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Italien: „Libertà“-Rufe im Parlament gegen Corona-Maßnahmen

Am Freitag haben Mitte/Rechts-Abgeordnete in Rom den Rücktritt des italienischen Premierministers Giuseppe Conte gefordert. Am Donnerstag hatte die Conte-Regierung verschärfte Corona-Maßnahmen angeordnet, die in der Abgeordnetenkammer nicht gut angekommen sind.

Zu den Maßnahmen gehören harte Einschränkungen, wie zum Beispiel das Verbot von Ortswechseln innerhalb derselben Region, zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar und die Schließung der Skigebiete zwischen dem 4. Dezember und dem 6. Januar. Für den 25. und den 26. Dezember sowie für den 1. Januar gilt außerdem ein Verbot, die eigene Stadtgemeinde zu verlassen.

Die Abgeordneten hielten Transparente hoch mit der Aufschrift „Conte, dimettiti“ („Conte, trete zurück“) und skandierten mehrmals „Libertà“ („Freiheit“). Der Protest erfolgte, nachdem Conte die Maßnahmen beschlossen hatte, ohne das Parlament beim Treffen der Entscheidung miteinzubeziehen.

Sind solche temperamentvollen Proteste auch bei uns im Deutschen Bundestag möglich? Wohl eher nicht. Ein Kommentar von Markus Gärtner (Video oben).