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Die AfD nach der Bundestagswahl

Von PROF. EBERHARD HAMER | Die schlechte Nachricht zuerst: Die AfD hat in Westdeutschland mehr als 20 Prozent Wähler verloren.

Die gute Nachricht danach: Die AfD ist in Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt Volkspartei geworden und auf dem ersten und zweiten Platz.

Auch die Überraschung war positiv: Dass nämlich die AfD trotz des größten (und teuersten) Medienboykotts offenbar eine sichere Stammwählerschaft über zehn Prozent erhalten hat.

Solches Ausmaß der politischen, gesellschaftlichen und Medien-Hetze gegen die AfD hat es seit Hitler nicht mehr gegeben.

AfD-Mitgliedern wurde die Mitgliedschaft in Kirchenchor, Sportverein, kirchlichen Institutionen, Sozialorganisationen, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Einrichtungen gekündigt. Sie wurden gesellschaftlich ausgegrenzt, nur weil sie politisch anderer Ansicht waren als das Altparteienkartell. Und das Ganze wurde auch noch mit der Verteidigung von Demokratie, Gleichheit und Menschenwürde zu verbrämen versucht.

Auch nachweisbare Tatbestände zu nennen, wurde bereits als Radikalismus verflucht,

  • dass z.B. eine systematisch gesteuerte Umvolkung stattfindet, die bereits in den Schulen und Großstädten Ausländermehrheiten gebracht hat,
  • dass nur 30 Prozent der Immigranten in den Arbeitsmarkt gelangen und mehr als 70 Prozent aber „auf Dauer dem Sozialsystem zur Last fallen werden“, und dass deshalb die ohnehin aus der Bevölkerungsstruktur angespannten Sozialsysteme platzen werden,
  • dass die Altparteien – abgelenkt vom Corona-Aufschrei – mehr als drei Billionen Euro Schulden der europäischen Pleiteländer, Zombiebanken und Zombiekonzerne übernommen haben. Eine so gigantische Verschuldung, die zwangsläufig zum Wohlstandsverlust der deutschen Bevölkerung führen muss,
  • dass die Regierung Merkel im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern in Panik Atomkraftwerke verboten und eine unrealistische Energiewende beschlossen hat, die dem deutschen Verbraucher die höchsten Energiepreise der Welt schon jetzt beschert.

Diese und andere Fakten auch nur zu nennen oder zu publizieren, galt in den Täterparteien als rechtsradikal, politisch verantwortungslos und so boykottwürdig, dass die Medien Verlautbarungen der AfD dazu bewusst unterdrückten und sogar Bundestagsreden boykottierten.

Seit Ketzerverbrennung und Nationalsozialismus hat es solchen Hass gegen eine andere Meinung in Europa nicht gegeben.

Dass dennoch viele AfD-Mitglieder und Funktionäre standhaft geblieben und dass die Repräsentanten der AfD immer besser geworden sind, hat wesentlich dazu beigetragen, ihren guten Ruf zur Volkspartei zu festigen. Sie ist eben bei den Wählern beliebter als bei den alten Funktionären der anderen Partei, den Medien und der von den Medien gesteuerten rot-grünen Yuppie-Bewegung.

Insofern bietet das Wahlergebnis 2021 eine solide Basis für politisches Wachstum der AfD bei Selbstdenkern, Querdenkern, strategischen Denkern, die die oben genannten Fehler der Altparteien durchschauen können und die Folgen voraussehen.

Die Merkel-Funktionärsclique hat den deutschen Wohlstand zum Scheinwohlstand ausgehöhlt (Schuldenberg), Sozialsysteme von Nothilfe zu „Existenzsicherung für alle“ umgedreht, die Leistungsträger ausgepresst, um immer neue Leistungsnehmer zu schaffen und herbeizuholen und hat die traditionellen deutschen Tugenden und Leitideen verstoßen, nivelliert und durch Phantom-Ideen (Klimarettung) und Lustziele (Spaß als Lebensziel) ersetzt.

Das kann nicht halten und wird nicht halten, wenn das Kartenhaus des internationalen Finanzsystems zusammenbricht, wenn die Sozialsysteme nicht mehr finanzierbar sind und korrigiert werden müssen, wenn die Bürger noch mehr Wohnung und Wohlstand mit weiteren Millionen importierten Sozialforderern teilen müssen und wenn das große Lügengebäude von Ansprüchen an der Wirklichkeit zerplatzt.

Bleibt die AfD bei ihren Kernaussagen zur Immigration, zur internationalen Schuldenübernahme und zur Energiewende, so hat sie damit ein einzigartiges Kontrastprogramm zu allen anderen Parteien, steht aber im unvermeidlich kommenden Crashfall auch als einzige unschuldige Partei an den Crash-Ursachen da.

Der kommende Wirtschaftscrash wird wie jeder frühere die herrschenden Funktionäre aus den Ämtern jagen und neue ehrlichere Politiker suchen. Hier kommt für die AfD die große Chance ihrer politischen Ehrlichkeit.

Sie muss nur weiterhin überzeugende Repräsentanten bieten, innere Einigkeit und Konsequenz in ihren Aussagen.

Der Weg zur politischen Macht ist nicht kurz-, sondern langfristig, braucht langen Atem, Standfestigkeit und Konsequenz.


Prof. Eberhard Hamer.
Prof. Eberhard Hamer.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (*15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.