Frankfurt: 2000 demonstrieren Israel-Solidarität

Auch in Frankfurt fand heute eine Pro-Israel-Kundgebung mit knapp 2000 Teilnehmern statt. Prominentester Redner der Veranstaltung war der Fernsehjournalist Michel Friedman, der den ca. 150 Gegendemonstranten zurief: „Die Fahne der Hamas und der Hisbollah steht für Hass, Mord und Gewalt. Schämen Sie sich!“ Update: Jetzt mit Videos!

Uns erreichten zwei Erlebnisberichte zur Frankfurter Demo. Norbert G. berichtet:

Kurz vor 11 Uhr, als ich zur pro Israeldemo in Frankfurt an der alten Oper aufbrach, hatte ich noch keinen Flyer mit nem Link für PI.

Also schnell Bild, Überschrift und Text des heutigen Artikels “Der kleine, feine Unterschied” kopiert und mittels open Office Flugblatt gemacht. Noch schnell die Kopfzeile von Pi drunter und ab auf die Kundgebung.

Leider wäre ich schon beinahe kurz vorm Ziel gescheitert. Ich lief den Palistinensern und Ihren Freunden genau vor die Megaphone. Schon angesauert, der vielen Kameras der MSM die auf sie gerichtet waren, brach in mir meine alte APO-Zeit durch… Ich rief laut mehrfach “Heute töten sie Juden, morgen die Christen”. Der Satz brachte die deutschen Moslemunterstützer zu rufen wie “Feigling” “Mörder”, die Polizei sofort dazu, mich zu umstellen. Als ich dann noch “Islamfaschisten raus” rief war es vorbei. Ich wurde sofort von drei Polizisten abgedrängt, informiert, dass das eine Beleidigung sei, die zur Anzeige gebracht werde, wenn ich sie wiederhole. Mein Argument, dass meines Wissens Menschen, die Hitler gut finden, mit Hitlergruß durch deutsche Städte laufen, Faschisten seien, fanden dann bei einigen Beamten keine offene Zustimmung, aber man schaltete zurück und ermahnte mich nur, die Gegenseite nicht zu provozieren, damit es friedlich ablaufen könne.

Die Rede Friedmans war gut. Sehr gut fand ich. Nicht agressiv, nicht demagogisch. Sachlich und informativ. Ich erinnere mich nicht mehr an den Wortlaut, aber in etwa sagte er in einem Satz, dass Israel keine Lust hat, Selbstmord zu begehen, nur um dem Rest der Welt zu gefallen. Da klang für mich irgendwie mit… naja wenn der Rest des Westens Selbstmord begehen will, dann soll er es, aber ohne uns.

Die Hauptkundgebung lief ruhig. Nach dem Schluss, auf dem Heimweg lief mir Herr Friedmann über den Weg, ein kurzer Händedruck, und mit freundlichen Worten überreichte ich ihm meinen Flyer.

Als wir gingen, standen sich eine größere Gruppe Jugendlicher mit Israelfahnen und die Moslemdemonstranten gegenüber. Laute Sprechchöre auf beiden Seiten. Hoffe, dass es friedlich geblieben ist. Aber ich fand es gut, das wenigstens die jüdische Jugend den Mut findet, für Freiheit, für Demokratie, für die Menschenrechte auf die Straße zu gehen.

Es geht also doch. Wo bleiben unsere Mahnwachen für die Opfer des Islamismus in Deutschland? Wo bleiben unsere großen Flugblattaktionen? Mit minimalen Mitteln sind maximale Ergebnisse möglich.

Wie Herr Friedmann in seiner Rede sagte: Gebildete Menschen reden, diskutieren, streiten, ungebildete greifen zur Gewalt.

fnord schreibt:

Mir ist angenehm aufgefallen, dass die Ballastinenser nur eine ziemlich mickrige Brüllveranstaltung auf die Beine stellen konnten, zwischen 100 und 150 Personen bereichenden Hintergrunds. Auf unserer Seite waren es bestimmt 1500 Personen, wobei ich im Schätzen von Menschenmassen nicht zu den großen Experten gehöre… Die offiziellen Zahlen werden’s berichten.

Nicht unterschlagen möchte ich die circa dreißig bis vierzig Personen umfassende Abordnung von Iranern, ganz offensichtlich Regimekritiker, Schahanhänger und Zoroastrier, die auf ihren Spruchbändern ohne
wenn und aber zum Sturz des islamischen Systems in Iran aufriefen. (Da haben wir alle nicht schlecht geglotzt, als die persischen Kriegsflaggen aus der Zeit von 1964 bis 1979 entrollt wurden… Die selben Farben wie heute, nur ein anderes Emblem, der Löwe mit Schwert, gerahmt von Ähren und einer Krone. Und das muss man erstmal wissen.)

Interessant war auch die kleine Anzahl von Antifas von der “Antifaschistischen Aktion”, die aus den falschen Gründen („Nie wieder Deutschland“ etc.) auf der richtigen Seite standen. Glückwunsch, meine HerrInnen, wenn’s jetzt noch mit dem Denken klappen sollte, könnte man sich ja mal an einen Tisch setzen…

Alles in allem eine ermutigende Geschichte, insbesondere, da die immer als unpolitisch apostrophierten “jüngeren Generationen” zwischen 20 und 35 sichtbar waren.

Video:

Teil 2 (derzeit nicht verfügbar) – Teil 3Teil 4

Bilder:

(Bilder: suc, Videos: JJPershing)