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Uganda: Imam heiratet aus Versehen Mann mit Kopftuch

Von REALSATIRE | Kopftuchdebatten werden im zunehmend bunten Deutschland zumeist bitterernst geführt. Dabei können die Verschleierungen auch bei gestandenen Moslems Verwirrung stiften, wie eine Groteske aus Uganda lehrt, über die deutsche Zeitungen wie Welt, Stern und Focus berichten.

Dort hatte ein Imam eine junge Frau mit Hijab kennengelernt, führte sie offenbar blind vor Liebe zum Traualtar und erlebte anschließend sein blaues Wunder. Seine bekopftuchte Frau entpuppte sich nach zwei sexlosen Ehewochen als Mann.

Sheikh Mohammed Mutumba (27), der Imam von Kyampisi Masjid Noor in Uganda, hatte sich spontan in eine junge Person in seiner Moschee verliebt, die dort verschleiert betete. „Ich suchte nach einer Frau zum Heiraten und als ich auf einem schönen Mädchen mit einem Hijab landete, bat ich sie um Liebe und sie akzeptierte. Wir haben uns verliebt, aber sie hat mir gesagt, wir könnten erst Sex haben, wenn ich Mitgift an ihre Eltern bringe und auch Ehegelübde austausche “, erzählte der Imam laut Daily Monitor.

Gesagt, getan: der verknallte Imam zahlte als Mitgift zwei Ziegen, zwei Säcke Zucker, drei bunte Kleider, einen Karton Salz und einen Koran an die Tante seiner Angebeteten. Dann Blitzhochzeit nach islamischem Zeremoniell. Hierüber existiert ein Foto, das das frischgetraute Paar an ihrem Hochzeitstag zeigt.

Wie der Uganda-Monitor berichtet, verbrachte das Ehepaar, das vor der Heirat keinen Geschlechtsverkehr gehabt habe, jedoch auch zwei Wochen seiner Ehe, „ohne das Recht auf Eheschließung zu genießen, da die „Braut“ behauptete, sie befände sich in ihrer Menstruation“.

Mit dem Honeymoon war es jedoch vorbei, als die „Braut“ beim Nachbarn einen Fernseher klaute. Der erstattete Anzeige, und eine Polizistin führte eine gründliche Leibesvisitation bei der Verdächtigen durch, die mit einem Hijab verschleiert war. Die Ordnungshüter mussten geschockt feststellen, dass die Verdächtige männliche Genitalien hatte und ihr BH ausgestopft war, um Brüste vorzutäuschen.

Vor allem aber fiel der getäuschte Imam wohl fast vom Glauben ab, als ihm erlaubt wurde, sich von den „privaten Teilen seiner „Frau“ zu überzeugen“, wie der „Monitor“ berichtet. Kurzum, bei der geehelichten Frau handelte es sich um Richard Tumushabe, 27, der den Betrug zugab, weil er den Imam ausnehmen wollte. Auch seine Mitgift-Tante geriet ins Visier der Ermittler, die behauptet hatte, sie kenne ihren Neffen nur als Nichte.

Inzwischen sitzt der Hochstapler ein und muss sich vor Gericht verantworten, auch weil er weitere Männer getäuscht haben soll. Der Imam wurde von seinen Ämtern suspendiert, wurde ebenfalls vor Gericht gestellt und wird selbst der Homosexualität verdächtigt, die in Uganda strafbar ist.

Grund genug für viele deutsche Zeitungen, die über die „versehentliche“ Heirat berichteten, der Sache einen moralisierenden Spin zu geben und unter „Homophobie“ einzuordnen. In vielen Fällen seien die homophoben Gesetze Überbleibsel aus der Kolonialzeit, schreibt etwa die WELT.

Wer den Schaden hat, braucht jedenfalls für den Spott nicht zu sorgen: „Ein gutes Argument für Sex vor der Ehe“, meint ein WELT-Forist, ohne dass sein Beitrag der Zensur zum Opfer fiel.