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Ist der „arabische Frühling“ die Opfer wert?

isisDer Blick auf die Entwicklung in und um Syrien löst blankes Entsetzen aus. Was im Zusammenhang mit dem «arabischen Frühling» begann, befindet sich im Stadium eines Gemetzels, dessen Ende nicht absehbar ist. Verwüstete Städte und Ortschaften, zerstörte Seelen, gefolterte, verstümmelte und ermordete Menschen ohne Zahl. Dazu Flüchtlinge, vor deren Elend man reflexartig die Augen verschliesst. Nach westlicher Lesart ist der Hauptverantwortliche dieses Desasters der Diktator Bashar al-Asad, der mit eiserner Faust an seiner Macht festhält. Dazu kommen religiöse Fundamentalisten und Warlords, die in den Biotopen des Chaos und der Gewalt ihre Vorteile suchen. Aber es ist nötig, eine andere Frage zu stellen, die im Banne des Entsetzens übergangen wird: Welche Schuld trifft die Aufständischen und den Westen, der diese ermuntert hat? (Fortsetzung in der NZZ!)