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Parteiloser Bürgermeister sympathisiert mit AfD

Harry Ebert [1]Viele meinen, dass man einen guten Bürgermeister daran erkennt, dass er parteibuchunabhängig mit den Wölfen des Zeitgeistes heult, um nirgends anzuecken. Schließlich muss man – egal wer in der Landeshauptstadt oder Berlin regiert – dort gern gesehen sein, wenn es darum geht, Landes- oder Bundesgelder für irgendwelche Infrastrukturmaßnahmen loszueisen.

Was sich im Prinzip vernünftig anhört, hat aber einen massiven Haken. Wem diese anbiedernde Grundhaltung zu sehr zur zweiten Natur geworden ist, der verliert schnell einmal Zielkonflikte und grundsätzlich falsche Entwicklungen aus dem Blick, wenn diese „von oben“ angeleiert werden. Beispiele dafür sind die „zwei Rolands“, nämlich die Bürgermeister Weinschenk und Bürkle von Bad Waldsee und Bad Wurzach (Baden-Württemberg), die völlig kritiklos zuschauen, wie ihre Kurstädte von über 200m hohen Windrädern eingerahmt werden sollen, was dem Fremdenverkehr absehbar massiv schaden wird.

Aber es gibt auch andere Kaliber: so ist der Bürgermeister der Burgenstadt Schlitz gerade mit dem gesamten Stadtmagistrat einem Landschaftsschützerverein gegen die Windmonster beigetreten. Gleiches gilt für die Bürgermeister von Großenlüder und Bad Salzschlirf, jeweils begleitet von einer ganzen Reihe von Gemeinderäten. Sie alle haben begriffen, dass die Energiewende per Windrad nicht funktionieren wird und ihren Kommunen massiv schadet.

Aber auch die Asyleinwanderung ist ein Thema, das – von gelegentlichen Mahnungen des Deutschen Städte- und Gemeindebunds abgesehen – von den Bürgermeistern viel zu kritiklos akzeptiert wird. Nicht so vom parteilosen Bürgermeister von Burladingen, Harry Ebert (Foto oben). Er sorgt schon seit geraumer Zeit bei den Gutmenschen und mit-den-Wölfen-Heulern seiner Stadt für Unruhe, hatte er es sich doch im alten Jahr nicht nehmen lassen, den baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordneten Hans-Peter Stauch zu einem wohlwollenden Gedankenaustausch zu treffen. Inzwischen kritisierte er auch die viel zu hohen Asylkosten, äußert sich abfällig über Ja-Sager-Gemeinderäte und liebäugelt mit einem Eintritt in die AfD.

Gemeinderäte und Landrat würden nun gerne seinen Rücktritt [2] sehen. Das ist zum Glück auch mit Disziplinarverfahren gar nicht so einfach, nachdem er erst 2015 für die nächsten acht Jahre wiedergewählt wurde. Der heutige Gemeinderat dagegen muss sich schon 2019 einer Neuwahl stellen.

Wir wünschen Burladingen und Harry Ebert, dass sich 2019 eine möglichst lange AfD-Liste dort für den Gemeinderat zur Wahl stellt und auch Erfolg hat. Wir können Deutschland verändern, wenn sich nicht nur im Bundestag, sondern auch in den Kommunen ein anderer Geist in Bürgermeisterämtern und Gemeinderäten ausbreitet. Bis dahin wünschen wir Bürgermeister Ebert „ein gutes Händchen“ und Glück im Umgang mit den nicht wenigen Feinden, die er sich als AfD-Sympathisant machen musste.

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