NDR sendet fingiertes Interview mit „PEGIDA-Demonstrant“

RTL-Reporter Felix ReichsteinDie Empörung der Medien ist dieser Tage groß. Kaum ein Teilnehmer der PEGIDA-Kundgebungen will ein Wort mit ihnen sprechen. Die Schuld dafür ist selbstverständlich nicht bei den Journalisten zu suchen, dessen höchstes Anliegen es ist, wahrheitsgemäß und unabhängig zu berichten, sondern bei der komischen Mischpoke. Die Bürger sehen das freilich anders und strafen die versammelten Schmierfinken größtenteils mit Nichtbeachtung. Den Vorwurf Lügenpresse und Propagandamedien, wollte nun der NDR in seinem Magazin „Panorama“ entkräften. Man sprach mit den wenigen Demonstranten, die sich dazu bereit erklärten und sendete die Interviews ungeschnitten, um den Vorwurf der Verfälschung zu entkräften. Was dann allerdings passierte, offenbarte den ganzen Abgrund der Berufslügner.

(Von Buntlandinsasse)

Ein junger Mann wurde (bei 3:04 min im Video unten) nach dem Grund seiner Teilnahme befragt. Er schwadronierte davon, dass ihm die Vorfälle in Syrien und dem Irak Angst machen würden, dass ihm zu viele Ausländer in Deutschland rumlaufen und vor allem empört ihn die hohe Anzahl an Türken in Deutschland. Nachfragen zu seinen Empfindungen konnte er selbstverständlich nicht beantworten. Er zeigte genau das Bild, das Politiker und Medien von den Demonstranten gerne zeichnen. Diffuse Ängste, die sich nicht begründen lassen. Unsicherheit, die von Neonazis ausgenutzt wird und eine ordentliche Portion Türkenhass und Fremdenfeindlichkeit.

Hier das Video:

Nur handelte es sich bei dem Mann überhaupt nicht um einen PEGIDA- Anhänger, sondern – wie die Junge Freiheit herausfand – um RTL-Reporter Felix Reichstein (Foto oben), der selber vor Ort war, um über die Veranstaltung zu berichten. Nachdem er vermutlich ein paar merkwürdige Rückfragen erhalten hat, meldete er sich beim NDR und distanzierte sich von seinen Aussagen. Der NDR veröffentlichte daraufhin folgendes Statement:

Wie wir im Nachgang zur Sendung erfahren haben, handelt es sich bei einem der Demonstranten, die wir vor Ort in Dresden interviewt haben, um einen Reporter von RTL. Der Mann hat sich nun bei uns gemeldet und beteuert, daß er eigentlich anderer Ansicht sei und daß diese Aussagen nicht seiner Meinung entsprächen.

Der NDR beteuert, nicht gewußt zu haben, dass es sich um einen Kollegen handelt. Dies erscheint relativ unglaubwürdig, weil Reichstein im Internet angibt, zwischen März und Oktober 2012 selber beim NDR gearbeitet zu haben. Es scheint daher eher so, als ob man mangels redebereiter Bürger mal eben einen alten Kollegen vor die Kamera gezerrt hat.

Wie auch immer die Sache abgelaufen ist: irgendjemand hat bewußt versucht zu manipulieren, um das gewünschte Bild der Demonstranten abbilden zu können. Ob es der NDR war, oder Reichstein selber, oder Reichstein im Auftrag von RTL, oder alle Beteiligten zusammen, läßt sich nicht sagen. Was sich aber sagen läßt, ist, dass sich jener Berufsstand an diesem Abend mal wieder redlich das Prädikat „Lügenpresse“ verdient hat. Für Journalisten die hier mitlesen: Wundert ihr euch wirklich noch über diese Bezeichnung? Wenn ja, dann macht es auch keinen Sinn mehr, euch unsere Meinung zu erklären. Nach diesem Bericht sollte um so mehr gelten: Straft sie mit Schweigen! Redet kein Wort mit ihnen! Damit trefft ihr sie am meisten. Das einzige Fazit dieser schmierigen Lügenaktion kann nur lauten: Lügenpresse, halt die Fresse!!!

» Kontakt: panorama@ndr.de
» Auch der Spiegel, die Süddeutsche und die ZEIT berichten über den Medienskandal