Die, die aushalten

imageEs sind seltsame Zeiten, in denen wir leben. Der Widerstand gegen die Ansiedelung von „Flüchtlingen“ in Heidenau hat vor allem eines gezeigt: dass die Maulwerker in Politik und Medien kein Stück weit die Stimmung im Volk repräsentieren. Es war klar, dass die so Entblößten lauthals aufschreien würden.

Dass die Proteste in Heidenau unbeirrt weitergehen, obwohl schon von „aller Härte“ und Gefängnis für die missliebigen Bürger die Rede war, macht Mut. Auch und gerade vor dem Hintergrund der vielen unklaren „Anschläge“ auf „Flüchtlinge“, deren wahre Geschichten hinter einem selbst auferlegten Medienmaulkorb verschwinden. Wir dürfen darauf hoffen, dass sich der berechtigte Widerstand dem zunehmenden Druck von oben nicht beugen wird. Irgendjemand muss schließlich den korrupten „Eliten“ den Spiegel vorhalten.

Wie visionär der große französische Schriftsteller Jean Raspail die Mechanismen der gesellschaftlichen Auflösung unter fremdländischem Ansturm vorausgesehen hat, war hier bei PI schon mehrfach Thema. Zum Ende seines „Heerlagers der Heiligen“ ist es dann nur noch eine kleine, verschworene Gruppe von Widerständlern, die sich in ihrem Gehöft von einer wahren Zombiearmee an „Flüchtlingen“ belagert sehen – Bilder, wie man sie aus „Resident Evil“ kennt. Und doch werden es nicht die alles überrennenden Fremden sein, die das Schicksal der letzten Franzosen besiegeln

Von Norden her konnte man ein entferntes dumpfes Brummen vernehmen, das von Sekunde zu Sekunde stärker wurde. »Die Flieger von Le Grabe«, sagte der Oberst. Schon konnte man sie zählen. Sechs Wellen zu je drei Flugzeugen. »Achtzehn Flugzeuge. Man hat also achtzehn Piloten gefunden, um die Arbeit auszuführen.«

In Wirklichkeit waren es sogar drei Geschwader zu je achtzehn Flugzeugen, die in Abständen von fünf Minuten folgten. Aber sie hatten keine Zeit mehr, sie zu zählen. Das hat ihnen zweifellos im Augenblick des Todes viel Schmerz erspart. Sie standen nun alle auf der Terrasse, aufrecht, Dragasès in der Mitte. »Es gibt zwei Möglichkeiten«, sagte er noch. »Einen Ausfall versuchen, in der Gruppe oder jeder für sich. Aber Sie sehen ja, was uns erwartet …!«

Er deutete auf das Land um das Dorf herum. Sie waren von brüllenden, heranströmenden Horden umzingelt. Die gewundene Straße, die zur Abtei Fontgembar führte, wimmelte von Tausenden von menschlichen Ameisen, endlose Kolonnen, starrend vor Fäusten, Stöcken, Sensen und Gewehren …

»In einem Gemetzel Kopf an Kopf mit diesen Gestalten zu enden, hat keinen Sinn.« »Und die zweite Möglichkeit?« fragte der Minister. Sie alle kannten bereits die Antwort. »Wir bleiben hier und warten. Das wird uns kaum noch zwei Minuten kosten. Es ist immer noch sauberer, von unseren eigenen Leuten getötet zu werden. Endgültiger kann ein Ende gar nicht sein. Dann gibt es auch nichts mehr zu bereuen …«

»Meinten Sie das, als Sie sagten, Sie wollten die Sache nach Ihrem Gusto zu Ende führen?«
»Genau das.«

Nun wird es hier in Deutschland, wenn es soweit kommen sollte, kein lauter Knall, sondern ein erbärmliches letztes Wimmern sein. Hoffen wir, nein, sorgen wir dafür, dass es nicht soweit kommt!

Übrigens: Das »Heerlager der Heiligen« in der Neuübersetzung von Martin Lichtmesz ist ab jetzt in der 2. Auflage erhältlich. Die 1. Auflage dieses Romans zur Stunde war binnen eines Monats vergriffen.

Bestellinformationen:

» Jean Raspail: Das Heerlager der Heiligen, Schnellroda 2015, 416 Seiten, 22 € Zu bestellen beim Verlag Antaios.