanden. Laut BILD hat er während eines Heimaturlaubes bei seinen türkischen Großeltern zuammen mit einem anderen „Hamburger“ Kumpel anderen Jugendlichen eine Kette geklaut. „Raub bei Nacht“ gilt in der Türkei als schweres Vergehen. Jetzt sitzt er in der Stadt Mersin nahe der syrischen Grenze und es drohen ihm bis zu 12 Jahre Gefängnis. Natürlich fängt der Intensivtäter nun das Jammern an:

Ihr Sohn würde fürchterlich leiden, so die Mutter: „Er flehte mich an: ,Mama, hol mich hier raus‘. Er hat Angst vor den anderen Insassen, dass er von denen verprügelt wird. Mein Junge sieht sehr schlecht aus.“

Der Dauerkriminelle schreit also auf einmal nach der Mama. Da werden Erinnerungen an „Mehmet“ wach, der nach über 60 Straftaten aus Deutschland in die Türkei abgeschoben wurde und dort weiter kriminalisierte. Gibt es einen besseren Grund für eine Verschärfung des Jugendstrafrechtes und eine konsequentere Anwendung von Haftstrafen für junge Dauerkriminelle?

Hier die ganze Story bei der BILD. Man reiche uns ein Tränenglas..