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NSU: Karlsruher Türken-Sitzreservierung

Das Bundesverfassungsgericht hat in Sachen „NSU“-Prozeß in seiner „einstweiligen“, oder sollte man nicht lieber sagen „permanenten“ Anordnung gestern ganz im Sinne der Türkei indirekt festgestellt, daß ein Türke immer ein Türke bleibt, auch wenn er deutscher Staatsbürger ist. Darum muß das Mutterland Türkei immer über Türken im Ausland informiert sein. Außerdem geht das Gericht auch davon aus, daß Türken, auch eingebürgerte Türken, kein Deutsch können und darum von türkischen Medien auf Türkisch informiert werden müssen. Oder wie soll man solche Sätze sonst deuten:

Denkbar ist auch, dass auf eine türkische Leserschaft ausgerichtete Medien mit Fragen der Akkreditierung vor deutschen Gerichten wenig vertraut sind und deshalb durch eine etwaige Beeinträchtigung der Chancengleichheit in Akkreditierungsverfahren besonders betroffen sind. Dies wiegt vorliegend umso schwerer, als gerade türkische Medienvertreter ein besonderes Interesse an einer vollumfänglich eigenständigen Berichterstattung über diesen Prozess geltend machen können, da zahlreiche Opfer der angeklagten Taten türkischer Herkunft sind und in der türkischstämmigen Bevölkerung ebenso wie in der Türkei ein entsprechend großes Informationsbedürfnis besteht.

Hier die Entscheidung im Namen des (türkischen) Volkes!
Hier die Pressemitteilung!