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Schandmäuler

Von CANTALOOP | Man muss nicht lange suchen, um sie zu entdecken. In allen nur denkbaren Formen erhalten sie derzeit eine große mediale Präsenz. Unsere Besorgten, Wohlmeinenden und Besserwissenden, überwiegend dem linksgrünen Spektrum entstammend, die aktuell, so ganz kurz vor der „Schicksalswahl“, ihre gnadenlose Hatz auf alle Andersdenkenden eröffnet haben. Jetzt werden wirklich alle Hemmungen, Reflexe und Bedenken abgelegt, die ein wohlerzogener, höflicher und demokratisch gesinnter Mensch eigentlich immanent in sich trägt. Jetzt kommt das reine, unverfälschte und sonst immer sorgsam verborgene Zweit-Ich so mancher Zeitgenossen zum Vorschein. Selbst gar nicht zu wählen, sei immer noch besser, als womöglich der AfD seine Stimme zu geben, wird den Bürgern gar vom CDU-Kanzleramtschef angeraten [1]. Damit spuckt man der bestehenden demokratischen Ordnung praktisch ins Gesicht.

Scheinbar ist eben nicht nur im Krieg und in der Liebe alles erlaubt – auch gegen den politischen Gegner von „rechts“ ist nun wirklich jedes Mittel recht. Die finale Schlacht um die Futtertröge und Machtpositionen ist im Begriff, das Deutschland, das wir kennen, komplett umzukrempeln – und demokratisch legitime Positionen dem eigenen Gutdünken nach, umzuinterpretieren. Eine andere Meinung zu vertreten, als die sattsam bekannten System-Apparatschicks und deren Anhänger vorgeben, gilt fortan nicht mehr als Grundrecht – sondern wird als eine Art von Verbrechen ausgelegt und mancherorts sogar kriminalisiert.

Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit konservativ-liberalen Positionen, anstelle von pauschalen Vorverurteilungen, findet selbstredend nicht statt. Aus gutem Grunde. Alleine der Verdacht, womöglich „rechts“ zu sein, genügt heutzutage bereits, um vollständig vom gesellschaftlichen Diskurs ausgeschlossen zu werden. Denn diesen wollen die „Regimegetreuen“ lieber untereinander gestalten. Das musste auch der bekannte Medienanwalt Joachim Steinhöfel feststellen, nachdem er ein Interview mit FDP-Chef Christian Lindner [2] führte. Glücklicherweise ist der „Steve McQueen“ der Anwaltsgilde keine Mimose und durchaus in der Lage, sich dennoch angemessen behaupten.

Vollständige Stigmatisierung einer komplett ordnungsgemäß legitimierten Partei

Da wird die AfD vom Grünen Parteivorsitzenden mit Migrantenbonus unverblümt in Korrelation mit Ausschwitz gebracht, aus gesetzeskonformen Konservativen werden laut Hubertus Heil und Sigmar Gabriel von der SPD kurzerhand Rechtsextremisten. Von Stegner und Konsorten einmal ganz zu schweigen. Normale Bürger, die ihre Partikularinteressen seriös, korrekt und regelkonform vortragen, werden als Hasser und Vollidioten deklariert. Nicht nur, dass dies ein besonders schlechter Stil ist – solch ein despektierliches Verhalten entbehrt selbstredend auch jeder demokratischen Grundlage. Und ist demzufolge in einem freien, aufgeklärten und säkularen Land mehr als unangemessen.

Es ist klar, dass in einer „heißen“ Wahlkampfphase wie im Moment, durchaus das eine oder andere unangebrachte Wort fällt, aber solch eine vollständige Stigmatisierung einer komplett ordnungsgemäß legitimierten Partei ohne jedwede weitere Differenzierung, die weder vom Verfassungsschutz oder sonstigen Institutionen beobachtet oder verfolgt wird, ist schlichtweg inakzeptabel. Rechten wird das „Menschsein an sich“ von einigen dieser Meinungsbildner regelrecht abgesprochen. Was noch vor einigen Jahren als vollkommen normal und selbstverständlich galt, wird heutzutage als rechtsextrem angesehen. Paradigmatisch gesehen; „nach links ist alles erlaubt, nach rechts wird alles verboten“.

