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Zeitschrift „freundin“ hetzt gegen Stürzenberger

Seit langem lese ich keine Tageszeitungen mehr und auch keine sonstigen politischen Publikationen, schaue mir auch im Fernsehen keine Nachrichten und politische Debatten etc. mehr an, um mich nicht dauernd ärgern zu müssen. Stattdessen kaufe ich mir Druckerzeugnisse verschiedenen Ursprungs, manchmal auch Frauenzeitschriften, um mich ab und zu ein bißchen durch Lesen zu entspannen und dabei sicher zu sein, daß mir keine Politik begegnet, die mich dann ärgert. Oft liegt dann ein Stapel ungelesener solcher Hefte bei mir, in denen ich dann oft lange nach dem Erscheinungstermin erst blättere.

(Von Leserin)

So habe ich gestern ein Heft der Frauenzeitschrift „freundin“ durchgeblättert, und zwar die Ausgabe 21/2013 vom 25.9.2013. Darin enthalten ist ein Artikel, der im Inhaltsverzeichnis angekündigt wird mit der Überschrift „Wann es Zeit ist, was zu ändern – Vier Frauen erzählen von einem entscheidenden Schritt in ihrem Leben“.

Eigentlich zunächst ein recht harmloser Artikel, aber dann finde ich da folgendes: Der Artikel beginnt mit der großen Überschrift „Ich muß etwas ändern!“ und dann werden vier Frauen vorgestellt, die etwas „gewagt“ haben.

Die erste sagt: „Mein Leben soll nicht länger von Angst bestimmt sein“ und will ihre Flugangst und ihre Angst im Aufzug bekämpfen.

Die zweite sagt: „Ich will nie wieder auf einen Mann warten“ und möchte nie wieder ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, der sich dann doch nicht für sie scheiden läßt.

Die dritte meint: „Vor lauter Arbeit das Leben verpassen? Passiert mir jetzt nicht mehr“, und sie hat dazu ihren Job aufgegeben und Kuchenpralinen erfunden.

Soweit alles o.k., paßt in eine Zeitschrift ohne großen Anspruch.

Die vierte schließlich sagt dann aber: „Rassisten stelle ich mich heute in den Weg. Egal, wo!“, und diese Frau, eine 27-jährige Studentin, wollte „bei Rechtspopulisten nicht länger schweigen“.

Im Artikel dann (Auszug):

Plötzlich war er überall. In meinem Viertel und auf belebten Plätzen in der Stadt. Ein Rechtspopulist machte Stimmung gegen Muslime, hetzte gegen das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen. Da hatte ich genug und beschloss, gemeinsam mit anderen engagierten Bürgern auch auf die Straße zu gehen. Nicht wegzusehen, sondern etwas zu tun. Er behauptet, er sei die neue „Weiße Rose“, weil er für „Freiheit“ eintrete. Aber wie kann jemand, dessen Flugzettel Hass verbreiten, sich allen Ernstes mit der Widerstandsgruppe um Sophie Scholl vergleichen und sie als Deckmantel für rechte Umtriebe benutzen? (…) Darum: Wo immer er auftaucht, sind wir auch und klären Passanten in persönlichen Gesprächen auf oder verteilen in der Nähe Flyer.

Darunter ist die URL von „Eva-Marias Initiative“ angegeben: facebook.com/muenchen.ist.bunt

Man sollte Eva-Maria wirklich raten, nicht wegzusehen, sondern genau hinzuschauen, worum es da geht. Wenn sie nur einen blassen Schimmer vom Islam hat und was da auf München zukommt, dann wird sie sich eines Tages fragen müssen, auf welcher Seite sie eigentlich gestanden hat und ob es nicht vielleicht die falsche war …

Es versteht sich von selbst, daß ich keine Ausgabe der „freundin“ mehr kaufe. Da es aber nichts nutzt, wenn ich das tue und der Verlag weiß das nicht, werde ich denen auch in den nächsten Tagen einen Papierbrief dazu schreiben.

» Kontakt: freundin@burda.com