Herrmann warnt vor „islamischen Risiken“

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (l.).In einem Artikel des Münchner Merkur vom Samstag bezieht der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (Foto l.) Stellung zu dem Frankfurter Terroranschlag des kosovarischen Moslems Arid Uker. Dabei geht er laut Merkur an das „Tabuthema, ob Muslime ein besonderes Gewaltproblem haben“. Herrmann stellt fest: „Der islamistische Mordanschlag in Frankfurt ist ein ernstes Alarmzeichen“.

(Von Michael Stürzenberger)

Herrmann, der auch bei der weiteren Beobachtung des Penzberger „Vorzeige“-Imams Idriz Durchhaltevermögen bewies, schätzt die Situation realistisch ein:

„Ein solcher Anschlag von Muslimen, die sich letztendlich selbst radikalisiert haben in der Vernetzung mit anderen und im Internet, kann jederzeit in Europa an jedem Ort geschehen. Es wird damit deutlich, mit welch ständigem Risiko wir hier leben.“

Wie wahr. Ein Moslem kann sich bereits bei einfachem Durchlesen seiner Heiligen Handlungsanweisungen, auch Koran genannt, radikalisieren. Die Sicherheitsbehörden müssten laut Herrmann „die Szene noch stärker beobachten“. Der Fokus soll auf Facebook und anderen Internetseiten liegen. Es sei eine „Herausforderung für den Verfassungsschutz und die Landeskriminalämter“, über die bei der nächsten Innenministerkonferenz geredet werden solle. Von dem Risikofaktor Moscheen, Koranschulen und Islamseminaren spricht Herrmann (noch) nicht öffentlich. Aber er sagt:

„Wir müssen in den Blick nehmen, dass die islamische Welt besondere Risiken beinhaltet.“

Die öffentliche Diskussion robbt sich langsam an den Kern des Problems heran. Es ist nicht nur die islamische Welt, es sind ihre „heiligen“ Schriften und die Biographie ihres „vorbildlichen“ Propheten, die jede Menge brandgefährliche Sprengkraft in sich tragen. Herrmann wundert sich zu Recht, dass der Täter aus dem Kosovo stammt, seinen tödlichen Hass trotzdem aber auf US-Soldaten richtete:

„In den 90er-Jahren hat die US-Armee dort einen Völkermord der Serben an der muslimischen Bevölkerung verhindert, so dass viele der dort lebenden Muslime den USA ihr Leben verdanken. Das ist aber bei einigen in Vergessenheit geraten“.

Im Islam ist keine Dankbarkeit gegenüber „Ungläubigen“ vorgesehen. „Seid barmherzig untereinander, aber hart zu den Ungläubigen“ heißt es im Koran in Sure 48, Vers 29. Herrmann kommt nun auf einen ganz wichtigen Punkt zu sprechen: Die kompromisslose Solidarität der islamischen „Ummah“, der weltweiten Gemeinschaft aller Moslems:

„Der Anlass zur Radikalisierung des Täters ist der Internationale Einsatz in Afghanistan, einer Region, mit der er nie zu tun hatte. Das heißt, dass die Motivation des Täters und seine Radikalisierung allein auf seine Zugehörigkeit zur islamischen Welt zurückzuführen sind. Es wird bei uns zu sehr verdrängt, wie Teile der muslimischen Welt eine Fanatisierung und Radikalisierung betreiben.“

Unter den Protagonisten dieser Radikalisierung befindet sich ganz zweifellos auch der türkische Ministerpräsident Erdogan. Bei einer Rede in Kuwait Mitte Januar gab er alarmierende Sätze von sich, die die WELT in ihrem Artikel „Erdogan träumt von arabisch-türkischer Weltmacht“ zitierte:

„Wir betrachten den Schmerz der Völker von Irak, Aghanistan und Pakistan als unseren eigenen Schmerz”, sagte Erdogan. In allen drei Ländern sind zahlreiche Muslime in Folge amerikanischer Militärschläge gestorben. „Wenn ein Organ eines Körpers Schmerz spürt, dann spürt der ganze Körper den Schmerz. Ebenso, als die Kinder von Gaza massakriert wurden, spürten wir ihren Schmerz als ob unsere eigenen Kinder massakriert würden. Gazas Problem ist unser Problem. Jerusalems Problem ist unser Problem.”

Damit drückt Erdogan aus, dass sich alle Moslems weltweit als Bündnispartner sehen und untereinander Solidarität ausüben sollten. Das bedeutet im Klartext, dass ein Moslem einen internationalen Konflikt nicht mehr objektiv beurteilt, sondern danach bewertet, auf welcher Seite Muslime stehen. Daran wird dann die Schuldfrage festgezurrt. Nach dem Motto: „Muslime sind nie schuld, sondern immer Opfer“. Hochinteressant, mit welch historischem Bezug er die Araber auf sich einzuschwören versucht:

Diese Gemeinsamkeiten sind laut Erdogan vor allem der Islam und das gemeinsame Ringen gegen christliche Aggressoren. „Türken und Araber haben diese Gegenden gemeinsam in der Zeit der Kreuzzüge verteidigt”.

Das Feindbild „Christen“ steht. Und so wundert es auch nicht, wie Erdogan die Mordattacken von Moslems in Ägypten auf Christen verharmloste:

Erdogan betonte, dass es keinen islamischen Terror gebe. Wer Terror ausübe, der sei kein Muslim, denn Islam bedeute „Frieden.” Nicht-muslimischer Terror also, dessen müsse man Herr werden, und auch das werde gelingen, mit Gottes Willen und der neuen Solidarität der türkischen und arabischen Bruderstaaten.

Solche Äußerungen gelangen per Satellitenschüssel und „Hürriyet“ auch zu den Türken in Deutschland. Und nachdem sich „Unser Ministerpräsident“ bei seinen Landsleuten hierzulande offenbar großer Beliebtheit erfreut, wie seine Auftritte in Köln und Düsseldorf zeigten, dann haben wir bald ein Problem mit einem wachsenden pro-arabisch und kompromisslos pro-muslimisch eingestellten Bevölkerungsteil. Dann werden alle internationalen Konflikte, in die islamische Länder verwickelt sind, zu einem innenpolitischen Problem. Mit einem hohen Risiko für Vergeltungsanschläge. Und so warnt der bayerische Innenminister:

Daher müssten die Behörden noch konsequenter dort vorgehen, wo zum Hass und zur Gewaltbereitschaft aufgerufen werde. „Hassprediger mit ausländischer Staatsangehörigkeit müssen konsequent ausgewiesen werden“.

Das Problem ist, dass man nicht hinter die Mauern der Moscheen blicken kann. An dieser Stelle sei noch einmal auf den ehemaligen Muslim Nassim Ben Iman verwiesen, der im Interview eindringlich warnte: „Jeder Moslem ist ein potentieller Terrorist“: