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Hansjörg Müller: AfD sollte sich ein Beispiel an Herbert Kickl nehmen!

Kurz vor dem AfD-Bundesparteitag in Dresden an diesem Wochenende hat der bayerische AfD-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Müller die politische Linie des österreichischen FPÖ-Klubobmanns Herbert Kickl als Vorbild für die AfD in Deutschland bewertet. In einem Video-Interview mit dem Berliner Youtuber Thomas Grabinger („Digitaler Chronist“) empfahl er seiner Partei, die Standhaftigkeit und das Durchsetzungsvermögen Kickls auf die AfD zu übertragen und ihren Kurs entsprechend zu korrigieren.

In dem Online-Gespräch wurde nicht nur der Zustand der Alternative für Deutschland im Hinblick auf das vielbemühte Stichwort Einigkeit diskutiert, sondern besonders auch die Rolle der AfD innerhalb des bundesdeutschen Parteiensystems aus strategischer Sicht beleuchtet, wenn sie eine echte Opposition sein will.

Laut Müller beschränke Kickl seine Partei nicht hauptsächlich auf die Blase der parlamentarischen Arbeit, sondern pflegt darüber hinaus bei Demonstrationen auf der Straße den direkten Kontakt mit den Bürgern und ist auch medial sehr aktiv. Es komme darauf an, „die Menschen in ihrem Herzen anzusprechen“, so Müller. Wenn das die AfD endlich tun würde, könne sie auch im Westen Deutschlands so erfolgreich werden wie im Osten.

In Österreich hatte sich der FPÖ-Bundesobmann Norbert Hofer am Donnerstag in einer viel kritisierten Pressekonferenz auf die Seite der linken Medien geschlagen und Kickl „Selbstüberhöhung“ vorgeworfen und ihn aufgefordert, sich an die Maskenpflicht zu halten.

Kickls Antwort kam prompt: „Zwingen kann man nur jemanden, der sich zwingen lässt“. Einen Kickl kann man scheinbar nicht zwingen. Auch am Freitag erschien er im Parlament ohne die umstrittene FFP2-Maske. Die gesamte FPÖ-Fraktion schloss sich daraufhin Kickl an und erschienen ebenso ohne Maske.

Müller erläuterte in dem Gespräch auch seine Meinung zu den Corona-Maßnahmen: „Ja, es gibt das Corona-Virus, aber unser Immunsystem ist darauf gepolt, dass es damit zurechtkommt. Den Hochrisikogruppen nicht wirklich zu helfen und gleichzeitig 99 Prozent nicht Betroffene einzusperren und ihrer Grundrechte zu berauben, ist Wahnsinn.“

Gesprochen wurde auch über das Parteiensystem, das laut Müller an einem Endpunkt angekommen ist. „Wenn wir unser politisches System heute wieder so hätten wie damals vor 1989 in der BRD, könnte ich damit leben.“ Müller bemerkt eine große Veränderung über die letzten 30 Jahre: „Wenn ich das faktische politische System, das wir heute hier haben, mit der alten Bundesrepublik bis zur Wiedervereinigung vergleiche, dann merke ich, man hat mir meinen Staat gestohlen. Es laufen hinter der Fassade einer angeblichen Demokratie mafiöse Verstrickungen oligarchisierter Parteiapparate ab, die im Endeffekt ausführende Organe und Lobbyisten von Konzernstrukturen sind.“

„Um diese mafiösen Verstrickungen zu beenden, ist die Auflösung zentraler Machtstrukturen in den Parteiapparaten notwendig, die durch direkte Demokratie und Volksabstimmungen zu ersetzen sind“, so Müller.

Das Gespräch von Hansjörg Müller mit Thomas Grabinger wurde am 8. April veröffentlicht. Auch der Digitale Chronist ist inzwischen von der Zensur auf den großen Plattformen bedroht. Bei diesem Video wäre wegen der Corona-Thematik eine Verwarnung, ein so genannter „Strike“, auf Youtube zu erwarten gewesen. Deshalb ist das Video auf den alternative Kanälen des Digitalen Chronisten Rumble, Odysee und Bitchute verlinkt.