Ein gespaltenes Land, das immer mehr seine Contenance verliert. Geifernde, aufgestachelte Linke, die in ihrem ohnmächtigen Zorn sogar nicht einmal mehr davor zurückschrecken, mit dem PKW direkt in den AfD–Stand [3] einer Fußgängerzone zu fahren, oder auch Plakatierer körperlich anzugreifen. Der Zweck heiligt eben die Mittel. So mutet es zumindest dem Betrachter von außen an. Es erhärtet sich auch zunehmend der Verdacht, dass durch diese verstörende Handlungsweise der System-Protagonisten von Linkspartei bis FDP der Eindruck entstehen soll, dass es eigentlich gar nicht mehr erlaubt ist, anders zu denken und vor allem zu wählen, als es diesen Herrschaften genehm erscheint.

Egal wie heftig die Attacken sind: Offensiv antworten ist Gebot der Stunde

Man muss es ja laut Finanzminister Schäuble den Menschen nur besser erklären, was gut für sie ist – dann verlieren auch Gesetze, Traditionen und gute Manieren ihre Bedeutung. Somit wird alles Gebaren einer aufgeplusterten Scheinmoral mit sozialistischem Überbau untergeordnet, die im Kern aber doch nur auf so profanen Dingen wie Macht, Einfluss und Geld basiert.

Es war also zu vermuten, dass es in dieser Phase des Wahlkampfes schmutzig wird. Jeder Politiker jenseits des Systemparteien-Konglomerats war sich dessen bewusst – und hatte Zeit, sich darauf einzustellen. Soll nur keiner behaupten, diese neuerlichen Angriffe kämen aus heiterem Himmel. Taktische Strategien damit umzugehen gibt es viele, aber nur wenige sind in diesem Zusammenhang auch zielführend. Offensiv darauf zugehen – und keinesfalls zurückweichen, egal wie heftig die Attacken auch werden, ist das Gebot der Stunde für die tapferen AfD-Recken. An dieser Stelle sei an die weisen Worte des Universal-Gelehrten [4] aus Köln, Ralph Giordano, anlässlich der Großmoschee-Einweihung dort erinnert: „Wer mich deshalb einen Rassisten nennt, den nenne ich einen H……“

So geht man auch als Intellektueller mit Anfeindungen unterhalb der Gürtellinie um – und nicht anders. Derweil alle hyperkorrekten Mitläufer, selbsternannten Blockwarte und andere Vorzeigebürger ihre Freundeslisten in den sozialen Netzwerken auf die „richtige“ politische Gesinnung ihrer Mitbürger hin überprüfen und sich selbst mit absolut reinem Gewissen präsentieren, wird komplett verkannt, was eigentlich ursächlich für die Polarisierung der Bewohnerschaft unseres Landes ist. Bildung, Gerechtigkeit und Digitalisierung seien die absolut vordringlichsten Themen unserer Zeit – nach Ansicht der Parteigranden, die allesamt in genau definierten Umlaufbahnen um die „ewige“ Kanzlerin kreisen.

Gleichwohl werden die wirklich relevanten Belange der Gesellschaft einfach übergangen, oder als die bekannten Einzelfälle und Zeitgeist-Entwicklungen heruntergespielt. Die Themen, die den Bürgern wirklich auf den Nägeln brennen, sind jedoch allseits bekannt und glasklar zu benennen. Die Menschen haben vielerorts Angst davor, abends überhaupt noch auf die Straße zu gehen – aber leider haben sie noch mehr Angst, die dafür verantwortlichen Zustände konkret zu benennen und sich eindeutig zu positionieren. Das Prinzip Hoffnung ist allgegenwärtig. Diese stirbt bekanntlich zuletzt. Aber sie stirbt.

Für ein Deutschland, in dem ein jeder dahergelaufene Nichtsnutz doppelt so viel „wert“ ist wie ein steuerzahlender Ingenieur. Dort, wo ein „alleinreisender Minderjähriger“ aus dem Mahgreb bis zu 5.000.-€ im Monat kosten kann. In dem laut aktuellen CDU-Wahlplakaten „jeder alles werden kann“ und es dennoch die meisten Zugereisten aus Arabien und Afrika partout nicht schaffen, sich vollständig von der staatlichen Alimentation zu entkoppeln. Wozu auch? So wie derzeit fast 43 % der türkischstämmigen Bürger schlicht nicht am Arbeits- bzw. Wertschöpfungsprozess beteiligt sind, wird sich auch die weitere Entwicklung der Abermillionen von Neubürgern seit 2015 gestalten.

Wer etwas anderes glaubt, ist schlichtweg nicht realistisch.

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