1

TeamKinderschutz: Gegen Frühsex, Impfzwang und Zwangsgenderismus

Die Ampel gibt „grünes Licht“ für den Angriff auf die traditionelle Familie. Recht auf Abtreibung, Transgenderismus, Abschaffung des besonderen Schutzes der Ehe, „Kinderrechte“ gegenüber den Eltern bei gleichzeitiger Akzeptanz von sexueller Migrantengewalt gegen Kinder, Frühsexualisierung und LGBTQ-Propaganda in Kitas und Schulen sowie Impfzwang und Maskenterror in Schulen. Kein Wunder, dass das Thema #kinderschutz im Internet lebhaft diskutiert wird.

Kein Thema bewegt Eltern wie das Wohl ihrer Kinder. Als alternative US-Medien enthüllten, dass in Loudoun County im Bundesstaat Virginia im Mai ein Mädchen von einem Jungen im Rock auf einer „gender-nicht-binären“ Schultoilette oral und anal vergewaltigt wurde, und nicht etwa der Täter, sondern der wütende Vater verhaftet wurde, organisierten sich die Eltern zum Protest. Die linken Demokraten stürzten im Vergleich zur Präsidentenwahl im Vorjahr um 18 Prozent ab, die Republikaner gewannen alle wichtigen Ämter, u.a. die erste schwarze Frau als Vizegouverneurin, Winsome Sears.

Auch in Deutschland organisiert sich der Widerstand der Eltern gegen Transgender-Ideologie, frühkindliche Sexualisierung und linke sexuelle Gewalt gegen Kinder. Am 14. August veranstaltete die AfD im Landschaftsverband Westfalen-Lippe den ersten „Kinderschutzkongress“, mitorganisiert durch Mitglied „Botin“ (hier auf GETTR), die sich zum Ziel gesetzt hat, „dem Aufschrei des Entsetzens über zunehmende Mädchenmorde und Kinderehen Gehör zu verschaffen“.

Der „Kinderschutzkongress“ zog die Aufmerksamkeit des berüchtigten t-online-Doxxers Lars Wienand auf sich, der in einem langen und reichlich verworrenen Artikel mit dem Titel „Ein Kinderschutz-Phantom geht um in der AfD“ den Beteiligten vorwarf „mit heißer Luft Kinderschutz“ vorzugeben. Wienand suggerierte ohne Belege, die Kinderschützer würden „Spenden ins Nichts“ veruntreuen, muss aber selber im Text zugeben, dass die Kinderschützer offenbar gar kein Interesse an seiner angeblichen Spendenbereitschaft hätten. Schließlich arbeiten alle ehrenamtlich, und riskieren aus Idealismus Ruf, Karriere und Antifa-Attacken, während Profi-Doxxer wie Wienand auch noch Zuspruch und Ehrungen der linken Kollegen erwarten dürfen.

„Es kam noch doller“, schreibt Botin. „Wienands Tweet, in dem dieser seinen Hetzartikel promoten wollte, wurde von keinem Geringeren als der unlustigen Witzfigur Jan Böhmermann retweetet. Was nun natürlich dazu führte, dass viele der Twitter-Nutzer, die einst auf #Böhmermanns Block-Liste landeten, sich mit #TeamKinderschutz und jedem der dort aktiven Kinderschützer solidarisierten. Wer #GEZ-Goliath #Blödermann samt Werbe-Gigant Ströer gegen sich hat, landet offenbar einen veritablen Volltreffer.“

Der erfolgreiche Kinder- und Mädchenkongress zeigte laut Veranstalter: „Viele Gleichgesinnte zur gleichen Zeit am gleichen Ort für gleiche Anliegen. Nichts Surreales, sondern sehr Reales. Keine Fakes, sondern echte Menschen. Keine ‚erfundenen‘, sondern echte Mitstreiter. Reale Initiativen zum Opferschutz, die viel größer sind als sie tatsächlich aussehen.“

TeamKinderschutz orientiere sich nicht „an den dubiosen Grundlagen der sogenannten „emanzipatorischen“ (linksfeministischen, verfehlten) Mädchenarbeit“, so die Veranstalter. „Die bessere, Mädchen-beschützende rechte Mädchenarbeit der AfD blendet im Gegensatz zu linker/liberaler Mädchenpolitik die wahren Gefahren für junge Mädchen nicht aus: Kinderehen, islamische Loverboys, Ehrenmorde/Mädchenmorde: RIP, Maria, Mia, Susanna, Leonie!“




COMPACT.Der Tag: Sachsen-Wut gegen den Impfzwang

Ausgangssperren, Versammlungsverbote – die Corona-Politik in Sachsen wird wieder härter. Vor allem, aber keineswegs nur für die etwa 40 Prozent Ungeimpften. Doch die sind schuld, jedenfalls nach Ansicht der Staatsregierung in Dresden. Aber in Sachsen wächst auch der Protest, vor allem an Montagen. In dieser Woche waren wieder Tausende auf den Straßen – die Einzelheiten erfahren Sie bei COMPACT.Der Tag vom 23. November. Das sind die Themen im Einzelnen:

  • Kretschmer verhaften? – Mit dem Lockdown in Sachsen wir der Tonfall schärfer
  • Gewalt im Lockdown – Was die Zahlen wirklich sagen
  • Weihnachten und Wisconsin – Freddy Ritschel fragt sich: Wem nützt der Terror?
  • Freie Bildung – Endlich lernen ohne Woknes und Gender?
  • Das Letzte – Das Gruselkabinett der Ampel



Alternative Gewerkschaft startet Projekt „Werde Betriebsrat“

2018 startete die alternative Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ das Projekt „Werde Betriebsrat“. Bekanntlich werden die allergrößten Teile der betrieblichen Mitbestimmung durch Vertreter der DGB-Gewerkschaften, insbesondere der IG-Metall und Ver.di, besetzt. Diese nutzen ihre betrieblichen Vertreter ganz gezielt, um ihre politischen Ansichten und Ziele in den Betrieben zu verankern und somit die Spielregeln im täglichen Miteinander zu bestimmen.

Derzeit steht nach „Corona“ das Thema „Gender“ im Fokus und wie bei anderen Themen werden auch hier kritische und abweichende Stimmen mundtot gemacht und das Äußern von Meinungen derart sanktioniert, dass viele Menschen sich nicht mehr trauen, ihre Meinung frei zu äußern. Damit diese Praxis sich nicht noch weiter etablieren kann, will die alternative Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ das Projekt „Werde Betriebsrat“ erneut starten.

Im Frühjahr 2022 werden die Betriebsratsgremien im ganzen Land gewählt. In Anbetracht der wirtschaftlichen Umstände und der oben geschilderten Thematik ist es wichtiger denn je, den Kampf um die Betriebsratsmandate aufzunehmen. Jeder gewonnene Sitz ist ein Verlust für die Vertreter der DGB-Gewerkschaften und ihrer Handlanger. Welche politischen Ansichten durch diese Vereinigungen vertreten werden, sieht man an jedem Wochenende auf den Gegendemonstrationen, die landauf und landab stattfinden.

Die alternative Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ ist bereit, ihr Wissen und ihre  Erfahrung einzubringen, um gewillte Aktivisten zu unterstützen. Von der Erstellung der Wahllisten bis hin zu Schulungen über die Rechte und Pflichten von Betriebsräten und was sonst notwendig ist, um gut und sicher in diesem Amt zu starten, stellt die alternative Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ Interessenten unentgeltlich zur Verfügung.

Es ist mehr als überfällig, dass die rot-grünen Arbeitnehmervertreter ihre Monopolstellung verlieren und sie nicht länger ihre politischen Ansichten als die Meinung ganzer Belegschaften verkaufen können. Mit dem Projekt „Werde-Betriebsrat“ kann ein Zeichen gesetzt und gezeigt werden, dass weder die Arbeiter noch die Angestellten zu großen Teilen die politische Agenda der DGB-Gewerkschaften teilt und unterstützt.




Christine Anderson: Die 3G-Regel ist Willkür und pure Schikane!

Ab diesem Mittwoch haben im Europäischen Parlament nur noch geimpfte, getestete oder genesene Abgeordnete und Mitarbeiter Zutritt. 3G ohne jegliche Ausnahme, an allen Sitzen des Parlaments. Dagegen haben am 28. Oktober sechs Abgeordnete, unter anderem die deutsche AfD-Vertreterin Christine Anderson, auf einer Pressekonferenz in Brüssel massiven Widerstand angekündigt (PI-NEWS berichtete). Das Video der Pressekonferenz ging viral und Anderson erhielt viele Interviewanfragen, unter anderem vom ZDF. Auch PI-NEWS hat die mutige Hessin für ein Interview angefragt und außergewöhnliche Antworten erhalten.

PI-NEWS: Frau Anderson, die Pressekonferenz von Ihnen und fünf weiteren Abgeordneten des Europäischen Parlaments zur Einführung der 3G-Regel hat für großes Aufsehen gesorgt, die entsprechenden Videos gingen viral. Hatten Sie damit gerechnet?

ANDERSON: Nein, überhaupt nicht!  Vor allem ist das alles ohne mein Zutun passiert.  Ich habe am Samstag von meiner Tochter erfahren, dass ich gerade auf Twitter „viral“ gehe.

Was war das Hauptanliegen bei Ihren Statements?

Mein Hauptanliegen war es, die Bürger dafür zu sensibilisieren, was um sie herum passiert:  Wir haben es – schon seit Jahren – mit einer schrittweisen Aushebelung bürgerlicher Freiheitsrechte zu tun.  Verfassungsrechtlich garantierte Grundrechte werden zunehmend als Privilegien betrachtet, die die Regierungen den Bürgern unter gewissen Bedingungen gewähren oder nicht gewähren. Bürgerliche Freiheitsrechte sind keine „Leckerli“, mit denen die Regierung uns Bürger, Hunden gleich, für Wohlverhalten belohnt!

Erwarten Sie, dass der Präsident des EU-Parlaments, David Sassoli, seine Entscheidung revidiert?

Es wäre wünschenswert, dass Sassoli sich besinnt.  Bedauerlicherweise sehe ich hierfür keine belastbaren Anhaltspunkte.  Im Gegenteil: Die vorliegende Entscheidung, das Betreten des EU-Parlaments unter den Vorbehalt der 3G-Regel zu stellen, ist nicht etwa nach einer Debatte und darauffolgenden demokratischen Abstimmung gefallen.  Diese Entscheidung hat Präsident Sassoli, einem Feudalherrscher gleich, mit sich selbst abgemacht!  Selbst der Personalrat sprach sich mehrheitlich gegen diese höchst diskriminierende Maßnahme aus. Einige MEPs, darunter auch ich, forderten Sassoli auf, eine solch bedenkliche Entscheidung wenigstens in einem ordentlich anberaumten Bureau Meeting zu erörtern.  Nicht einmal das hielt er für nötig.

Was werden Sie tun, wenn Ihnen und Ihren Mitarbeitern bei der nächsten Sitzung am 8. November der Eintritt ins EU-Parlament in Brüssel verwehrt wird?

