1

Was darf der Staat?

2012 wurde in Niedersachsen ein „Maskenmann“ verurteilt. Er hatte mit einer schwarzen Maske verdeckt mehrere Jungen vergewaltigt, drei von ihnen tötete er in der Folge der Tat.

NDR Niedersachsen  berichtet:

Fünf Jahre nach dem Urteil gegen den „Maskenmann“ Martin N. dauern die Ermittlungen der Verdener Sonderkommission „Dennis“, benannt nach einem der Opfer, noch immer an. Denn die Computer-Festplatte des heute 46-Jährigen konnte noch nicht geknackt werden. Die Polizei erhofft sich von den Daten Hinweise auf weitere Opfer und Straftaten. Während der Gerichtsverhandlungen hatte Martin N. angekündigt, vielleicht eines Tages die Computer-Passwörter und andere Details preiszugeben. Bislang ist dies aber nicht geschehen. Der Pädagoge Martin N. hatte von 1992 bis 2001 mehrere Jungen vergewaltigt und drei von ihnen umgebracht.

Der Mörder macht sich derzeit eine Gnade daraus, ob er den Ermittlern Zugang zu weiteren Daten auf seinem PC eröffnet. Was genau gefunden werden kann, berichtet der NDR nicht, Angaben zu „weiteren Opfern und Straftaten“ könnten aber durchaus sehr wichtig für die Familien der geschundenen Ermordeten sein.

Was darf der Staat? Zuchthäuser mit verschärften Haftbedingungen wurden nach dem Kriege in der Bundesrepublik und in der DDR abgeschafft. Aber sollte es nicht möglich sein, diesen und anderen Tätergruppen das Leben unangenehmer zu machen, ohne dass es Misshandlungen werden?

Wasser und Brot als minimale Lebensbasis, dazu Gemüse für die Vitamine und andere unverzichtbare Bestandteile der Ernährung. Aber: Keine Zigaretten, keinen Tee, keinen Kaffee, keinen Fitnessraum, kein warmes Wasser zum Duschen, (ausgewählte) Bücher statt Fernseher. Hier wäre einiges denkbar, ohne die Menschenwürde der Mörder zu verletzen. Welche politische Partei stellt sich auf die Seite der Opfer, und gegen die Mörder?