Speyer: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“

Am Sonntag fand in der Gedächtniskirche von Speyer die sogenannte „Friedensmesse“ von Karl Jenkins mit dem geplanten Muezzinrufs eines Imams statt. Vor der Kirche fand aus diesem Grund eine Mahnwache der “Aktionsgruppe für verfolgte Christen“ statt, an der sich 40 Christen beteiligten. Eine von ihnen, Heidi M. – auch als „die mutige Deutsche“ bekannt -, wollte es nicht mit einem stillen Protest auf sich beruhen lassen. Hier ihr Bericht.

Wir fahren gemeinsam nach Speyer; wir sehen Licht im Gemeindezentrum hinter der Gedächtniskirche. Eine freundliche junge Frau zeigt uns den Weg zum Verkauf der Karten. Oh ja, es gibt also noch welche. Gott sei Dank! Sie wird sehr unfreundlich von dem Chorleiter zurück gepfiffen. Wir denken beide gleichzeitig: „Wie der Teufel“. Viele Gesichter im Raum sehen wie versteinert aus. Wo kann ich Jesus in ihnen finden?

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Wir kaufen uns zwei Karten. Sie kosten 36 EUR. Ist es eine Investition für die Wahrheit oder Verschwendung? Als Ökonom rechne ich ganz schnell durch: Es sollen 2000 Sitzplätze in der Kirche sein. Wenn sie nur halb voll ist, sind das gerade mal 18.000 EUR. Was werden sie mit diesem Geld machen? Eine weitere Moschee bauen? Was finanzieren wir mit unserem Eintritt?

Ich will nicht zur Mahnwache, die weit ab von der Kirche eine Genehmigung zum stillen Protest erhalten hat. Bei diesem Thema kann ich nicht einfach schweigen. Wir sitzen auf der Empore. Mein Bruder (wir sind alles eine Familie) kann seinen Mund nicht halten. ER ist Nordafrikaner und hat schon zu viel erlebt. Als wir vor dem übermannsgroßen Denkmal von Martin Luther die Inschrift lesen, sind wir tief betroffen.

Während die Chöre in den Gottesdienstraum kommen, habe ich das Empfinden, dass Gott mir sagt: “Die Geschichte wiederholt sich.“
Gleich an zweiter Stelle im Programm ist der Imam. Mindestens die erste Reihe ist mit Moslems besetzt. F. erkennt sie sofort. Er wird ständig von ihnen beobachtet.

Der Imam geht siegessicher auf sein Podest und beginnt mit dem schrecklichen Ruf. Schnell hole ich meine Deutschlandfahne, auf der steht: Jesus Christus ist HERR. (Es ist meine Proklamation, dass der gute, lebendige Gott Herr über Deutschland ist) Ich rolle sie auf und rufe die Worte von Martin Luther: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders …“ Ich weiß, ich habe nur wenig Zeit. Ich zerbreche den Fluch, den der Imam gerade über der Kirche und uns ausgesprochen hat.

Dann wird von allen Seiten an meiner Fahne gerissen. Ich will nicht, dass sie kaputt geht. Dann stoßen sie mich und F. Sie sollen mich los lassen, mich nicht anfassen. Ich sage immer wieder, dass ich freiwillig gehe. Das Handy, mit dem F. gefilmt hat, wollen sie ihm entreißen. Immer wieder versuchen sie, mich unsanft zu greifen. Sie hatten schon darauf gewartet, dass von uns etwas kommen würde.
Wir werden durch den Hinterausgang die Treppe nach unten gestoßen. Mir fällt ein, was Jesus Christus selbst gesagt hat, wenn sie Gottes Frieden nicht würdig sind: „Schüttelt den Staub von euren Füßen, ihnen zum Zeugnis.“ (Matthäus 10, Vers 14) Wir beide tun das ganz bewusst. Ich kann nur noch denken: Das ist Verrat. Verrat an den Märtyrern, an uns Gläubigen, an unserem Land, an Gott selbst.

Ich weiß, es geht hier nicht nur um eine Aufführung, um ein, wie sie es getarnt haben „Konzert“, sondern um die Grundlagen unserer Existenz. Es geht um Deutschland, es geht um unser Leben.

Die Gedächtniskirche Speyer wurde gemeinsam von Staat und den Gläubigen zum Gedenken an Martin Luther und die deutschen Fürsten, die sich hinter ihn gestellt hatten, um ihn zu schützen, Anfang letzten Jahrhunderts erbaut. Jetzt hat sie „die große Hure“, wie sie in der Offenbarung genannt wird, besetzt.

Im Galaterbrief 1, Vers 8 sagt Paulus, der große Apostel:

„Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigen, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: Er sei verflucht!“

Als ich den Inhalt dieser schrecklichen Aufführung lese, wirkt sie auf mich wie ein Fluch über unserem Land. Es ist, als ob wir uns mit dem „Konzert“ selbst zum Gericht singen. Es ist purer Götzendienst, der im Gotteshaus betrieben wird. Der lebendige Gott, dem dieses Haus geweiht wurde, wird darauf reagieren.

Die Kirchenfürsten und Leiter der Evangelischen Kirche üben Verrat, Verrat an ihrem Gründer Martin Luther und den Reformatoren; Verrat an unserem Land, das auf der Grundlage von Gottes Wort, der Bibel seine Gesetze und Moral schrieb, Verrat an uns allen.

F. sagte mir heute Morgen: „Ich bin stolz auf uns. Es gibt nichts Schöneres in meinem Leben, als das, was wir beide gestern getan haben. Heidi, Du warst die Vertretung Martin Luthers. WIR sind die Gemeinde! Wir haben unsere Meinung gesagt. Die Leute wissen und verstehen nichts.“

Kontakt:

Gedächtniskirche Speyer
Dekan Markus Jäckle
Bartholomäus-Weltz-Platz
67346 Speyer
Telefon: 06232/19433
dekanat.speyer@evkirchepfalz.de

» Ein Bericht der Mahnwache folgt morgen.