- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Orbán: „Der Hauch einer Breschnew-Doktrin weht durch Europa“

Zum 65. Jahrestag des ungarischen Volksaufstands von 1956 hat Viktor Orbán, der ungarische Ministerpräsident, eine Rede in Budapest gehalten.

In dieser Rede spielte er auf die Zusammenstöße zwischen Anhängern der Fidesz-Partei und der Bereitschaftspolizei bei den Ausschreitungen von 2006 am Jahrestag der Revolution von 1956 an. Er sagte, dass es vor 15 Jahren auf der einen Seite „Tränengasgranaten“ und auf der anderen eine betrogene und gedemütigte (ungarische) Nation gegeben hätte.

Weiter führte er an, dass es „Jahre gedauert habe, um das Chaos, das die linke Regierung hinterlassen hat, zu beseitigen, aber es ist uns gelungen, Ungarn wieder auf die Beine zu stellen“.

Auf den historischen Ort seiner Rede anspielend, sagte er: „Vor 15 Jahren standen sich hier an der Ecke der Straßen Andrassy und Bajcsy-Zsilinszky Vergangenheit und Gegenwart gegenüber.“

„Auf der einen Seite waren Tränengasgranaten, Gummigeschosse, nicht identifizierbare Polizisten in Zivil gekleidet und Wasserwerfer“, sagte Orbán. „Auf der anderen Seite stand eine betrogene und gedemütigte Nation, die … wieder einmal gezwungen war, sich anzuhören, dass sie morgens und abends belogen worden waren.“

„Auf der einen Seite war eine Macht, die mit hunderten von Tricks betrogen hatte … und auf der anderen standen verzweifelte Menschen, die sich hinter den riesigen Buchstaben der Freiheit aufstellten.“

„Zum Glück überdauerte die nationale Einheit und Arbeiter, Ingenieure, Landwirte, kleine und mittelständische Firmen, Wissenschaftler, Lehrer, Krankenschwestern und Ärzte haben die Trümmer beseitigen können“, sagte Orbán in seiner Rede.

Danach zählte er die Erfolge seiner Regierung auf: „Wir haben eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen, Kredite in Fremdwährung abgeschafft, die Steuern gesenkt und im kommenden Jahr wird der Mindestlohn höher als der Durchschnittslohn zu Zeiten der Sozialisten sein.“

„Wir haben multinationale Konzerne besteuert, Familien beschützt, und nun sind unsere Stromrechnungen die niedrigsten in Europa“, sagte er.

Darüber hinaus werden Familien, die Kinder großziehen, die diesjährigen Steuern zurückerstattet, bemerkte er.

„Es gibt Momente im Leben einer Nation, in denen jeder plötzlich das Gefühl hat, dass genug endlich genug ist; die Dinge können nicht so wie bisher weitergehen“, sagte Orbán.

„Wir müssen uns entscheiden, und diese Entscheidung wird deutlich machen, wer wir wirklich sind. Es wird sich für eine ganze Nation herauskristallieren, was diese Nation wert ist. Ob eine Nation schweigt oder protestiert, ob sie sich mit der Situation abfindet oder sich dagegen auflehnt, ob sie zur Seite schaut oder aufrecht steht, ob sie sich zurückzieht oder den Kampf aufnimmt“, sprach Orbán.

Auf die Ereignisse von 1956 Bezug nehmend sagte Orbán: „Wir Ungarn haben die richtige Entscheidung getroffen: Wir haben protestiert; wir standen aufrecht und kämpften“.

Das bedeute, sich für Freiheit und gegen Gefangenschaft und gegen die Besatzung einzusetzen, sagte Orbán.

„Wir werden verhindern, dass die LGBTQ-Propaganda Einzug in unsere Schulen findet“, fuhr der Premierminister fort.

Orbán sagte, Brüssel müsse endlich verstehen, dass am Ende „nicht einmal die Kommunisten weit mit uns gekommen sind“.

„Wir sind das Sand im Getriebe, der Schraubenschlüssel im Werk …“ „Wir sind der David, den Goliath lieber meiden sollte“, sagte er.

„Wir sind diejenigen, die 1956 dem globalen Kommunismus einen Schlag zugeführt haben und die den ersten Ziegelstein aus der Berliner Mauer geschlagen haben“, fügte Orbán hinzu.

Der Premierminister sagte, die Ungarn würden immer noch denjenigen die Stirn bieten, die darauf bestehen, dass die Ungarn falsch liegen, um am Ende doch Recht zu haben.

Die Ungarn würden „ein drittes Mal“ Recht behalten, wenn sie ihre Haltung zu den Themen Energiepolitik und Migration beibehalten.

„Es wird ein Referendum geben und wir werden unsere Kinder beschützen“, erklärte Orbán. „Ungarn wird das erste Land in Europa sein, das die überhebliche LGBTQ-Propaganda am Schultor abweist.“

Ministerpräsident Viktor Orbán sagte: „Der linke Flügel, wie auch immer er sich verkleidet, bleibt weiterhin noch derselbe linke Flügel“.

Orbán zitierte aus dem Matthäusevangelium: „Hütet euch vor falschen Propheten, die im Schafspelz zu euch kommen … an ihrer Frucht werdet ihr sie erkennen. Der gute Baum bringt gute Früchte und der schlechte Baum bringt böse Früchte.“

Er sagte, der linke Flügel „beginnt damit, Lügen zu erzählen, fährt mit Gewalt fort und hinterlässt dann alle bankrott zurück.“

Orbán sagte, dass Ungarns linker Flügel von internationalen Kräften so massiv unterstützt werde, dass „nur Millionen von Ungarn, die sich zusammenschließen, ihn besiegen können“.

„Die wahre Herausforderung und sogar Bedrohung sind die internationalen Kräfte – das Geld, die Medien und das Netzwerk dahinter“, fügte Orbán hinzu.

Der Premierminister forderte die Menge auf, sich aufeinander zu verlassen, denn „das ist unsere Stärke … kein Dollar oder Euro der Welt kann uns das wegnehmen“, sagte er.

Orbán beendete seine Rede mit den Worten: „Wir kamen, wir sahen und wir werden wieder gewinnen. Der Herr schaut vor allem auf uns und Ungarn! Vorwärts Ungarn! Vorwärts Ungarn und Ungarinnen!“

Beitrag teilen:
[1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]
[9] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8]