Das ist eine gute Frage, auf die ich derzeit keine abschließende Antwort habe.  Ich lasse derzeit juristisch prüfen, welche Möglichkeiten ich habe. Es ist jedenfalls nicht hinnehmbar, dass mir als frei gewählter Abgeordneten der Zugang zum Parlamentsgebäude verwehrt wird, beziehungsweise mir der Zutritt nur nach Erfüllung willkürlich aufgestellter Auflagen gestattet wird.  Das ist ein schwerer Eingriff in die Ausübung meines Mandats.  Zum Zweiten verstößt diese Regelung, nach der nur Ungeimpfte sich einem Test unterziehen müssen, gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz.  Auch Geimpfte können sich weiterhin mit COVID-19 anstecken und das Virus vor allem auch verbreiten.  Ginge es tatsächlich darum, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden, müsste der Testzwang folgerichtig für ALLE gelten. Dass dem gerade nicht so ist, entlarvt die 3G-Regel als das, was sie ist:  Willkür und pure Schikane!

Einen dritten Aspekt, den es anzusprechen gilt, ist die unzulässige Beweislastumkehr der 3G-Regel:  Nicht der Bürger muss gegenüber dem Staat nachweisen, dass er von seinen Grundrechten Gebrauch machen darf.  Nein!  Es ist der Staat, der jede Grundrechtseinschränkung sorgfältig abwägen und nachvollziehbar begründen muss, wobei die Einschränkungen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sein müssen. Das erscheint mir bei vielen der „Corona-Maßnahmen“ nicht der Fall zu sein, weswegen immer mehr Gerichte, verschiedene Maßnahmen für nichtig erklärt haben.

Das Brüsseler Berufungsgericht beispielsweise hatte Ende März 2021 verfügt, dass der belgische Staat alle Anti-Coronavirus-Maßnahmen innerhalb von 30 Tagen aufheben müsse, da es keine ausreichende Rechtsgrundlage dafür gebe. Infolgedessen sind mit Wirkung vom 8. Mai 2021 sämtliche, das öffentliche Leben betreffende Maßnahmen außer Kraft gesetzt worden.  Das führte zu der absurden Situation, dass im EU-Parlament zwar tagsüber alle weiterhin brav mit Maske herumrannten und unverhältnismäßigen Abstandsregelungen unterworfen waren, nur um nach Dienstschluss keine 30 m entfernt am Place du Luxembourg eines der vielen Restaurants zu besuchen und dort dicht gedrängt und ohne Maske (!) die Spiele der Fußball-Europameisterschaft zu verfolgen.

Das spanische Verfassungsgericht hat kürzlich entschieden, dass die Verhängung des Ausnahmezustandes und damit die Corona-Maßnahmen rechtswidrig waren, mit der Folge, dass alle aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen verhängten Bußgeldbescheide nichtig sind und den Bürgern erstattet werden müssen.

Gibt es auch außerhalb der ID-Fraktion Abgeordnete, die mit der 3G-Regel im Europäischen Parlament nicht einverstanden sind?

Ja, die gibt es. So zum Beispiel mein Kollege Cristian Terhe?, Mitglied der EKR-Fraktion.  Die Kollegen Francesca Donato und Ivan Vilibor Sin?i? sind fraktionslos.  Interesse an unserer Initiative bestand auch bei einigen Kollegen aus den Fraktionen der EPP, den Grünen und den Linken.  Bedauerlicherweise hielten diese Kollegen die Einhaltung des sogenannten cordon sanitaire für wichtiger als die Verteidigung von Freiheit und Demokratie und zogen im letzten Moment ihre Zusage der Mitwirkung zurück.  Welche Schlüsse aus dem Verhalten dieser Abgeordneten zu ziehen sind, möge ein Jeder selbst entscheiden.

Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung der Corona-Krise in den europäischen Staaten in den nächsten Monaten ein?

Ich fürchte, man wird die Bürger weiterhin von morgens bis abends mit völlig irrelevanten Zahlen (Inzidenzen, Neu-Infektionen, Intensivbettenauslastung) traktieren, die gänzlich ungeeignet sind, korrekte Aussagen über das Ausmaß des Pandemiegeschehens zu treffen.  Es geht dabei in erster Linie darum, die Bürger in Angst und Schrecken zu halten.  Das ist notwendige Voraussetzung, um dem Bürger weiterhin vorgaukeln zu können, dass Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit für die Regierung keine unmittelbare Bindung entfalten, sondern lediglich Optionen sind, deren Beachtung im Ermessen der Regierung gestellt liegen.

Worauf müssen sich die Deutschen bzgl. Corona unter einer Ampel-Koalition gefasst machen?

Das grundsätzliche Problem einer Ampel ist, dass rot und grün der deutlich dominierende Anteil ist, während gelb nur gelegentlich – und selbst das nur kurz – mal dazwischen blinkt!  Aber wieder mal hat sich der Wähler von liberal anmutenden Schaufensterreden der FDP blenden lassen und wird nun – einmal mehr – erleben, dass er zwar Freiheit wollte, aber gelb-lackierte, sozialistische Vollbunt-Toleristen bekommen hat.

Für die rot-grünen Sozialisten ist die „Corona-Krise“ – genau wie jede andere Krise – ein höchst willkommener Vorwand, um illiberale, die Freiheit einschränkende und die Demokratie unterminierende Maßnahmen zu durchzusetzen.  Dies geschieht alles freilich nur in bester Absicht.  Auch wenn George Bernard Shaws Worte „der Weg zur Hölle ist stets mit guten, niemals aber mit schlechten Absichten gepflastert“, inzwischen hinreichend bekannt sein müssten, so führt es eben noch immer nicht dazu, dass Bürger ihre Regierungen kritisch hinterfragen. Aber die zunehmende Gängelung der Bürger durch „Corona-Maßnahmen“ erscheint mir unter der Ampel-Koalition ein vergleichsweise kleines Problem, wenn man bedenkt, was da noch alles an ideologischem Blödsinn (Green Deal, CO²-Neutralität, E-Automobiltät, Geschlechterparität, Gender-Irrsinn, „hate speech“-Bekämpfung, EU-Superstaat) auf uns zukommt.

Ich fürchte aber, dass es kein Halten mehr geben wird.  Die Grünen fangen doch gerade erst an, sich ihre bislang nur lustvoll ausgemalten Verbotsfantasien nun als Regierungspartei endlich Realität werden zu lassen.  Wenn uns also bislang alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten war, so wird uns wohl bald alles verboten sein, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.  Na, Bravo!

Die AfD ist im Deutschen Bundestag nahezu kaltgestellt von den Altparteien und auch im EU-Parlament haben die rechts-konservativen Parteien nicht die nötige Durchschlagskraft, um dem Corona-Irrsinn ein Ende zu setzen. Ist nur noch außerparlamentarische Opposition und der Protest auf der Straße zielführend?

Nein!  Die Herbeiführung politischer Änderungen ist keine Frage von entweder/oder. Der Protest der Bürger auf der Straße im Rahmen von Demonstrationen (Art. 8 GG) einerseits und die Parlamentarische Oppositionsarbeit sehe ich als voneinander unabhängige, aber gleichberechtigt nebeneinanderstehende Optionen. Es ist richtig, dass man die parlamentarische Oppositionsarbeit der AfD, wo es nur geht, zu unterbinden versucht.  So wird uns das Recht der parlamentarischen Partizipation mit allen, legitimen und illegitimen Mitteln, wie etwa der „Anpassungen“ von Geschäftsordnungen, verunmöglicht.  Wir können die etablierten Parteien zwar nicht zwingen, demokratische Prinzipien zu achten.  Wir können sie aber dazu zwingen, ihr antidemokratisches Verhalten immer unverhohlener zu offenbaren und treiben allein durch unsere bloße Existenz in den Parlamenten den Preis in die Höhe, den die „Vorzeige-Demokraten“ für ihre durchschaubaren Aktionen zahlen müssen.

Gleiches gilt für die Versuche, gegen die Regierung demonstrierende Bürger, durch Zuschreibung diffamierender Begriffe (Rechtsradikale, „Nazis in Nadelstreifen“ usw.) sozial zu ächten, um ihre Kritik an der Regierung, so berechtigt sie auch sein möge, von vornherein jegliche Legitimation abzusprechen.  Die Diffamierung von Teilen der Bürger muss mit der Ausweitung dieser völlig bürgerfernen und irrationalen Politik auf immer mehr Politikfelder zwangsläufig auf immer größere Teile der Bürger ausgeweitet werden.  Waren es 2012 nur die Euro-Kritiker, die als „Europa-Feinde“ stigmatisiert und damit delegitimiert wurden, so traf es 2015 alle Pegida-Anhänger und schließt heute all diejenigen ein, die die „Corona-Maßnahmen“ in Frage stellen oder es gar wagen, die „beglückende, freiheitsbescherende Zwangsimpfung“ abzulehnen.  Der Kreis derer, die die „zivilcouragierten Weltverbesserer“ als außerhalb der Gesellschaft stehend betrachtet, wird also immer größer.  Aber das Spiel kann nicht endlos fortgesetzt werden:  Denn je größer die Gruppe der „Aussätzigen“ wird, umso unglaubwürdiger wird das ganze Stigmatisierungsgebrüll.

Vollends lächerlich wird es, wenn man sich inbrünstig die Mission „Wehret den Anfängen“ auf die Fahne schreibt, ohne auch nur ansatzweise zu begreifen, worin genau die „Anfänge“ bestehen, derer es sich in einer freiheitlichen Demokratie zu erwehren gilt. Dass in unserer Gesellschaft schon wieder (!) ganz unverhohlen, nicht selten unter Applaus der sogenannten „bunten Zivilgesellschaft“, Mitmenschen öffentlich als „Sozialschädlinge“ bezeichnet werden, dann sollte das einem jeden Einzelnen von uns einen eiskalten Schauer den Rücken herunterjagen. Das sind die Anfänge, die einst möglich gemacht haben, von dem sich heute alle fragen, wie es nur soweit habe kommen können.

Demokratie und Freiheit sind nicht durch die kritische Hinterfragung von Regierungshandeln durch mündige Bürger bedroht.  Im Gegenteil, kritische und mündige Bürger sind Voraussetzung für Demokratie und Freiheit.  Aber aus der Geschichte muss man eben nicht nur gelernt haben, man muss sie auch verstanden haben!

Deutschland war bei den Demos gegen die Corona-Maßnahmen 2020 wegweisend. Mittlerweile haben andere europäische Länder uns deutlich überholt. Was ist zu tun, um die Flamme in Deutschland wieder zum Lodern zu bringen?

Das kann ich nicht sagen.  Dazu sind die Mechanismen, Kritik an der Regierung zu unterdrücken, leider (noch) zu wirkungsvoll (siehe meine vorherige Antwort). Ich weiß nicht, wie lange es noch dauern wird und was noch passieren muss, damit erkannt wird, dass wir in eine illiberale Gesellschaft abdriften. Klar ist:  Keine Diktatur, kein totalitäres Regime kommt daher und kündigt an, eine Diktatur errichten und den Bürgern ihre Freiheit und Rechte nehmen zu wollen.

Nein, die Einschränkung von Freiheit und der Abbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wird in homöopathischen Dosen verabreicht, möglicherweise als „alternativlose“ Antwort auf eine, wie auch immer geartete Krise, die es zu bewältigen gilt.  Und all das geschieht selbstredend nur zum Wohle der Bürger.

Ich hoffe, dass die Leute endlich aufwachen und sich nicht, wie der vielbesagte Frosch verhalten, der die allmählich ansteigende Wassertemperatur für unbeachtlich hält und die über ihn unvermeidlich hereinbrechende Katastrophe erst bemerkt, wenn es zum Handeln zu spät ist!

