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Bunt, bunter, SC Buntekuh!

sc-buntekuh [1]So etwas hat der SC Buntekuh (ein Außenbezirk von Lübeck) noch nicht erlebt und ist entsetzt: Beim Stand von 1:1 im Spiel von Vorwärts Wacker 04 Billstedt II gegen den SC Buntekuh wollte Buntekuhs Co-Trainer einem verletzten Wacker-Spieler aufhelfen. Als der SCB-Coach jedoch beim Nachwuchskicker ankam, beleidigte dessen Vater den Trainer auf Türkisch und schlug ihn. Der Trainer riss daraufhin den randalierenden Vater zu Boden. Ein Handgemenge folgte, in das mehrere Personen involviert waren.

Das für vergangenen Sonntag angesetzte D-Junioren-Turnier wurde daraufhin abgebrochen, nachdem Buntekuhs D-Jugend-Trainer Bernd Armbruster zunächst die Mannschaft der Hamburger als auch die auf Turniersieg liegenden Gastgeber vom SCB aus dem Wettbewerb nehmen wollte. Als sich der Vater des zunächst verletzten Spielers allerdings weigerte, das Gelände zu verlassen, entschied Armbruster, der die Mannschaftsverantwortung wegen der Organisation des Turniers in die Hände seines Assistenten gelegt hatte, auf Abbruch des gesamten Turniers. Die Polizei musste jedoch nicht eingeschaltet werden.

Die Lübecker Nachrichten [2] berichten über den erschütterten Buntekuh-Trainer und seine hirnverbrannten Präventionsvorschläge für kommende Turniere:

Auch gestern noch saß der Schock bei Armbruster tief. So einen Vorfall habe er noch nie in der zehnjährigen Geschichte des Turniers erlebt. „Ich bin zutiefst erschüttert, das tut mir wirklich leid für alle beteiligten Teams“, sagt er. „Ich kann mich nur entschuldigen. Am kommenden Wochenende werden wir auch noch ein Turnier ausrichten, danach müssen wir uns allerdings überlegen, wie wir weitermachen.“ So könne es womöglich künftig sinnig sein, die Eltern und Angehörigen der jungen Spieler „nicht mehr direkt am Spielfeld stehen zu lassen“.

Harald Klix von den Freien Wählern nimmt den jüngsten Ausraster als Grund, zusätzlich ein Alkoholverbot bei Kinder- und Jugendturnieren zu fordern. „Leider paaren sich oft erhitzte Gemüter und Alkohol am Spielfeldrand zu einer verhängnisvollen Mischung“, sagt Klix. „Pöbelnde angetrunkene Fans braucht es nicht, Erwachsene sind auch Vorbilder.“

Der Trainer entschuldigt sich also buckelnd für den bunten türkischen Schläger. So etwas soll nicht wieder vorkommen. Alle, auch die deutschen Eltern, sollen sich nun nicht mehr direkt am Spielfeldrand aufhalten. Herr Klix von den „Freien Wählern“ will zusätzlich ein Alkoholverbot für die „erhitzten Gemüter“. War der türkische Papa und Schläger etwa betrunken (und das im Ramadan)? Wohl kaum. Ein kulturell bedingt „erhitztes Gemüt“ hatte er allerdings. Also stellen wir mal ganz klar fest: Dieser türkische Erwachsene aus der Gegengesellschaft ist nun wirklich kein Vorbild für Jugendliche. Wobei, für nationalistische türkische Jugendliche schon … (VB)

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