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München: Der Rufmörder aus der Rumfordstraße

img_3815-2Die Süddeutsche Zeitung berichtete vergangene Woche in ihrem Artikel „Demokraten warnen vor Stürzenberger“, dass „ein breites demokratisches Bündnis“ vor der islamfeindlichen FREIHEIT warne. Darin meint die SPD-Funktionärin Micky Wenngatz, die FREIHEIT würde „unerträglicherweise hetzen„, Münchens SPD-Parteichef Hans-Ulrich Pfaffmann halluziniert, sie sei „gegen Vielfalt und Weltoffenheit“ und CSU-Stadtrat Marian Offman schwadroniert, sie führe einen „demagogischen Feldzug gegen eine Religion„. Diesem heuchlerischen Empörungsgeschwätz schließen sich u.a. Demirel Gülseren (Grüne), Lilli Schlumberger-Dogu (Linke) Ali Yalpi (Piraten) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Ausländerbeirat der Stadt München an. Den Vogel aber schießt Thomas Vogler vom Jazz-Club in der Rumfordstraße ab: Er erteilt mir Hausverbot, obwohl er mich gar nicht kennt.

(Von Michael Stürzenberger)

Die SZ zitiert Micky Wenngatz, Vorsitzende des Vereins „München ist bunt“, der praktischerweise im Parteibüro der Münchner SPD im Oberanger 38 residiert:

,,Die Partei hetzt in unerträglicherweise gegen unsere muslimischen Mitbürger und verletzt so das in unserer Verfassung festgelegte Grundrecht auf Religionsfreiheit“

Münchens SPD-Parteichef Hans-Ulrich Pfaffmann assistiert:

„München ist Heimat für Menschen unterschiedlicher Herkunft. Deshalb wehren wir uns entschieden gegen die Feinde der Vielfalt, der Weltoffenheit und der Religionsfreiheit.“

CSU-Stadtrat Marian Offman, der sich momentan mit dem ausgerechnet von Pfaffmann geäußerten Vorwurf des Wahlbetrugs auseinandersetzen muss, darf in der Phalanx der linken Dauer-Empörer nicht fehlen. Laut SZ „warnt“ er vor einem Einzug der FREIHEIT ins Rathaus:

,,Wer einen demagogischen Feldzug gegen eine Religion führt, sollte keine Mehrheit für den Münchner Stadtrat finden.“

Die SZ berichtet auch ganz stolz über die „Zivilcourage“ des Wirtes, der mir so „mutig“ Hausverbot erteilt hat:

Auch ein bekannter Münchner Wirt wendet sich gegen Stürzenberger – auf seine Art. Thomas Vogler hat für seine Jazzbar Vogler in der Rumfordstraße dem Parteichef der islamfeindlichen ,,Freiheit“, Michael Stürzenberger, Hausverbot erteilt. Dies geschehe prophylaktisch, erklärt Vogler. Er hoffe, so wenigstens ein kleines Zeichen zu setzen“. Vogler kritisiert Stürzenberger, weil dieser ,,durch rechtspopulistische und islamophobe Hass-Tiraden Zwietracht in unserer Gesellschaft“ säen wolle.

Er selbst habe als Gastronom täglich mit Menschen unterschiedlicher Religion, Hautfarbe und Kultur zu tun ,,und bin dankbar dafür“, schreibt Vogler an Stürzenberger: ,,Für Menschen wie Sie aber habe ich in meinem Lokal keinen Platz'“ Vogler ruft andere Unternehmer auf, es ihm mit dem Hausverbot gleichzutun.

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Hier die email des Herrn Vogler, die er laut eigenen Angaben an 6800 Personen in seinem Verteiler schickte:

Liebe Freundin, lieber Freund der Jazzbar Vogler,

wenn Sie in den letzten Monaten in der Innenstadt waren, wird Ihnen ein Mann nicht entgangen sein, der in seinen Reden mit abgrundtiefem Hass stundenlang gegen den Islam, gegen muslimische Mitbürger und gegen das geplante Islam-Zentrum hetzt: Michael Stürzenberger, u.a. ehemaliger Pressesprecher der Münchner CSU. Fast täglich zeigt dieser Mann nicht nur uns Münchnern sondern auch den Gästen dieser Stadt die häßliche Seite eines rechtspopulistischen und islamophoben Fanatikers. 2011 habe ich in einem Newsletter im Rahmen von „Jazz gegen Rechts“ vor Stürzenberger gewarnt. Stürzenberger und seine Partei „Die Freiheit“ wurden im März 2o13 vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft. Stürzenberger versucht u.a. bei der Kommunalwahl zugelassen zu werden: Er möchte Oberbürgermeister werden.

Um wenigstens ein kleines Zeichen zu setzen, habe ich Michael Stürzenberger prophylaktisch Haus-Verbot erteilt:

„Sehr geehrter Herr Stürzenberger, ihr abgrundtiefer Hass gegen unsere Mitbürger muslimischen Glaubens und Ihr täglicher Versuch, durch rechtspopulistische und islamophobe Hass-Tiraden Zwietracht in unserer Gesellschaft zu säen, beschämt mich zutiefst. Täglich habe ich als Gastronom mit Menschen unterschiedlichster Religion, Hautfarbe, Kultur, sexuellen Orientierungen etc. zu tun und bin dankbar dafür. Für Menschen wie Sie aber habe ich in meinem Lokal keinen Platz. Ich erteile Ihnen hiermit Hausverbot. Mit freundlichen Grüßen, Thomas Vogler“

„München erteilt Michael Stürzenberger Hausverbot“ fände ich eine schöne Aktion und ein wichtiges Signal. Wenn auch Sie als Unternehmer ein Zeichen setzen und Michael Stürzenberger Haus-Verbot erteilen wollen: Hier die email. Weiterführende Links: Im Newsletter.