Wie lange glauben Sie wird uns Corona noch begleiten?

Ich weiß nicht, das ist bei einem Virus schwer zu sagen. 😉 Zumal (Erkältungs-) Viren die fiese Angewohnheit haben, jedes Jahr aufs Neue und mit schönster Regelmäßigkeit zu Beginn der kalten Jahreszeit zuzuschlagen.  Wie lange begleiteten uns denn Rhino-, Adeno- und Influenzaviren schon? Ich wage mal die Prognose, dass das Corona-Virus gekommen ist, um zu bleiben.  Wir werden lernen müssen, damit umzugehen.  Wobei das Problem ja auch nicht das Virus selbst ist.

Um es ganz deutlich zu sagen:  Wir haben keine Corona-Pandemie.  Wir haben eine „Corona-Maßnahmen-Pandemie“.  Und diese gilt es unverzüglich zu beenden.

Deswegen bleibe ich dabei:  Vor Corona habe ich keine Angst.  Ich habe Angst vor Regierungen, die dieses Virus instrumentalisieren, um Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzuschränken und so still und leise ihre illiberalen und antidemokratischen Vorstellungen ihrer „schönen neuen Welt“ zu installieren.

Vielen Dank für das Interview, Frau Anderson.

Sehr gerne.




Wartet nicht ab, bis das Wasser kocht. Rettet den Frosch. Jetzt!

Martin E. Renner.

Von MARTIN E. RENNER | Am vergangenen Dienstag fand die konstituierende Sitzung zur 20. Wahlperiode des Deutschen Bundestages statt. Die meisten Bürger und Wähler werden davon vermutlich lediglich die Schlagzeilen in der medialen Berichterstattung zur Kenntnis genommen haben. Und nur die wenigsten werden die schrecklich gedankenarmen, aber umso ideologiesatteren Reden verfolgt haben.

Die bundesdeutschen Redaktionsstuben haben sich wenig Mühe gegeben, um den Zuschauern oder Lesern ein paar herausgefilterte Redefetzen zur Kenntnis zu bringen – aber, schön passend zu ihren medialen Indoktrinationszielen.

Zeitgeistig, unreflektiert und deshalb massentauglich

Von der exponierten Riege bundesdeutscher Berufspolitiker – oder solcher, die diesen hochprofitablen Weg nun angehen – wurde Entsprechendes geliefert.

Den ersten Aufschlag machte der aus dem Amt scheidende bisherige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mit einer eher appellativen als heute noch inhaltlich nachvollziehbaren Beweihräucherung des eigenen parlamentarischen Berufsstandes. Man konnte sich des Eindruckes nicht erwehren: Je salbungs- und würdevoller die Worte, desto größer die Heuchelei.

Dies ist wohl die neue Erfolgsformel des aktuellen deutschen Parlamentarismus. Und wohl auch die Nebenwirkung von annähernd 50 Jahren ununterbrochenen Broterwerbs als Mitglied des Deutschen Bundestages. Man könnte an dieser Stelle statt von „Broterwerb“ auch von „Kuchen-Schlemmen“ sprechen. Und ganz sicher ist, dass dieser angewandte und uns zugemutete Rhetorikstil auch als ein Zeichen und als das Ergebnis der inhaltlichen Verwahrlosung und der nicht wiedergutzumachenden Entehrung der ehemaligen „christlich-konservativen“ CDU zu werten ist.

Linker leistungsloser Pöbel ist die neue parlamentarische Nobilität

Die Rede von Schäubles Amtsnachfolgerin Bärbel Bas (SPD) unterbrach derlei Gedankengänge abrupt. Und konfrontierte die anwesenden Parlamentarier und die an den Bildschirmen sitzenden Bürger geradezu brutal mit der Realität des immer weiter fortschreitenden linksideologischen Irrsinns.

Das offenbar wesentlichste Anliegen der neuen Frau Bundestagspräsident: Die Betonung des „Frauseins“, der „Vielfalt“ und der „Diversität“ innerhalb und außerhalb des Hohen Hauses. Und die Aufforderung zu einem Gebrauch von (einfacher) Sprache, „die in unserem Land gesprochen und verstanden wird“.

Immerhin erfüllte die geistig und rhetorisch wenig anregende Rede von Bas ihre selbst auferlegten Kriterien deutlich: „Hass und Hetze ist keine Meinung (sic!)“.

Ein Satz von Bas ist allerdings durchaus bemerkenswert, wenn auch nicht in dem von ihr intendierten Sinn. Ihre Wahl hält sie nämlich für eine „Zeitenwende“. Bloße Selbstüberschätzung der eigenen Person oder unüberlegt herausgesprudelter zeitgeistiger Quotenorgasmus des „Frauseins“ in unserer ohnehin schon effeminierten und weitgehend entmännlichten Nation? Denn sie formulierte es als Vorwurf, „erst“ die dritte Frau im zweithöchsten Amt der Bundesrepublik zu sein.

Und das war nur die Spitze des ideologischen Eisbergs, das unser Parlamentsschiff geschlossenen Auges ansteuerte. Ein Eisberg, den nicht nur Bas‘ Rede, sondern auch ihre Wahl in dieses Amt und den damit verbundenen ideologischen Ungeist der Altparteien sinnbildlich verkörpert.

Das hypermoralisch positionierte „Frausein“ und darüber hinaus das zwanghafte Quotieren möglichst vieler echter, eingebildeter oder konstruierter Minderheiten soll zum Wert an sich erhoben werden. Wahrhaftige, wirkliche Werte wie Kompetenz, (Lebens)-Erfahrung, (Lebens)-Leistung, Fleiß, Geist, Vernunft und Weisheit sollen stattdessen als patriarchalische, anmaßende Erfindungen „der alten weißen Männer“ negiert, verdrängt und ersetzt werden.

Das neue „Unwertige“ ersetzt das alte „Wertige“

In die gleiche fatale und geistlose Kerbe schlägt die irrige Annahme, Politik für junge Menschen könne nur durch die Jugend selbst veranlasst und gestaltet werden. Ein Blick in so manches unbedarfte Antlitz einschlägig bekannter Fridays for Future-Hüpfer – bar jeder Lebenserfahrung und bar jeder eigenen Lebensleistung – belehrt sofort eines Besseren.

Blanke Ideologie, Selbstüberschätzung, Respektlosigkeit und jugendlich-aktivistisches Aufbegehren sind verzeihlich und schon seit Jahrtausenden in den Büchern beschrieben. Sie sind aber nicht geeignet, um aggressiv-rücksichtslose Politik gegenüber denjenigen zu machen, die unser Land über die Generationen hinweg und durch alle historischen Höhen und auch erschreckendsten Tiefen erst zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Und genau dieser heutigen Jugend ermöglich haben, ihre Freiheit, ihren Wohlstand und ihre Entfaltungsmöglichkeiten durch amoralische Vorwürfe und unehrliche Anklagen zu vergelten.

Was Bas entsprechend des Zeitgeistes als „unterschiedliche Berufserfahrungen und Herkunftsgeschichten“ mancher (neuer) Abgeordneten als Ausdruck von Vielfalt und Diversität stilisierte und über den Kamm lobte, wäre andernorts geeignet, ein Bewerbungsgespräch für eine Arbeitsstelle sofort abzubrechen. Man denke nur an die übergroße Zahl der unter 35-jährigen neuen Abgeordneten bei SPD und bei Bündnis 90/Die Grünen.

Als freundlicher weißer, alter Mann kann ich da nur sagen: „Ein herzliches Willkommen an den überreichlich gefüllten Fress-Näpfen unserer spendablen Republik – aber, bitte immer schön den Führungskadern folgen, damit es für eine zweite Legislaturperiode reicht.“

Das ekelhafte Küken ist geschlüpft

Durch die vergangene Bundestagswahl hat der linke Zeitgeist endgültig den Deutschen Bundestag okkupiert. Es spielt keine Rolle, ob zuerst die Henne, oder zuerst das Ei existierte. Vielleicht kann man sich darauf einigen, dass die nun scheidende Frau Bundeskanzler das linke Kuckucksei über viele Jahre ausgebrütet hat. Das Küken ist geschlüpft und die CDU/CSU wurde aus dem wohligen Regierungsnest in die öde Walachei der Opposition gedrängt.

Wir werden erleben, dass dieses Küken rasch weiter wachsen wird. Die einzigen genannten inhaltlichen Schwerpunkte von Bärbel Bas: Klimawandel, Umbau der Wirtschaft hin zu Klimaneutralität, Asyl und Migration, Digitalisierung von Staat und Verwaltung und – natürlich – der „Aufbruch in eine inklusive Gesellschaft“.

Ein Alptraum und eine kaum noch reversible Zeitenwende

Hin zu einer Abwärts-Empörungsspirale aller im Leben vermeintlich zu kurz gekommener Minderheiten. Deren wie auch immer gearteter, oftmals außergewöhnliche Lebensentwurf und Lebenslauf dazu berechtigen soll, jede überkommene Konvention menschlichen und sozialen Zusammenlebens über Bord zu werfen. Und vor allem jede bürgerlich empfindende und lebende Mehrheit zu attackieren, zu fragmentieren und alsbald politisch und gesellschaftlich zu dominieren.

Fatal an dieser Entwicklung ist vor allem eines: Die Weichen werden jetzt endgültig gestellt. Bis aber die geballte, fortgesetzte linksideologische Zersetzung von Nationalstaat und Gesellschaft für den Bürger am eigenen Leib und im täglichen Leben spür- und erlebbar wird – sofern nicht währungs-, wirtschafts- oder fiskalpolitische Apokalypsen eruptiv auftreten – können nochmals leicht zehn oder gar 15 Jahre vergehen.

Der konservativ-freiheitliche, politisch aufmerksame Denker wird jetzt vielleicht widersprechen. Und darauf hinweisen, dass wir bereits heute täglich mit linksideologischen Auswüchsen konfrontiert sind. Etwa dem Genderwahnsinn oder der plötzlichen Dominanz von „People of Colour“ oder der gesamten Bandbreite sexueller Ausrichtungen in Werbung, Film und Fernsehen. Toiletten für „diverse“, Parkplätze für „Transgender“ und so weiter und so fort.

Das ist richtig. Allerdings: Gender Mainstreaming wurde erstmals 1985 diskutiert. Seit dem Vertrag von Amsterdam 1997/1999 ist Gender-Mainstreaming erklärtes Ziel der Europäischen Union. Ähnlich verhält es sich mit dem Eindruck verzerrter gesellschaftlicher Realitäten in den Medien: Es war Angela Merkel, die bereits 2006 den ersten Deutschen Integrationsgipfel ins Leben rief. In der Folge wurden mehrere „Nationale Aktionspläne Integration“ erarbeitet, verabschiedet und seither umgesetzt. In diesen finden sich – zunehmend deutlicher werdend – Maßnahmen und Forderungen, dass vor und hinter der Kamera für mehr Diversität zu sorgen sei.

Dies sollen nur zwei Beispiele sein, die nachvollziehbar und eindrucksvoll eine gewisse Differenz belegen sollen. Nämlich zwischen dem täglichen politisch-gesellschaftlichen Erleben des Bürgers heute einerseits und andererseits dem, was hier und heute im Deutschen Bundestag debattiert und von sämtlichen Altparteien weitestgehend einvernehmlich auf den Weg gebracht wurde und werden wird. Dessen Konsequenzen in ihrer gesamten Breite der Bürger erst in vielen Jahren wird erleben, nachvollziehen und auch bewerten können.

