SELK – für ein Europa auf christlicher Basis

PI muss leider immer häufiger über die Anbiederungen gerade der Evangelischen Kirche an den Zeitgeist und den Islam berichten. Während unter dem bisherigen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche, Bischof Wolfgang Huber, zumindest offiziell noch einigermaßen der Schein gewahrt wurde, ist von seiner geschiedenen Nachfolgerin, Bischöfin Margot Käßmann hier wenig Positives zu erwarten.

(Von Thorsten M.)

Tat sie sich doch schon mit Gedankenspielen hervor, nicht mehr benötigte Kirchen zur Not – „wenn dies in tiefstem Frieden geschehen könne“ – islamischen Gemeinden überlassen zu wollen.

Gleichwohl sollte man dem entfremdeten Protestanten nicht unterschlagen, dass es mit der SELK (Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche) auch noch streng lutherische Gemeinden in Deutschland gibt. Diese sind in keinster Weise gewillt, die relativierende, demütige Haltung der evangelischen Gutmenschen-Kirchen mit zu tragen. Und dies nicht aus Lieblosigkeit, sondern aus tiefer Sorge um das Seelenheil jedes nichtchristlichen Menschen, dem man aus ihrer Sicht durch „wir-haben-uns-alle-lieb-Dialog“ möglicherweise die Chance auf das Seelenheil nimmt.

Ein sehr bemerkenswerter Vertreter der SELK ist Dr. theol. Horst Neumann, den ich jüngst bei einer Veranstaltung in einer SELK-Gemeinde mit einem Vortrag über „abendländische Kultur und christlichen Glauben“ erleben durfte. Sehr eindrucksvoll legte er dabei dar, dass Europa ohne das gemeinsame Fundament Christentum gar nicht denkbar wäre. Ebenso leidenschaftlich sprach er sich aus diesem Grund für einen Gottesbezug im Lissabon-Vertrag und gegen einen EU-Beitritt der Türkei aus. Eine klare Haltung, die mir auch der zuständige Pfarrer, wie ebenso die Mitglieder der gastgebenden Gemeinde, ohne wenn und aber zu teilen schienen. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass man dort die Herausforderung des Christentums durch den Islam sehr ernst nimmt.

Jeder, insbesondere Konservative, der nach der Wahl von Margot Käßmann mit dem Gedanken spielt, aus der regulären EKD auszutreten, sollte sich die SELK mit ihren 200 Gemeinden in Deutschland daher unbedingt einmal anschauen.

Meine Familie und ich werden in jedem Fall in den nächsten Tagen auf dem Bürgermeisteramt unseren Austritt aus der Evangelischen Kirche erklären. Wenn die SELK einen in ihre Gemeinde aufnimmt, überweist man sein „Kirchengeld“ ab dann – genauso steuerlich abzugsfähig – direkt dorthin. Und das mit dem guten Gefühl, garantiert den lila-bunten EKD-Zirkus nicht mehr mit seinem sauer verdienten Geld zu unterstützen.