In diesem Sinne,
schönen Tag und hoffentlich auf bald!
Ihr und Euer Thomas Vogler

P.S.: „Vogler“ auf Facebook http://de-de.facebook.com/pages/Jazzbar-Vogler/138449879510842

P.S.: Sollten Sie das pdf nicht öffnen können/wollen/dürfen, können Sie den Newsletter gerne auch in einer „Alt-Version“ bekommen.

P.S.: Dieser Newsletter geht an über 6.800 „Freunde der Jazzbar Vogler“. Meine Homepage wurde über 501.000 mal angeklickt (Stand 1/14)

http://www.jazzbar-vogler.com

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Nachdem mir dieser seltsame Vogler seine email auch direkt schickte, habe ich ihm selbstverständlich auch geantwortet:

Sehr geehrter Herr Vogler,

Sie sollten sich erst einmal selber ein Urteil bilden, bevor Sie kritiklos die üblen Verleumdungen der Süddeutschen Zeitung übernehmen.

Bei jeder FREIHEIT-Kundgebung in München betonen wir, dass sich unsere Aufklärungsarbeit nur gegen die verfassungsfeindlichen Bestandteile des Islams und nicht gegen Muslime richtet.

Wenn Sie sich einmal selber über den Islam informieren, werden Sie sich wundern. Ich möchte Sie insbesondere auf die enge Zusammenarbeit des höchsten Islam-Repräsentanten Amin al-Husseini mit Hitler aufmerksam machen, die Verehrung von Hitler mitsamt seines Hass- und Hetzbuchs „Mein Kampf“ in der arabisch-türkisch-islamischen Welt bis heute und die 1400-jährige Geschichte des islamischen Djihad mit insgesamt 270 Millionen Opfern.

Bei unseren Kundgebungen sehen Sie mehr „Menschen unterschiedlichster Religion, Hautfarbe, Kultur“ als bei einer Kundgebung von SPD, Grünen oder Linken. Vor allem die Christen, die vor der Unterdrückung aus islamischen Ländern geflohen sind, könnten Ihnen viel Erschütterndes berichten – falls Sie überhaupt an den Fakten interessiert sind.

Und was Menschen mit anderen „sexuellen Orientierungen“ in einem islamischen Land passiert, brauche ich Ihnen wohl nicht mitteilen. Oder?

Ich hatte übrigens einen homosexuellen Bruder, der sich in den frühen 80er Jahren leider mit Aids infiziert hatte. In seinen letzten Monaten war ich bei ihm in Berlin, um ihm so gut es ging behilflich zu sein. Informieren Sie sich erst einmal, wem Sie „prophylaktisch“ Hausverbot erteilen.

Als offensichtlicher Musik-Liebhaber können Sie dem früheren Deep-Purple-Gitarristen Ritchie Blackmore übrigens auch gleich „prophylaktisch“ Hausverbot erteilen. Ritchie ist ein guter Freund von mir und widerspricht mir in meiner Aufklärungsarbeit ausdrücklich nicht.

Wenn Sie sich aber doch ein eigenes Bild gemacht haben, wäre es schön, Ihren umfangreichen email-Verteiler über ihren Irrtum aufzuklären.

Sonst muss man die Straße, in der Sie Ihr Jazz-Lokal haben, wohl in „Rufmordstraße“ umbenennen.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Stürzenberger

Diese email schickte ich Herrn Vogler am 5. Februar. Nachdem er nicht antwortete, sendete ich am 8. Februar eine Erinnerung. Bis heute hat Vogler nicht reagiert, da es ihm ganz offensichtlich nicht möglich ist, faktisch auf die sachliche Entkräftung seiner Denunzierung etwas entgegenzusetzen.

So sind eben viele Linke: Falsch, demagogisch, hinterhältig, denunzierend, beleidigend und ohne jeglichen faktischen Hintergrund. Seinem Aufruf zum Hausverbot hat sich nur ein einziger Wirt angeschlossen. Ansonsten gab es noch einen Widerspruch aus seinem Verteiler, der mir auch zur Kenntnis zugesendet wurde:

Hallo Herr Vogler!

Michael Stürzenberger kommt aus meiner Heimat Bad Kissingen. Sicher überzieht er in manchen Dingen! Jedoch ist die Mehrheit der Münchner Bürger gegen ein Islamzentrum mitten in der Stadt bzw. wissen die meisten Bürger noch gar nichts von dieser bescheuerten Planung!

Wer braucht sowas? Bauen Sie doch mal in einer islamischen Stadt ne Kirche oder eröffnen Sie nen Jazz-Club!

Schade, daß ich nicht mit 1. Wohnsitz in München gemeldet bin! Ich würde ihn unterstützen!

In Ihrem Jazzclub habe ich noch keine Muslime gesehen? Bei uns hier haben wir das Problem nicht.

Jeder Ausländer kann hier in Deutschland arbeiten und leben, sollte aber Religion nur dann ausüben, wenn diese ohne Hetze und Gewaltaufforderung ausgeübt wird. Wo kommen wir hin, wenn jeder seine hirnrissige Religion hier mit Denkmälern in deutschen Städten demonstrieren und manifestieren will?

Das ist wahrer Mut, wenn man seine Meinung entgegen des stupiden Mainstreams mit Rückgrat vertritt. Aber bis zur Stadtratswahl am 16. März wird die Diffamiererei sicher weitergehen..