Rettet den Frosch! Gründet die Frosch-Rettungs-Organisation

Hier kann man Bärbel Bas unbedingt und zwingend folgen: Es muss Aufgabe der freiheitlich-nationalkonservativen Opposition sein, dem Bürger die Konsequenzen linker, öko-sozialistischer, globalismusfixierter Politik auf Staat und Gesellschaft – die  möglicherweise erst in einigen Jahren wirksam werden – bereits heute in einfacher Sprache deutlich und eindringlich zu übersetzen und zu vermitteln.

Nur so wird es möglich sein, das bekannte „Boiling-Frog-Syndrom“ zu vermeiden: Setzt man einen Frosch in einen Topf mit heißem Wasser, wird er sofort heraushüpfen. Setzt man ihn in einen Topf mit kaltem Wasser und bringt das Wasser langsam zum Kochen, so wird der Frosch sitzen bleiben. Und sterben.

Rettet den Frosch! Und gründet die gesamtgesellschaftliche Frosch-Rettungs-Organisation.


(Martin E. Renner ist Bundestagsabgeordneter der AfD und war Anfang 2013 einer der 16 Gründer der Partei in Oberursel. Seine Kolumne auf PI-NEWS erscheint alle zwei Wochen)




Wo Arbeit nicht mehr lohnt

Von PROF. EBERHARD HAMER | Der Autor hat in den letzten zwei Wochen mehrere dramatische Gespräche geführt, in denen es sich um den Lebensstandard der Gesprächspartner handelte. Dramatische Erkenntnis daraus: An den unteren Rändern der Mittel- wie der Unterschicht ist der Lebensstandard oder sogar die Existenz durch Eigenleistung nicht mehr zu sichern. Die Fälle nehmen dramatisch zu, in denen der Nettoertrag der Arbeit unter die Sozialleistungen rutscht.

Am meisten wirkt sich dies in den unteren Einkommensgruppen und im Osten aus. Wer netto 1.200 bis 1.300 Euro für fleißige Arbeit verdient, lebt oft am Existenzminimum, vor allem als Alleinerzieher oder als Alleinverdiener mit mehreren Kindern. Die Gesprächspartner hatten vorgerechnet, dass sie nach Abzug von Miete, Heizung, Strom, Wasser, Versicherungen und Autokosten oft weniger als den Hartz-IV-Satz (440 Euro) monatlich für Konsum verfügbar hatten, während die „Hartzer-IV“ zusätzlich Wohnung, Kleidung, Heizung u.a. vom Staat bekommen und keine Pendlerkosten haben.

Ein ostdeutscher Kraftfahrer klagte, „1.160 Euro habe ich netto im Monat für meine Familie. Dafür muss ich acht Stunden am Tag auf der Autobahn sein, alle Risiken in Kauf nehmen, vor jeder Polizeikontrolle Angst haben, ob alle Vorschriften beachtet sind und mir von Kunden oder Chef noch Vorwürfe machen lassen, wenn ich durch Staus die Termine nicht eingehalten habe.“

Ein Gärtner (1 Kind) klagte, „mit 1.300 Euro netto plus 450 Euro Verdienst meiner Frau haben wir monatlich nach Abzug der Fixkosten keine 500 Euro zum Leben. Und jetzt steigen für uns beide auch die Spritpreise um mehr als 100 Euro monatlich sowie die Lebensmittelpreise, so dass unser Existenzrahmen immer kleiner wird. Wir überlegen schon länger, ob es nicht rentabler ist, wenn wir beide „Hartzer“ werden, die Wohnungs- und Fixkosten vom Staat bekommen, keine zwei Auto-Kosten mehr haben und uns lieber noch etwas nebenbei verdienen.“

Besonders giftig war ein Klempnergeselle, der eine Wohnung suchte und bald heiraten wollte. Er fand keine Wohnung und hätte sie aus eigener Kraft einrichten müssen; – er kannte aber mehrere Fälle, in denen Zuwanderer nicht nur eine Wohnung, sondern auch die Einrichtung vom Staat bekamen, obwohl sie hier nie gearbeitet haben und wohl nie arbeiten werden.

Die steigende Inflation und mögliche Wirtschaftskrise werden solche Randgruppenprobleme noch verschärfen. Dann sind es nicht nur Hunderttausende, sondern Millionen, deren Existenz und deshalb Lebensstandard wegrutscht und auf die Sozialleistungen fällt. Berücksichtigt man dazu noch weiter, dass jährlich mehr als eine halbe Million Zuwanderer in unserem Sozialsystem Existenzansprüche fordern, ist jetzt schon sicher, dass die heutige Höhe der Sozialleistungen an den Einzelnen nicht mehr garantiert werden kann, selbst wenn inflationsbedingt die Sozialabgaben steigen.

Noch höhere Sozialabgaben zu zahlen, ist aber vor allem den zwei Millionen Kleinbetrieben und Soloselbständigen schon heute nicht mehr möglich, bringt auch sie in die Schere zwischen Eigen- und Sozialleistung.

Der Staat muss also in Zukunft nicht nur an Originaldeutsche, sondern auch an jährlich zusätzlich eine halbe Million zusätzlicher Immigranten Sozialleistungen zahlen, was die öffentlichen Sozialfinanzen in eine Doppelzange zwischen sinkende Sozialbeiträge und steigende Sozialanforderungen bringt.

Nicht nur der untere Rand der Unterschicht droht vermehrt in das Sozialsystem abzubröckeln, auch viele Selbständige verdienen inzwischen weniger als Hartz-IV. Allein der staatswillkürliche Lockdown hat mehr als eine halbe Million Selbständigenexistenzen vernichtet, die bisher Steuer- und Sozialabgabenzahler waren und sich nun am Existenzminimum herumschlagen oder ins soziale Netz fallen lassen müssen. Das waren nicht nur Soloselbständige und Kleinunternehmer. Wir schätzen, dass etwa 10 bis 20 % der mittelständischen Unternehmer in Deutschland frustriert sind, am liebsten aufhören wollen und nur noch deshalb aktiv sind, weil sie keine Existenzsicherheit für den Absprung sehen.

Am Wochenende klagte dem Autor ein Elektromeister (mit zwei Mitarbeitern), dass er „zum Jahresende Schluss machen wolle“. Begründung: Die ihm über den Kopf wachsende Bürokratie der Genehmigungen und Kontrollen, die sich schließende Schere zwischen erzielbaren Preisen und Mitarbeiterkosten (dreifacher Nettolohn) sowie die mehrwöchige Krankheit eines Mitarbeiters, die zu einer Kostenlast führe, die den ohnehin geringen Gewinn dieses Jahres aufzehre. Die Corona-Beschränkungen im Kundenverkehr seien nun der letzte Schlussstrich für seinen Entschluss gewesen.

Ein Tischlermeister aus Ostdeutschland mit vier Mitarbeitern gab auf, weil er durch Corona und Holzpreise schon im zweiten Jahr keinen Gewinn mehr mache, also er und seine Mitarbeiter „von morgens bis abends für weniger als Hartz-IV fleißig sein müssten.“ Dabei hätte er im Gegensatz zu Kollegen nicht einmal Auftragsmangel gehabt und könnte seinen Betrieb jetzt noch ohne Verluste schließen. Sozialhilfe brauche er wohl nicht, da er ein Mietshaus habe.

Das Mittelstandsinstitut rechnet damit, dass von unseren fünf Millionen Unternehmern nicht nur wie bisher 160.000 bis 200.000 wegen der schlechten öffentlichen Rahmendaten aus Deutschland auswandern, sondern weitere 100.000 ihre Selbständigkeit aufgeben, also im Laufe dieses und des nächsten Jahres noch 300.000 bis 400.000 Betriebe geschlossen würden. Der Verlust von etwa einer halben Million Unternehmern würde zu öffentlichen Einnahmeverlusten von 8 bis 9 Milliarden Euro führen, vor allem auch die Sozialkassen treffen.

Die Tendenz einer sinkenden Zahl von Leistungsträgern, also von sinkenden Steuern und Sozialabgaben, und umgekehrt einer steigenden Zahl von Sozialleistungsforderern mit weiterem Zustrom von Sozialzuwanderern ist nur kurzfristig noch finanzierbar, wird der kommenden Regierung drastische Korrekturen abzwingen und den Lebensstandard großer Teile von Mittel- und Unterschicht reduzieren.

Unsere Gender-Hippie-Generation hat nicht nur unsere Leistungsträger als „ekelige weiße Deutsche“ diffamiert, sondern sich auch selbst auf ein leistungsloses, diverses Lust- und Spaßleben eingerichtet und entsprechend gewählt. Sie werden jedoch bald von der ökonomischen Wirklichkeit eingeholt werden, dass nämlich Sozialleistungen nur aus produktiver Leistung finanziert werden können und dass ökologisches Traum- und Sozialleben immer weniger finanzierbar ist, wenn die verachteten Leistungsträger aufhören zu leisten.


Prof. Eberhard Hamer.
Prof. Eberhard Hamer.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (*15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.




Ampel-Koalitionsgespräche und die Folgen für den Mittelstand

Von PROF. EBERHARD HAMER | Die Bundestagswahl 2021 hat Veränderungen gebracht. Die drei Siegerparteien SPD, Grüne und FDP, die jetzt offiziell Koalitionsverhandlungen aufnehmen werden, haben bereits vorher angekündigt, dass sie Deutschland verändern wollen.

Einige Veränderungen wollen alle drei gemeinsam:

  1. Unbegrenzte Immigration

Grüne und SPD wollten schon immer offene Grenzen, „damit alle zu uns kommen“, die FDP will mindestens 500.000 Zuwanderer jährlich, also eine zusätzliche Großstadt in Deutschland. Auch die EU will Zuwanderung nach Deutschland in mindestens gleicher Größe. Das wird Folgen haben:

Nach Äußerung der Bundesregierung wandern mindestens 70 Prozent der Zuwanderer nicht in den Arbeitsmarkt, sondern auf Dauer in das Sozialsystem ein. Die schon jetzt überspannten Sozialsysteme Gesundheit, Sozialhilfe und Rente werden also mit 0,4 bis 0,5 Mio. oder mehr Anspruchstellern jährlich zusätzlich belastet. Das wird Konsequenzen für die Höhe der Leistung an alle haben. Die heutigen Gesundheitsleistungen, die Sozialhilfeleistungen und die künftige Rente werden also für alle spürbar sinken. Die Wähler der Siegerparteien werden also selbst fühlbar verarmen.

Zusätzliche Sozialkosten bedeuten aber, dass der Staat entweder die Sozialumlagen und/oder die Steuern und/oder die Schulden kräftig erhöhen muss, dass also auch die Leistungsträger mit fühlbaren Abgabesteigerungen rechnen müssen. Die Beamten im öffentlichen Dienst, welche diesmal wieder überwiegend Rot-Grün gewählt haben, werden kostenträchtig in die Sozialsysteme gezwungen werden, verlieren ihrer Privilegien und durch steigende Sozialabgaben einen Teil ihres Lebensstandards zugunsten der wachsenden Sozialimmigranten.

