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Matussek und „Das Heerlager der Heiligen“

Es gibt nur noch wenige deutsche Journalisten, die sich der Political Correctness nicht gänzlich unterwerfen. Solche, die Anfeindungen ignorieren und weiter geradlinig bleiben. Einer von ihnen ist der katholische Publizist Matthias Matussek. Matussek wollte das großartige Buch unserer Zeit, „Das Heerlager der Heiligen“ von Jean Raspail, in der „Welt“ besprechen. Die lehnte es ab. Zu offen ergreift die früher konservativ-liberale Tageszeitung Partei für Multikulti und offene Grenzen. Zu offen lobt Matussek demgegenüber den Einwanderungskritiker Raspail. Woher man das weiß, obwohl eine deutsche Zeitung keinen Mut fand, kontroverse Meinungen abzudrucken?

Weil es – wie so oft – eine schweizerische Zeitschrift ist, die sich von bundesdeutschen Befindlichkeiten nicht beirren lässt: „Die Weltwoche“ Roger Köppels (bekannt aus deutschen Talkshows)! In der aktuellen Ausgabe (seit heute auch hierzulande am Kiosk!) druckt sie nicht nur Matusseks „Heerlager“-Besprechung auf vier vollen Seiten ab, nein, sie hat den fundierten Beitrag extra von einem eigenen Zeichner passend illustrieren lassen! Wo andere kopieren und „klauen“ würden, wird in der Schweiz noch Wert auf Qualität gelegt. Qualität, Mut, Weitblick: Das macht neidisch, das macht neugierig. Wer genau das geworden ist und sich ein eigenes Bild von dem Matussek-Beitrag machen möchte, sichte die Bilder auf der Facebook-Seite Matusseks.

Alle anderen sollten sich die neue Ausgabe der freisinnigen Wochenschrift gönnen. Kein Wunder, dass Publizisten wie Henryk M. Broder und Matthias Matussek immer stärker Gefallen daran finden, in der Schweiz zu publizieren. Im Musterland der Demokratie ist man noch (?) mutiger und lässt sich nicht von der rotgrünen Einheitssoße das Wort verbieten. Aber wie lange das noch andauert, das weiß man in diesen verrückten Zeiten nicht. Auch in Jean Raspails Meisterwerk „Das Heerlager der Heiligen“ spielt die Schweiz ja eine gewisse, eine spezielle Rolle. Man kann für dieses Land nur hoffen, dass sich wenigstens in diesem einzigen Fall der klarsichtige Raspail täuscht…

Bestellinformation:

» »Das Heerlager der Heiligen«, 416 Seiten, 22 €, hier bestellen.