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Muss es uns erst schlechter gehen, bevor es besser wird

Von KEWIL | Wie viele andere Mitbürger, die schon länger hier leben, bin ich auch frustriert bei dem Gedanken, wie es in diesem Land weitergehen wird. Vor allem die Aussicht auf noch einmal vier Jahre Mutti ist unglaublich ätzend und macht einen regelrecht kaputt. Und um Merkel wegzukriegen, den bärtigen Schulz, die Kommunisten oder Claudia Fatima Roth zu wählen – der blanke Horror. Natürlich kommt nur die AfD in Frage, aber Merkels Wahnsinn wird dadurch nicht gestoppt. Wie geht es weiter?

Bei PI schreiben ab und zu Leser, die eine Besserung erst erwarten, wenn der Euro wertlos wird, wenn die BRD pleitegeht, wenn es einen radikalen wirtschaftlichen Zusammenbruch des Systems gibt. Erst wenn es uns richtig dreckig gehe, werde es einen Aufstand geben, die herrschende Nomenklatura sei dann machtlos, und wir könnten aus den Ruinen wieder in Freiheit auferstehen. Wie dem auch sei, schon vor über 160 Jahren dachte ein großer Dichter offensichtlich ähnlich:

Nicht Mord nicht Bann noch Kerker

Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker
nicht Standrecht obendrein
es muß noch stärker kommen
soll es von Wirkung sein.

Ihr müßt zu Bettlern werden
müßt hungern allesamt
Zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und Verdammt

Euch muß das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt
daß Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last

Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein besserer Geist
Der Geist, der über Nacht noch,
Euch hin zur Freiheit heißt

Hoffmann von Fallersleben, 1850

Gefunden also bei dem Patrioten und Dichter der Freiheit, der auch „Das Lied der Deutschen“ geschrieben hat. Offensichtlich sah er zu seiner Zeit Parallelen. Nur noch größere Not werde vielleicht in den Deutschen die Sehnsucht nach Freiheit wecken. Siehe auch hier: Systemversagen [1]!

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