  1. Wohnungsmarkt

Die Immigration in Größenordnung einer zusätzlichen Großstadt jährlich bei maximal nicht einmal 300.000 Neubauwohnungen wird pro Jahr zwangsläufig die Wohnungsnot immer mehr verschärfen und verteuern. Die Massierung des importierten Proletariats wird die Innenstädte verändern, unattraktiver machen und für den Mittelstand nicht mehr lebenswert und wird die von den Linken und Grünen angekündigten Zwangsmaßnahmen erfordern, wie z. B. Zwangseinweisungen in nicht belegte oder unterbelegte Wohnungen, wie nach 1945 bei dem Flüchtlingsstrom nach dem Kriege. Die grünen Yuppies werden dann keine Einzelwohnung mehr, sondern ebenso wie auch alleinstehende Senioren Immigranten zugewiesen bekommen. Zweitwohnungen oder leerstehende Wohnungen werden beschlagnahmt und für den wachsenden Zuwandererbedarf beansprucht werden. Das Wort „Wohnungsenteignung“ hat schon jetzt in Berlin seinen Unrechtscharakter verloren.

  1. Klimapolitik

Obwohl Deutschland nicht einmal zwei Prozent der gesamten Klimaemissionen der Welt ausmacht, soll härtere CO2-Politik betrieben werden, sollen z. B. Geschwindigkeitsbeschränkungen auch auf Autobahnen eingeführt werden, sollen die CO2-Preise erhöht werden, sollen trotz der bei uns ohnehin drohenden Energiekrise weiterhin Kohlekraftwerke stillgelegt werden, sich also die bei uns höchsten Energiepreise der Welt weiter verteuern, sollen für die Landwirtschaft Dünger und Spritzmittel begrenzt und vermindert werden, also die Erträge fallen, sollen mit weiteren Dämmungs-, Heizungs- und Abfallvorschriften die Wohnkosten angehoben werden und für die Industrie die Produktionskosten.

Da nur bei uns die neuen Wahlsieger Klimapolitik ideologisch und brutal durchsetzen, während die übrige Welt dies pragmatisch handhabt, werden die die Umwelt beeinflussenden Produktionszweige vor allem der Rohstoffverarbeitung der Chemie und vielleicht des Automobilbaus ins gemäßigte Ausland abwandern müssen, um zu überleben, was nicht nur Konzerne, sondern auch Teile des verarbeitenden Mittelstands betrifft.

  1. Souveränitätsabbau

Alle drei Siegerparteien sind sich einig, dass die Souveränität Europas zu Lasten der Mitgliedsstaaten ausgebaut werden müsse. Vor allem Olaf Scholz will die Europäische Finanzunion, also die Souveränität Europas über die Finanzen aller Mitgliedsländer, will Gemeinschaftshaftung für alle Schulden und Finanztransfer des finanzstärkeren Mitgliedslandes Deutschland an die Schulden-, Korruptions- und Pleiteländer. Schon Merkel hat diese Politik betrieben (Europa-Fonds) konnte aber den Folgen (wer muss zahlen?) noch entgehen. Die weitere unverantwortliche Europa-Schuldenpolitik von Merkel fortzusetzen und sogar noch zu steigern, heißt für die nächste Regierung, die Verantwortung für das Zusammenfallen des Finanzkartenhause zu übernehmen. Die Folgen werden alle Bürger und Immigranten tragen, zumeist der angestellte Mittelstand, welcher die neue Koalition am meisten gewählt hat.

  1. Neue Kulturpolitik

Die drei politischen Siegerparteien sind sich weiter einig, dass in Deutschland mehr „Diversität“, mehr Gender-Politik, mehr Unisex-Politik und mehr Migrationspolitik betrieben werden soll. Dies gilt vor allem für Schulen und Medien. Obwohl schon jetzt PISA-Studien ergaben, dass das Bildungsniveau umso mehr nachlässt, je stärker der Ausländeranteil in den Schulklassen ist und obwohl nachweislich der Aufstieg in den Mittelstand nur durch höhere Qualifikation und Bildung erfolgt, sollen die deutschen Kinder zwangsweise und zu ihrem Schaden als „Immigrationshelfer“ missbraucht werden, flieht deshalb schon jetzt der Mittelstand aus den Ausländer-Ghettos und Ausländerschulen der Großstädte, wählt aber trotzdem die diese Politik durchsetzenden Roten und Grünen.

Unter Merkel und mit Hilfe des internationalen Großkapitals unter dem Stichwort „Kampf gegen Rechts“ wurden Diversifikationsregeln in den Rundfunkanstalten und Zeitschriftenaktionen aufgestellt, die darin gipfeln, dass inoffiziell oder offiziell Quoten für Ausländer und Frauen gelten. Damit soll die von den neuen Regierungen gewünschte Umvolkung in Deutschland publizistisch gefördert, vom Fernsehpublikum akzeptiert und so durchgesetzt werden. Die AfD wird planmäßig boykottiert oder beschimpft.

Andere politische Felder werden zwar von einzelnen Koalitionspartnern (vor allem der FDP) anders gesehen, aber mehrheitlich durchzusetzen verlangt werden. Dazu gehören:

  1. Enteignungen

Enteignungen werden unter dem Vorwand „sozialer Ausgleich“ bzw. „soziale Gerechtigkeit“ für Grüne selbstverständlich und für Sozialisten mehrheitlich gewünscht, vor allem für Erben. Beide Parteien verlangen höhere Erbschaftssteuern und werden diese auch durchsetzen. Für die FDP sind höhere Erbschaftssteuern für Privatleute akzeptierbar, nur für Unternehmen nicht, weil ihre internationalen Financiers dies nicht dulden würden. Da aber die mittelständischen Unternehmer mit ihren Personalunternehmen zur Personalsteuer herangezogen werden, dürften sie in die höheren Erbschaftssteuern für Personen einbezogen bleiben, müssen also insofern die Enteignung ihres Firmenvermögens fürchten.

Geht man also mit der Mittelstandsökonomie davon aus, dass

  • die Oberschicht im Wesentlichen aus ihrem Vermögen lebt,
  • die Mittelschicht aus dem Leistungsertrag ihrer Arbeit
  • und die Unterschicht überwiegend aus Sozialleistungen

so kann die Mitte bei den schon jetzt höchsten Steuern und Sozialabgaben der Welt nur noch wenig mehr ausgequetscht werden, bevor sie zu leisten aufhört oder flieht.

Die Oberschicht dagegen zerfällt in internationale Kapitalgesellschaften, welche die Erträge in die ausländischen Steueroasen verschieben, aber mit dem Anlagekapital im Inland greifbar wären. Dieses Kapital wird aber nicht einmal eine rot-grüne Regierung anfassen, weil der Druck des internationalen Kapitals und hohe Arbeitsplatzverluste dagegenstehen. Folglich wird man vor allem das nichtproduktive Kapital des Mittelstandes abzustrippen versuchen; nicht die Unternehmen selbst, sondern das von den Unternehmern für ihrer Existenz und Alterssicherung Ersparte, nichtproduzierende Immobilien- und sonstige Vermögen.

Die Unterschicht lebt von Sozialleistungen. Wo aber die Mittelschicht zu wenig verdient, zu wenig Steuern und Sozialabgaben leisten kann, wird auch die Unterschicht ihre bisher üppige Sozialversorgung nicht mehr erhalten können, wird sie verarmen. Indirekt werden also auch die Wähler der sozialistischen Parteien von der Politik ihrer Parteien um einen Teil ihres Lebensstandards betrogen werden.

  1. Währungsreform

Während Enteignungen von Sachvermögen im Grundgesetz teilweise geschützt sind, wäre eine allgemeine Enteignung der Geldwertbesitzer durch Währungsabwertung oder Währungsreform im Grundgesetz nicht geschützt und mit der Umstellung von D-Mark zu Euro bereits in dieser Generation schon geschehen. Sobald die durch Geldvermehrung gewachsene Eiterbeule der vor allem öffentlichen Schulden platzt, wird eine Währungsreform zwingend und ist damit das vom Goldstandard „befreite“ von Staaten und Zentralbanken zur Schuldenorgie missbrauchte Papiergeldsystem gescheitert und will die internationale Finanzindustrie zugleich mit der Abwertung eine Digitalwährung einführen. Damit würde neben der Abwertung (Enteignung) von Papier- zu Digitalwährung zugleich die größtmögliche Finanzkontrolle über jeden einzelnen Bankkunden erreicht, nämlich, dass dieser nur Guthaben hat, wenn die Bank es ihm zubilligt und der Staat jederzeit die Kontrolle über jedes Guthaben hat. Der Rest der Geldfreiheit wäre damit vorbei, jeder Mensch unter finanzieller Totalkontrolle. Die Vorbereitungen für diese Umstellung laufen bei den Zentralbanken auf Hochtouren.

Die deutsche Regierung wird diese Finanzenteignung und Finanzkontrolle mitmachen, aber die Verantwortung an die internationale Hochfinanz als Täter abzuschieben, also den Zorn der verarmten Bürger weiterzuleiten versuchen. Nur die nationalen Regierungen, denen diese Täuschung gelingt, werden politisch überleben.

  1. Political Correctness

Die roten und grünen Regierungsparteien sind ideologische Parteien. Sie werden die Methode Merkel eher noch steigern, alle anders Denkenden und die politische Opposition mit Hilfe der Staatspropaganda zu boykottieren, zu diffamieren und auszugrenzen, um ihre erreichte Meinungsführerschaft des Feminismus, der Diversifizierung, des Multisexualismus und der Gender-Theorien zu sichern. Wer die Meinung durch Political Correctness beherrscht, hat auch die politische Führung. Da das eine nicht ohne das andere bestehen bleibt, wird die neue Regierung ihre Meinungsdiktatur in Schulen, Medien und in allen öffentlichen Institutionen mit allen Mitteln durchzusetzen versuchen. Die FDP ist zwar für Freiheit, aber auch für Libertinismus und deshalb im Zweifel auch für Political Correctness ihrer Koalitionspartner.

Der Verlust von Meinungsfreiheit ist schon fortgeschritten, wenn Angehörige der größten Opposition (AfD) aus Vereinen, Kirche, Gewerkschaften, Dienstverhältnissen und als Geschäftspartner wegen ihrer anderen Meinung ausgegrenzt, abgelehnt und diffamiert werden. Solche Meinungsdiktatur wird zu ihrem Machterhalt von der neuen ideologischen Regierung in allen öffentlich finanzierten Institutionen verschärft werden. Einen Vorgeschmack dafür liefert die EU mit ihrem „Green Deal“ und ihrem Kampf für grüne Investitionen, Verhältnisse, Lebensumstände und dem beabsichtigten „Great Reset“.

Der Autor selbst glaubt nicht, dass alle vorgenannten von der neuen Regierung befürchteten Politikfolgen auch voll durchgesetzt werden können. Eine wirtschaftsfremde bis wirtschaftsfeindliche Regierung hat nämlich nie lange gedauert, weil die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Verarmungsfolgen schließlich immer zu einem Anwachsen der Opposition und zum Regierungswechsel führten. Zudem sind die bereits aufgehäuften wirtschaftlichen Verzerrungen und Schuldenexplosionen schon so virulent, dass sie nicht mehr lange halten werden. Es könnte also sein, dass der Jubel der Ideologen über die Machtergreifung in Berlin nicht lange bleiben, sondern im Crash zur Panik werden wird.


