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Und Julian ging zum Regenbogen …

Von PETER BARTELS | Beide tragen Bart … Beide gucken blöd bis angestrengt … Der eine trägt lieber offen, der andere rote Krawatte … Und doch gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen Paul Ronzheimer (BILD-Stellvertreter in Berlin) und Sven Tritschler (AfD-Landtagsabgeordneter in NRW) …

Der AfD-Mann sagt frank und frei, dass er schwul ist, schreibt: „Ich brauche kein Stadion in Regenbogenfarben … Die Regierung soll stattdessen Schwulenhasser abschieben … nicht mehr ins Land lassen…“

BILD-Schwuchtel „Rotzheimer“ schmückt sich lieber „heldenhaft“ mit Stahlhelm und Panzerweste, versteckt sich noch lieber hinter der absoluten Mehrheit der Normalos… Und heuchelt, lügelt wie heute, dass es ihm angeblich längst nicht mehr um Orbans Werbeverbot für Schwule an Ungarns Schulen geht: „…sondern darum, ob wir uns trauen für unsere Werte einzutreten … weil sie (Schwule) so leben und lieben wollen, wie sie fühlen…“

Paules gesammeltes Gejaule! Und (fast) alle bei BILD ducken sich, schweigen betroffen oder betreten … Und sein „Freund“ und Chefredakteur Julian Reichelt vermanscht und missbraucht die zweitwichtigste, die letzte Seite, „künstlerisch“ zur schwarz-rot-goldenen Regenbogen-Graffiti-Wandzeitung. Je nun, sein Vorgänger, der BILD-Totengräber Kai Diekmann, hat BILD ja auch „künstlerisch“ verhunzen lassen, bevor er sie zum Leichnam verkommen ließ und so lange fledderte, bis sein CEO-Döpfner ihm erst den Arsch vergoldete, um dann reinzutreten … Im Gegensatz zu den Vorgängern Rambo & Django, die BILD so lange schwarz-rot-vergoldeten, bis die Wiedervereinigung endlich da war … Auch dank der mutigen Solidarnosc-Polen und ihrem Papst Wojtyla … Vor allem dank der  Ungarn, die ängstlich aber tapfer den Eisernen Vorhang der Sowjets für tausende DDR-Deutsche Urlauber via Wien durchlöcherten …

Und jetzt die Generation „danach“, die nie ein „davor“ hatte… Die Generation Wattebäuschen, die nie Hunger, nie Durst, nie Angst haben mußte … Die nie die Peitsche der Nazi-Knechtschaft knallen, nie die Ketten rasseln hörte, an denen sechs Millionen Juden in die Gasöfen von Auschwitz gezerrt wurden … Die nie den feuchten Muff der Sowjet-Kerker rochen … Nie ob der Zwangsfütterungen des Friedensnobelpreisträgers Sacharow im Gorki-Gulag kotzen mussten … Die weder den dröhnenden Stechschritt der SED-Schergen (heute rotgelockter LINKER Mummenschanz im Reichstag) in rotlackierten Knobelbechern noch die von Kugeln zerfetzten jungen Männer und Frauen an der Mauer verbluten sahen, die nur in die Freiheit im Westen wollten …

Heute ist der Westen der Osten von einst. Und die regenbogenfarbenen Wattebäuschen, Corona- und Klima-Klabauter-Männinnen, setzen Gott und seine Schöpfung einfach ab; heute Mann, morgen Frau, übermorgen Meerschweinchen. In jedem Fall Homunkulus. Gott? Darwin? Das goldene Skalpell kann alles besser. Im übrigen: Kleider machen nicht nur Leute! Mann und Frau auch! Sogar mit Dutt  Plissierröckchen; der Tanga-Slip passt immer …

Nur: Es sind und bleiben weniger als drei Prozent, zählen wir in Gottesnamen die „Gelegentlichen“ zwei Prozent dazu, sind es atemberaubende fünf Prozent, die „anders“ sind oder sein wollen.  95 Prozent küssen nach wie vor lieber ihre Freundin. Oder ihre Frau. Die verdammte Schöpfung hat sich, wird sich auch nicht ändern. Viel Lärm also um nichts? Nicht ganz, Mister Shakespeare: Diese lächerliche Minderheit ist längst die Spinne im Netz: Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen, Magazine, Werbung, Meinungsforscher – überall plärren sie die wie immer schläfrige, bestenfalls arglose Mehrheit mit ihrem Gekeife zu.

Und selten mit offenem Visier, meistens subkutan oder intravenös; Anne Will will ja, dass viele wollen, was sie wollte und wurde: Lesbe! Und die radebrechende, kubanische RTL-Dance-Dole, der intellektuelle Nackt-Mull im Dschungelcamp, der schieläugige Schwule, der über Frauen herzieht, die ausgerechnet er anziehen soll – wohin unsereiner auch schaltet oder blättert – die Mehrheit ist die Minderheit. Oder gerade im Umerziehungslager. Wie’s beliebt. Aus Weiß muss Schwarz werden. Aus Christen Moslems. Warum also nicht aus Männern Weiber. Aus Frauen MännInnen?? „Lebensborn“ beginnt in der Schule. Im Kopf. Der Rest ist gelernt …

Jetzt also auch der Sport. Fußball. Heute Ungarn. Mit diesen Ungarn richtete sich Deutschland 1954 auf den fast noch rauchenden Trümmern des Krieges wieder zur Nation auf. 3:2! Die Unbesiegbaren wurden besiegt. Das Wunder von Bern. Sepp Herberger, Fritz Walter, Helmut Rahn …  Und weil Ungarns Premier Victor Orban uns auch darum die Ehre geben wollte, sollte das Münchner Stadion komplett in Regenbogen getaucht werden. Es sollte Orban sagen, wer in Deutschland das Sagen hat: Die Schwulen! Die UEFA stoppt die durchsichtige Wahlkampf-Demo der SPD-Regierung in München. Und seitdem greinen die „Rotzheimers“. Und sein (Hetero-) Chef Julian Reichelt ging zum Regenbogen …

Ach was: Buckelte sich zum Regenbogen!! Frauenanbeter Mario Simmel, Dein Jimmy mag ganz ruhig sein, dieser Julian schießt sich selbst ins Bein …


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.