Wenn in Garbsen die ersten Menschen brennen

garbsen2Wenn in Garbsen die ersten Menschen brennen, werden die bunten Führer unserer Bunten Republik genau das Gleiche tun, was sie getan haben, als in Garbsen die erste Mülltonne brannte und dann die ersten Autos und dann die erste Kirche. Sie werden schweigen. Und auf diesem langen Weg von den brennenden Mülltonnen über  brennende Autos und die brennende Kirche hin zu brennenden Menschen wird auch der Staat, unsere geliebte Bunte Republik, der Staat der großen bunten Glückseligkeit, der gute Staat schlechthin, seine Unschuld verlieren.

(Von Leo)

Das große bunte Mordbrennen kommt nicht von heute auf morgen. Es beginnt ganz langsam: Zuerst brannte in Garbsen nur eine Mülltonne. Als dann der Nervenkitzel nach mehr verlangte, brannten die ersten Autos. Und dann eine Kirche, natürlich: eine Kirche, Symbol für die verhassten Eingeborenen und ihre verhasste Religion, ihre Kultur, ihre Lebensweise, ihr ganzes verhasstes Dasein. Und irgendwann wird in Garbsen das erste Haus brennen. Vielleicht wird man die Bewohner noch retten, weil ja nur ein einziges Haus brennen wird und die Feuerwehr noch zum Einsatz kommt. Aber eines Tages werden dann viele Häuser brennen in Garbsen, weil der Nervenkitzel nach immer mehr verlangt und ein einziges Haus nicht mehr reichen wird, und die Feuerwehr wird nicht mehr helfen können. Das wird der Tag sein, an dem in Garbsen die ersten Menschen brennen werden.

Und auf diesem langen Weg von der brennenden Mülltonne über die brennenden Autos und die brennende Kirche zu den brennenden Häusern bis hin zu den brennenden Menschen in Garbsen wird auch der Staat, unsere geliebte Bunte Republik, unser gelobter Staat der großen bunten Glückseligkeit, der gute Staat schlechthin, seine Unschuld verlieren.

Als in Garbsen die erste Mülltonne brannte, haben unsere bunten Führer nicht nach der Mülltonne gefragt. Es ging ihnen nie um die brennende Mülltonne. Nutzbar zum eigenen Vorteil ist eine brennende Mülltonne erst im politischen Zusammenhang. Deshalb haben sie nur gefragt: Wer hat denn die Mülltonne in Brand gesteckt? Und wären es Nazis gewesen, hätten sie zum Halali geblasen. Aber Gastarbeiter, die Mülltonnen abfackeln, lassen sich nicht für den eigenen Machterhalt instrumentalisieren. Gastarbeiter in der Rolle der Brandstifter schaden dem eigenen guten Ruf als bunter Saubermann. Also haben unsere Führer die brennende Mülltonne totgeschwiegen.

Als dann die ersten Autos brannten in Garbsen, ging es unseren bunten Führern wieder nicht um die Frage der brennenden Autos. Wieder nur ging es ihnen um die Frage: Wer hat gefackelt? Und wieder waren es die falschen Täter: Gastarbeiter. Brandschatzende Gastarbeiter, die Autos abfackeln – das passte nicht ins Bild vom heilsbringenden bunten Tralala. Und so haben unsere Führer auch die brennenden Autos totgeschwiegen.

Eines Tages dann brannte die erste Kirche in Garbsen. Eine brennende Kirche – was konnte man damit schon anfangen? Hatte man nicht vom bunten Ross herab jahraus, jahrein die große bunte Toleranz gepredigt? Die Friedensreligion zu Gast, weil Glück! Welch Seligkeit! Und dann brannte in Garbsen die erste Kirche. Und deshalb haben unsere bunten Führer auch die brennende Kirche totgeschwiegen.

Aber als unsere bunten Führer die brennende Kirche totschwiegen in Garbsen, da steckten sie schon ziemlich tief mit drin im Schlamm des Bösen. Da waren sie schon keine guten Menschen mehr.

Eines Tages werden in Garbsen die ersten Menschen brennen. Dann werden unsere bunten Führer auch die brennenden Menschen in Garbsen totschweigen. Aber wenn in Garbsen die ersten Menschen brennen werden, dann werden unsere bunten Führer schon längst auf der anderen Seite stehen, dann haben sie die Seite längst gewechselt: Dann stehen sie mit am Straßenrand und schauen tatenlos zu, wie in Garbsen Menschen verbrennen, dann stehen sie längst auf der Seite des Bösen. Wenn in Garbsen die ersten Menschen brennen, werden sich unsere bunten Führer als das entpuppen, was sie in Wahrheit schon heute sind: als Menschen, die über Leichen gehen.

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