Prof. Eberhard Hamer.
Prof. Eberhard Hamer.

PI-NEWS-Autor Prof. Dr. Eberhard Hamer (*15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher Ökonom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstandsökonomie. In den 1970er Jahren gründete er das privat geführte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und veröffentlichte über 20 Bücher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Kolumne erscheint einmal wöchentlich auf PI-NEWS.




CDU auf dem Zug nach Nirgendwo oder doch eher in den Abgrund

Martin E. Renner.

Von MARTIN E. RENNER | Nach der Bundestagswahl ringen, rangen und ringen immer noch die rote Skylla und die schwarze Charybdis um die Regierungsbildung.

So oder so. Die so dringend notwendige geistig-moralische Wende, die Umkehr, wird voraussichtlich auch in den kommenden vier Jahren ausbleiben.

Aus konservativer und freiheitlicher Sicht erscheint das Ergebnis dieser Bundestagswahl als ein wirklicher SUPER-GAU. Die Regierung bilden wird, wer – mit grünem Schuppenpanzer und gelbem Heuchelatem ausgestattet – politisch am schrecklichsten zu agieren weiß. Durch die Medien aber dennoch den Heiligenschein des Gutmenschen und der Bessermenschen angepappt bekommen wird.

Zum Ende dieser Woche hin zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die SPD mit Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten, also als blinkendes Laternchen dem Stoßtrupp der „in-unserem-Land-alles-Substanzielle-zerstören-Wollenden“ vorangehen wird und das quasi-feudalistische Regime unserer Kaiserin Angela zu einem alles abschließenden und historischen Desaster für unser Land machen wird.

Deutschland wird sich ändern und die bald Eigentums- und Besitzlosen freuen sich darauf. Oder auch nicht.

Für die unter Merkels herrschaftlicher Ägide völlig entkernte – und nach ihrem Abgang führungslose – CDU bedeutet das: Platznehmen und Zurücklehnen auf der Oppositionsbank.

Schon deutet der unscharf konturierte, deutlich angeschlagene Karnevalsprinz Armin Laschet – nach eigenem Bekunden ein Nachfahre von Karl dem Großen – seinen Rückzug vom CDU-Vorsitz an. Vielleicht wird dann sein Nachfolger ein Nachfahre von Don Quixote de la Mancha, der ja auch ziel- und erfolglos gegen die – damals noch nicht so genannten – öko-sozialistischen Windmühlen zu kämpfen wusste.

Unter Merkels Fuchtel waren es die CDU-Granden selbst, die mit der vollständigen Preisgabe ihrer ehedem christlichen und konservativen Wertebasierung die politischen Weichen grundlegend Richtung Öko- und Klimasozialismus, sowie in Richtung des den Nationalstaat zerstören wollenden gesellschaftlichen Kulturmarxismus mit dem Etikett des Globalismus gestellt hatten. Ein Kulturkampf historischen Ausmaßes.

Doch nun wird die CDU von den öko-sozialistischen Originalen auf das Abstellgleis geschoben. An dessen Ende bereits ungeduldig ein Prellbock wartet.

Erneuerung oder Democrazia-Cristianaisierung

Spannend wird sein, ob die CDU ihr Wahldebakel nun zu einer inhaltlichen und personellen Erneuerung nutzen wird und kann.

So oder so, sie wird im Plenarsaal des Deutschen Bundestages künftig sowohl physisch als auch psychisch zwischen den politischen Fronten sitzen. Die medizinische Diagnose einer sich langsam aber sicher ausbreitenden psychotischen Schizophrenie der Alt-CDUler wird nicht sehr lange ausbleiben können.

Als bisherige gutmenschliche Streber und selbsternannte Klassenbeste – auch Weltmeister in angewandtem Opportunismus würde passen – in Sachen Klimapolitik, Gender-Gaga, Multikulti, Islamophilie und globaler Welterrettung wird die CDU gezwungen sein, die Oppositionsbank mit der Alternative für Deutschland zu teilen.

Zukünftig genau diejenigen Mit-Opponenten, die man seit dem Zeitpunkt ihres Entstehens im Jahre 2013 ob ihrer klaren politisch-antithetischen Haltung mit allen Mitteln bekämpfte, diffamierte und zu kriminalisieren versuchte. Nicht zuletzt auch unter höchst zweifelhafter regierungsamtlicher Instrumentalisierung demokratischer Institutionen, wie dem Bundesverfassungsschutz.

Nun bald gemeinsam mit der Alternative für Deutschland Oppositionspolitik machen zu müssen – nein, zu dürfen – wird sich für die CDU offensichtlich als eine suizidale Gratwanderung erweisen.

Auf der sie eigentlich nur straucheln und stürzen kann: Auf der einen Seite ist es doch fast denkunmöglich, dass die CDU die politischen Weichenstellungen angreift, die sie in den vergangenen Jahren maßgeblich vorangetrieben hat. Ebenso aber kann sie auf der anderen Seite doch nicht die Positionen der Alternative für Deutschland übernehmen oder deren Initiativen unterstützen, ohne, dass sie stante pede als eine heuchlerische und opportunitätslüsterne Politkamarilla bezeichnet werden würde.

Das wesentliche und entscheidende Faktum für die Zukunft einer Oppositions-CDU wird demnach eine kluge politische Strategie der Alternative für Deutschland sein. Trotz ihres nicht sehr guten Wahlergebnisses befindet sich die AfD strategisch in einer eher günstigen Ausgangsposition. Die sie hoffentlich zu nutzen weiß.

Jedes Agieren der CDU – so oder so – wird als das benannt werden können und müssen, was es ist: Heuchelei und geplante Wählertäuschung. Wenn die Alternative für Deutschland geschickt agiert, wird es möglich sein, die CDU auf ihrem jetzigen Abstellgleis gegen den Prellbock zu schieben.

Dann doch eher „Democrazia-Cristianaisierung“ der CDU


Ein weiterer Prellbock wird die anzustrebende und zu planende juristische Aufarbeitung von Korruption, Amtsmissbrauch und illegaler Parteifinanzierung auf politischer Ebene sein, die bei jeder Partei, die jahrzehntelang in Regierungsverantwortung war, denkbar und auch notwendig erscheint.

Beispiel dafür wäre die Aktion „Mani pulite“ (italienisch für „Saubere Hände“, sinngemäß „Weiße Weste“). Diese Aktion war der Name umfangreicher juristischer Untersuchungen gegen Korruption in Italien Anfang und Mitte der 1990er Jahre.

Diese Ermittlungen und die ergangenen Strafurteile gegen verantwortliche Parteifunktionäre auf Leitungsebene führten damals zum abrupten Ende der Democrazia Cristiana in Italien.

Licht an! Lasset die Show beginnen!


(Martin E. Renner ist Bundestagsabgeordneter der AfD und war Anfang 2013 einer der 16 Gründer der Partei in Oberursel. Seine Kolumne auf PI-NEWS erscheint alle zwei Wochen)




83 der Abgeordneten des Deutschen Bundestags sind Migranten

Von MANFRED W. BLACK | Armand Zorn ist Afrodeutscher – und nun Bundestagabgeordneter bei den Sozialdemokraten. Der Schwarze aus Frankfurt am Main hat sogar ein Direktmandat erobert – und sich gegenüber einem CDU-Kandidaten durchgesetzt. Der Afrikaner aus Kamerun, der mit zwölf Jahren nach Deutschland kam, meint, es gebe in seiner Fraktion „eine unglaubliche Diversität“ (…) im Hinblick auf Herkunft, aber auch im Hinblick auf das Geschlecht, auf die verschiedenen Biografien und Berufe“. Der 33-Jährige findet das alles richtig „schön“.

Ende der bunten Fahnenstange noch nicht erreicht

Für den Genossen Zorn hat die Migrantisierung des Parlaments bei weitem nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: „Wir sind noch nicht da, wo wir hin müssten, aber ich glaube, dass die Parteien das verstanden haben.“

Recherchen des Berliner „Mediendienst Integration“, der passenderweise von dem Migranten Mehmet Ata geleitet wird, haben ergeben, dass mindestens 83 der insgesamt 735 frisch gewählten Abgeordneten – das sind 11,3 Prozent – einen Migrationshintergrund haben: Entweder sie selbst oder zumindest einer ihrer Elternteile besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt.

Im vorherigen Bundestag zählten 8,2 Prozent der Parlamentarier zum Kreis der Migranten. Die Zahlen hat Deniz Nergiz – Geschäftsführerin des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrats, nach eigener Aussage einem „bundesweiten Zusammenschluss der Landesorganisationen kommunaler Integrations-, Migrations- und Ausländerbeiräte“ – so kommentiert: „Wir sehen eine positive Entwicklung in Sachen Vielfalt, die im Bundestag vertreten wird.“

Im schönsten Gender-Deutsch fügte Nergiz hinzu, es sei begrüßenswert, „dass es jetzt mehr afrodeutsche PolitikerInnen gibt“ und „mehr türkischstämmige PolitikerInnen“.

Die 39-Jährige, die ihre Doktorarbeit einst über Politiker mit Migrantenstatus schrieb, hat erkannt: Die Parteien haben auch auf den Landeslisten „mehr Raum geschaffen für Menschen, die einen Migrationshintergrund haben“.

Spitzenreiter: Die Linke, die SPD und die Grünen

Migrantischer Spitzenreiter ist die Linkspartei: 28,2 Prozent ihrer Bundestagsgenossen haben angegeben, Migrant zu sein. Nur zweiter Sieger sind die „Sozen“ geworden: 17 Prozent haben eine Migrationsgeschichte. Im Parlament zuvor waren es 9,8 Prozent. Eine rasante Zunahme also.

Wie nicht wenige Migranten politisch ticken, hat eine der bekanntesten migrantischen Genossinnen, die SPD-Abgeordnete Aydan Özoguz, im Jahr 2014 zu erkennen gegeben. Die Hamburgerin – von 2013 bis 2018 immerhin Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration –, erklärte damals wörtlich: „Eine spezifische deutsche Kultur ist jenseits der deutschen Sprache schlicht nicht identifizierbar.“ Es sagt Einiges über die SPD aus, dass ausgerechnet Özoguz einer Meldung der Deutschen Welle zufolge jetzt bei den Genossen als Kandidatin für das Amt des Bundestagspräsidenten im Gespräch ist.

Überraschend ist der aktuelle Migrantenanteil bei der Grünen-Fraktion gesunken. Wenn auch nur sehr leicht: von 14,9 auf 13,6 Prozent. Das wirft womöglich ein bezeichnendes Licht auf die realen innerparteilichen Verhältnisse bei den Grünen. Hier hat offenbar das linksliberale bis radikal linke deutsche Bildungsbürgertum das Sagen, das zwar immer wieder seine angeblich große Ausländerfreundlichkeit propagiert; die meisten der grünen Politiker wohnen jedoch in gutbürgerlichen und damit sozial gehobenen Stadtteilen, da gibt es nicht viele Kontaktmöglichkeiten zu Ausländern, die zumeist in ihren eigenen sozialen Gruppen und Quartieren leben.

AfD noch vor FDP und Unionsparteien

Bei den AfD-Abgeordneten haben 7,2 Prozent eine Migrationsgeschichte zu erzählen und damit mehr als die CDU/CSU-Fraktion (4,6 Prozent) und die Gruppierung der Freien Demokraten (5,4 Prozent Migranten).

