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„Alles, was ich liebe, haben weiße Männer geschaffen…“

Alles, was ich liebe, haben tote (und ein paar noch lebende) weiße Männer geschaffen, ob nun die Ölmalerei, das Distichon, den Kontrapunkt oder die Komödie, ob Matthäus-Passion oder die „Meistersinger“, Schuberts B-Dur-Sonate oder Bruckners Achte, Chopins Nocturnes oder Rameaus „Pièces“, ob die Hofzwerge des Velázquez, die Himmel Claude Lorrains oder die Fresken Giottos, ob „A la recherche du temps perdu“ oder „Pnin“, ob „Odyssee“, „West-östlicher Divan“ oder die Sonette des Großen Einzigen, ob Tschechows Erzählungen oder die Geschichten Jaakobs, ob Château Margaux oder Château Lafite-Rothschild, ob Lindenoper oder Scala, ob die Kathedrale von Amiens, die Basilica dei Santi Giovanni e Paolo oder San Francesco in Assisi, ob „Clockwork orange“ oder „Barry Lyndon“, zu schweigen von Rennrad, Chaiselongue, Speisewagen, Füllfederhalter, Dreiteiler, Crockett & Jones-Schuhen und halterlosen Damenstrümpfen…

(Eine aktuelle Widerrede von Michael Klonovsky in seinem Blog Acta diurna auf den grassierenden schwarzen Rassismus gegen Weiße. Dort wird auch Saul Bellow zitiert: „Wenn die Zulus einen Tolstoi haben, werden wir ihn lesen!“)