Diese Entwicklungen hat auch die Moskauer Agentur Eadaily sorgfältig beobachtet. Sie stellt einen AfD-Migranten besonders heraus: den Bundestagsabgeordneten Eugen Schmid. Der, so Eadaily, setze sich erfreulicherweise für eine strategische Zusammenarbeit mit Russland und die Rettung Deutschlands vor ausländischen Migranten ein. Schmid – einer der 14 AfD-Parlamentarier aus NRW – ist 1999 als Spätaussiedler aus Russland nach Deutschland gekommen. Aussiedler aus Osteuropa sind bei der AfD relativ stark vertreten.

100 türkischstämmige Bundestagskandidaten

Laut Handelsblatt haben 31 der neuen Bundestags-Parlamentarier einen ethnischen Bezug zu anderen Ländern der Europäischen Union. Fünf Volksvertreter geben polnische Vorfahren an, und sechs Abgeordnete verweisen auf italienische Wurzeln.

18 Bundestagsangehörige stammen ursprünglich aus der Türkei. Insgesamt hat es 100 türkischstämmige Bundestagskandidaten gegeben. Das melden stolz nun ebenfalls türkische Medien – so die englischsprachige Tageszeitung Daily Saby. Die Zeitung erwähnt, dass die meisten „Türken“ der SPD-Fraktion angehören.

Im Jahr 2020 hatten insgesamt 21,9 Millionen Menschen und somit 26,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund. Viele der millionenfach dazu gekommenen „Flüchtlinge“ sind dabei – noch – nicht einberechnet. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in diesen Tagen mit.

Demnach waren von den rund 22 Millionen Migranten 7,9 Millionen bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 wahlberechtigt. Dies entspreche etwa einem Drittel (36 Prozent) aller Personen mit Migrationsgeschichte und 13 Prozent aller Wahlberechtigten im Bundesgebiet. Gemessen an diesen amtlichen Zahlen sind Migranten insbesondere bei der Fraktion der Linkspartei deutlich überrepräsentiert.




„Wir klären das!“: Die Alternative zum täglichen GEZ-Wahnsinn

Kennen Sie Simplicissimus? Sagt ihnen Rayk Anders etwas? Oder maiLab? Oder „Fickt euch!“? Nein? Dann gehören Sie wohl nicht zu den Zuschauern eines der dutzenden Funk-Formate, dem auf „jugendlich“ getrimmten Online-Netzwerk der Staatsmedien von ARD und ZDF. Woche für Woche, Tag für Tag pumpen die GEZ-finanzierten Funk-Macher ihre regierungstreue Propaganda in die Köpfe der U30-Generation. Egal ob Corona, AfD, Zuwanderung, Gender oder Klima: In allen Themenpunkten ist man auf Establishment-Linie.

Die Gegenkultur-Schmiede der patriotischen Bürgerinitiative „Ein Prozent“ hält dagegen. „Wir klären das!“ ist ebenfalls ein junges, dynamisches und gut produziertes Videoformat, wie man es von Funk erwarten würde. Doch die Inhalte sind anders: faktenorientiert, heimatverbunden, geerdet. Jetzt startet das Projekt richtig durch.

„Wir klären das!“ gibt es schon länger. Seit Anfang des Jahres moderiert die junge AfD-Politikerin Marie-Thérèse Kaiser die Sendung und führt den Zuschauer durch ein Programm, das sich durchaus als „Gegenkultur“ beschreiben ließe. Denn: Überall in den Mainstream-Medien, gerade in den Öffentlich-Rechtlichen, dominieren linke Themenschwerpunkte. Allgegenwärtig sind die Sendungen über angeblichen Rassismus, Rechtsextremismus, menschgemachten Klimawandel und so weiter. Hier braucht es eine patriotische Alternative – und sie heißt „Wir klären das!“.

Insgesamt sechs Sendungen erschienen mit Marie-Thérèse Kaiser in der „Hauptrolle“, teilweise mit 100.000 Klicks auf Youtube. Das zeigt: Das Interesse an alternativen, investigativen Youtube-Formaten ist da. Das ist wohl auch den Zensur-Beauftragten der Videoplattform aufgefallen: Die fünfte Folge – ironischerweise mit dem Thema „Cancel Culture“ – war eine zu viel, und so wurde das Video samt Kanal gelöscht.

Das war natürlich ein herber Schlag für die Mannschaft vor und hinter der Kamera: Fünf Folgen mag nicht viel klingen, aber jedes Video wird mit erheblichem Aufwand, Recherche-Sorgfalt und technischem Können produziert. Nicht nur eine Menge Herzblut, auch viel Geld fließt in die Sendung. Dennoch wird „Wir klären das!“ nicht in den Winterschlaf geschickt. Aufgeben ist nicht drin.

Allein drei neue Folgen wurden in der entscheidenden Woche vor den Bundestagwahlen veröffentlicht. Zu dieser zweiten Staffel gehört nicht nur eine Rundumerneuerung der grafischen Aufarbeitung, sondern mit Lisa Lehmann auch eine zweite Moderatorin. Die junge Sachsen-Anhaltinerin ist ebenfalls in der AfD umtriebig und scheut sich auch nicht, ihr Gesicht für ein gutes Projekt herzugeben. Aber keine Sorge: Auch Marie-Thérèse Kaiser wird ihre Rückkehr feiern.

Dass trotz Youtube-Löschung nicht weniger, sondern auch noch mehr Folgen kommen, ist eine starke Ansage von „Ein Prozent“, die das Projekt finanzieren und in ihrem Studio in Dresden produzieren. Mit Themen zum grünen Wahlprogramm oder dem Afghanistan-Konflikt beweist das Team den Mut, komplexe und kontroverse Themen anzugehen. Das sollte in Zeiten von staatlich alimentierter GEZ-Propaganda auf allen Kanälen unterstützt werden.

Nach der Zensur durch Youtube hat „Wir klären das!“ auf der alternativen Plattform Frei3 eine neue Heimat gefunden. Dort können weiterhin neue wie alte „Wir klären das!“-Folgen angesehen werden. Dass man auch bereit ist, neue Wege zu gehen, beweist der TikTok-Kanal des Formats – die Videos von Marie-Thérèse Kaiser erreichen hier ebenfalls bis zu 100.000 meist jugendlicher Nutzer. Wir können also auch in Zukunft von „Wir klären das!“ noch einiges erwarten.




Merkel: Freitag letzter Arbeitstag …

Von PETER BARTELS | Am 13. Oktober 1989 titelte „Rambo“ in BILD: „Honecker: Mittwoch letzter Arbeitstag“. Heute, fast 33 Jahre später, titelt „Django“ in PI-NEWS: „Merkel: Freitag letzter Arbeitstag …“ Geschichte wiederholt sich doch. Man muss nur lange genug leben …

31 unendliche Jahre hat Angela Merkel die „Hinrichtung“ Honecker gerächt, 16 grausame Jahre als Kanzlerin. Morgen watschelt sie in die Rente. Natürlich mit vergoldetem Arsch, wie man so sagt – mit mindestens 15.000 Euro Rente im Monat (!!), wie man weiß. Und mindestens vier Millionen Euro auf der Bank, wie man sagt. Was allerdings leicht zu errechnen ist: Jahresgehalt rund 250.000 Euro X 16 Kanzler*In Jahre =  4.000.000 Euro. Dienstwagen, Fahrer, Leibwächter, Dienstvilla alles obendrauf. Das bisschen ALDI für ihre Kartoffelsuppe macht da den „Kohl“ nicht fett. Der andere Kohl war trotzdem länger Kanzler: 16 Jahre und 26 Tage! Merkel brachte es „nur“ auf 15 Jahre und 266 Tage. Sie haben trotzdem gereicht.

Männer-Leichen pflastern ihren Weg: „Steuer-Bierdeckel“ Friedrich Merz – weg! Hessens „letzter Konservativer“ Roland Koch – weg! „Knarren-Kennedy“ Karl Theodor zu Guttenberg – weg! NRW-Wahlverlierer Norbert Röttgen – weg! Fähnchen-Bürste Hermann Gröhe – weg! Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen – weg, weil er nicht lügen wollte! Alles was der kinderlosen „Mutti“ gefährlich schien, wurde hinterrücks liquidiert. Politischer Genickschuss mit oder ohne Schalldämpfer. Stattdessen gluckte sie bedingungslose Apparatschiks um sich herum: Thomas de Maizière, millionenfacher Moslem-Schleuser, Volker Kauder, Merkel-Souffleur und stellvertretender Landrat aus Tuttlingen,  Michael Grosse-Brömer, Merkel-Claqueur und Notar aus Buchholz (i.d.N.), Pizza-Plautze Peter Altmaier; ZDF-Frühstückei Steffen Seibert wurde sogar ihr oberster Schnappatmer. Also Bahn frei für Merkels Rache am untergegangenen SED-Sozialismus. „Wir schaffen das!“ Jeder ihrer drei „Fünfjahrespläne“ wurde von ihrer Corona im Berliner Bunker erfüllt…

Wer zählt die Fantastilliarden?

Fast 16 Jahre hat Merkel Deutschland an den Rand des Ruins regiert. Wer zählt die Fantastilliarden, die sie versenkt und verschenkt hat? Die Griechen? Die Italiener, Spanier, Türken, Palästinenser, Araber, Afrikaner, Afghanen? Die kichern noch immer. Die EU-nuchen brüllen vor Lachen,  drucken längst tonnenweise eigenes Geld, Motto: „Money makes the Wanst go round“, siehe Pizza-Plauze. Und all die Stasi-Kahanes, Kopfgeldjäger im Mittelmeer, Gender-Gusteln von Berlin bis Karlsruhe, die Berater-Legionen, die Presse-Paladine vom Alpenglühen in SÜDDEUTSCHLAND bis zu den „Spiegel“-Fechtern im Nordlicht schon gar nicht: „Mutti“ füllt ja jährlich anstandslos das Loch in der Kasse, das flüchtende Leser und Anzeigenkunden Quartal für Quartal reißen.

Und unsereiner wird wegen der immer kälteren „Klimaerwärmung“ bei Amazon nach einem Bullerjan suchen, die brennbaren Bilderrahmen an der Wand taxieren. Die umweltrettende Kernkraft heizt ja nicht mehr – „Mutti“ hat sie einfach abgeschafft.  Längst blitzsaubere Kohle ist verboten – Mutti will den Grünen Gender-Gusteln gefallen. Sogar Gas ist „Nazi“. Es kommt zwar nicht aus Auschwitz, aber vom roten Hitler Putin. Und die grünen Windmühlen schreddern derweil Myriaden Insekten, Millionen Sing-, Tausende Greifvögel. Annalenchen, politisches Adoptiv-Töchterchen, hat „Mutti“ ja durch die Raute souffliert, dass die neue Energie aus der Steckdose kommt. Jedenfalls wenn die Winde wehen. Oder so …

Sie logen das Blaue vom Himmel runter

Merkels Finale Furioso begann vor anderthalb Jahren mit Corona, der Wuhan-Grippe aus China. Und seitdem sorgt sich unsereiner um das glockenhelle Lachen der Nachbarskinder, die von Merkel mit Schul- und Spiel-Verbot gequält wurden/werden. Merkels „Gesundheitsminister*In“ Jens Spahn, gelernter „Sparkassen-Schalter“, will jetzt sogar Kinder unter 12 spritzen. Die beiden netten Türken, die über Nacht das Wunder der wunderbaren Geldvermehrung in den Reagenzgläsern ihres deutschen Labors an der Goldgrube 12 erfanden, alle medizinischen Messlatten im Fosbury-Flop übersprangen, wird es freuen – vom Milliardär zum Fantastilliär; Dagobert Duck wird seinen Glückskreuzer verfluchen.

Da hilft es wenig, dass Boris Reitschuster, der vorletzte wahre Journalist Deutschlands, gerade recherchierte, was ihm das Gesundheitsministerium dann zähneknirschend bestätigte: Die Corona-Betten in Deutschland waren zu keiner Zeit mehr als zwei bis drei Prozent belegt, jedenfalls nie (niemals!) zu keiner Zeit überbelegt. Auch hier hat Merkel also nur durch die Raute geraunt, wie ihr Seni Christian Drosten, die Charité-Schwurbellocke, Lothar Wieler, der Chef-Tierarzt vom Robert Koch-Institut, der SPD-Schreckschrauberich Karl Lauterbach. Sie alle logen das Blaue vom Himmel runter. Und die Mainstream-Journaille schnappatmete mit…

„Honecker: Mittwoch letzter Arbeitstag“ lautete die Zeile von „Rambo & Django“ – den damaligen BILD-Chefredakteuren Hans Hermann Tiedje und PI-NEWS-Autor Peter Bartels – am 13. Oktober 1989…

Alles begann in den Iden des März 1990. Immer mehr DDR-Bürger waren ein paar Wochen zuvor durch die Löcher des „antifaschistischen Schutzwalls“ in der Mauer geströmt. 40 Jahre von der SED geknechtete Menschen erkannte man am Trabi, den HO-Jeans oder der Banane vom Wende-Geld in der Hand. Die Leberecht Broiler der Wendehälse dagegen gaben sich auch und vor allem bei BILD die Messingklinke in die Hand. Unter vielen: Gregor Gysi, Manfred Stolpe, Angela Merkel. Rambo & Django hatten im Sommer und Herbst 1989 mit tätiger Hilfe der Ungarn und Schwarz-Rot-Gold die BILD-Auflage auf 5,3 Millionen gepeitscht. Die sich daraus ergebenen gut zwölf Millionen Leser wollte sich natürlich weder SED-Gysi noch der evangelische Konsistorialpräsident Stolpe („Stasi hin, Stasi her“) zunutze machen. Die unendlich unscheinbare Angela Merkel, die ihr halbes Leben die Beine unter den Tisch ihres von West nach Ost (sic) „geflüchteten“ Papas, eines Kommunisten-Pastors, gestellt hatte, natürlich auch nicht. Außerdem hatte sie wahrscheinlich, wie bis heute, „am Wochenende einfach nix zu tun“; die Betriebskampfgruppe gab’s nicht mehr, die Papierkörbe im Chemie-Labor wurden längstens von anderen „Physikern“ geleert.

Das Blaue Band der Hoffnung …

So saß sie also auf dem Redaktionssofa neben dem bräsigen Stolpe, der nach einer peinlichen Pause mit sonorer Stimme meine Frage beantwortete: „Frau Merkel gehört zu mir!“ Was natürlich gelügelt war. Denn Stolpe wurde SPD-Ministerpräsident von Brandenburg. Und das verwaschene Angela mit dem fettigen Zippelhaar wurde vom gönnerhaften Kohl aus ihrer Mini-Partei Demokratischer Aufbruch in die CDU gehievt. Die Katastrophe für ihn und Deutschland nahm ihren Lauf. Morgen also ist Schicht im Schacht. Sonntag, vielleicht Montag, wird sie nochmal in ihrem Staatsfernsehen ARD und ZDF die Raute machen. Dann wird die „Alma Mutti“ aller „Kevins in Saus und Braus“ schnippisch sagen: „Nun bin ich halt weg! Ich wäre gerne noch geblieben. Aber Ihr wart leider nicht sehr hilfreich…“

Unsereiner wird seine Frau wieder mal ermahnen, nicht ohne Schäferhund in den Wald zu gehen, weil sich da von den drei Millionen Merkel-Geschenken immer mehr als großer geiler Wolf rumtreiben. Und unsereiner wird lauschen, ob die Kinder in der Nachbarschaft noch oder wieder lachen … Und ein beschissen schlechtes Gewissen haben: Hätten Rambo & Django damals, als „Honeckers Mädchen“ auf dem Redaktions-Sofa saß, den Braten riechen müssen? Hätten wir die Schlagzeilen-Keule rausholen müssen, statt höflich zu lächeln? Ist unsereiner also Schuld an Angela Merkel. ICH jedenfalls habe die Gefahr der abgekauten Fingernägel nicht erkannt. Kohl, der Schwarze Riese, auch nicht. Und so konnte Merkel die rechten Volksparteien CDU/CSU von 48 Prozent zur rotgrünlinken verzwergten Dach-Partei von 25 Prozent runter rauten. Immerhin hat sie damit auch die AfD geschaffen, die Partei mit dem Gesunden Menschenverstand. Sonntag vielleicht das letzte blaue Band der allerletzten Hoffnung.

Trotzdem Seufz! Seufz! Seufz! Der Greis ist nicht weise, meistens auch nicht leise. Und er weint auch leise – um ein fernes Land vor unserer Merkel-Zeit … um Deutschland!


Ex-BILD-Chef Peter Bartels.
Ex-BILD-Chef Peter Bartels.

PI-NEWS-Autor Peter Bartels war zusammen mit Hans-Hermann Tiedje zwischen 1989 und 1991 BILD-Chefredakteur. Davor war er daselbst über 17 Jahre Polizeireporter, Ressortleiter Unterhaltung, stellv. Chefredakteur, im “Sabbatjahr” entwickelte er als Chefredakteur ein TV- und ein Medizin-Magazin, löste dann Claus Jacobi als BILD-Chef ab; Schlagzeile nach dem Mauerfall: “Guten Morgen, Deutschland!”. Unter “Rambo” Tiedje und “Django” Bartels erreichte das Blatt eine Auflage von über fünf Millionen. Danach CR BURDA (SUPER-Zeitung), BAUER (REVUE), Familia Press, Wien (Täglich Alles). In seinem Buch “Die Wahrheit über den Niedergang einer großen Zeitung” (KOPP-Verlag) beschreibt Bartels, warum BILD bis 2016 rund 3,5 Mio seiner täglichen Käufer verlor. Kontakt: peterhbartels@gmx.de.




Wahlkampfdialektik 2021 – die Suche nach dem kleineren Übel

Von CANTALOOP | Angesichts der enormen Bedeutung, die dieser Wahl am 26. September zugeschrieben wird, gilt es gut zu überlegen, wo man sein Kreuz setzt. Es geht tatsächlich um nichts weniger als Freiheit und Marktwirtschaft. Oder eben eine „neue“ Form von Öko-Marxismus, dessen Protagonisten nun immer unverhohlener hervortreten. Auch wenn der strapazierte Begriff „Freiheit“ in Coronazeiten deutlich abgenutzter klingt.

Nicht wenige tendieren daher in ihrer Wahlentscheidung dazu, nicht das zu wählen, was angesichts der Situation eigentlich geboten wäre, sondern vielmehr diejenige Konstellation, die am wenigsten Schaden verursacht. Ein taktisch ausgelegtes Kalkül also anstelle von gesundem Menschenverstand. Zudem abseits von Wahrheit und Logik. Das Normative ersetzt hierbei die Realität und gereicht den Regierenden zum Vorteil.

Könnte die FDP tatsächlich rot-rot-grün verhindern?

Gehen wir einmal davon aus, dass eine linksrotgrüne Bundesregierung unter einem Kanzler Scholz, inklusive der Linkspartei, Saskia Esken, Kühnert, Hofreiter und weiteren Angehörigen einer bolschewistischen Einheitsfront das wohl schrecklichste Szenario für alle konservativ-liberalen Bürger und Wähler im Lande darstellen würde. Polit-Wahnsinn mit Ansage, gewissermaßen. Hinzu käme, dass die AfD-Opposition in solch einer Situation auch zukünftig wenig bis keinen Einfluss auf das parlamentarische Geschehen hätte.

Genau dann würde eine starke FDP durchaus Sinn ergeben. Zumal sich Christian Lindner in 2017 schon einmal einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen verweigert hatte. Was ihm auch heute noch hoch anzurechnen ist. Selbst wenn er in anderer Hinsicht einige Unzulänglichkeiten, Fehleinschätzungen und Appeasement-Charakterzüge offenbart, könnte in seiner Person doch noch so viel Potential stecken, um zumindest ein klein wenig Hoffnung aufrechtzuerhalten. Zumal Hoffnung und Zuversicht generell gute Ratgeber in einer Krise sind. Jammern und Wehklagen hingegen nutzen nichts.

Andererseits: Gibt man der AfD seine Stimme nur deshalb nicht, weil man glaubt, so die Wahrscheinlichkeit auf eine eine rot-rot-grüne Regierung zu vermindern, dann werden die Alternativen wohl niemals eine Chance bekommen. Und auf genau dieses Szenario arbeitet unser politmedialer Komplex bekanntlich schon seit geraumer Zeit hin. Dessen ungeachtet: eine Partei, die auf absehbare Zeit hin keine Chance hat, in eine Regierungsbeteiligung zu kommen, gilt für viele aus dem konservativen Lager nicht als ernstzunehmende Option. Dies muss man auch einmal in aller Deutlichkeit herausstellen. Auch wenn jeder neu hinzugekommene AfD-Abgeordnete der schieren Masse unserer Block-Parteien zunächst einmal fehlen würde, gilt es gut abzuwägen, ob dieser Preis nicht zu hoch ist.

Fazit

Auch wenn Rot-rot-grün medial mancherorts gerade als Schreckgespenst dargestellt wird, das auf viele Bürger verstörend wirkt, könnte diese Chimäre dazu dienen, die abtrünnigen Wähler wieder der Union und FDP zuzuführen. Um scheinbar exakt jenen Klima/Corona/Öko/Verteuerungs-Wahn zu verhindern, der auch in in schwarz-gelben Kreisen längst als etabliert angesehen werden kann. Diese lukrativen „cash-cows“ lässt sich nämlich kein Politiker entgehen. Längst wissen wir, dass sich die Systemparteien vor allem dank Merkel im Grunde nur noch marginal voneinander unterscheiden. Der einheitliche Tenor bestehend aus Gender-Gedöns, Klimawahn, Coronahysterie und Flüchtlingsaufnahme setzt sich überall durch. Das haben sie garantiert alle auf dem Schirm. Ob es jedoch reicht, was die derzeitigen „Polit-Outlaws“ von der AfD diesen linksautoriären Regulierungsversuchen entgegenzusetzen haben, muss jeder Wähler für sich entscheiden. Nur Mut! Wenn man das System schon nicht besiegen kann, hilft unterwandern.

Hier passt abschließend gut ein Zitat, das dem russischen Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski zugeordnet wird:

Die Toleranz wird ein solches Ausmaß erreichen, dass intelligenten Menschen das Denken verboten wird, um die Schwachköpfe nicht zu beleidigen.“