Wie Bischöfe sich zum Islamterror äußern

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Der Bischof von Würzburg, Friedhelm Hofmann (linkes Bild), posierte vor einem umgedrehten Kreuz als er heute Morgen zu dem Allahu-Akbar-Axt-Attentat in seinem Bistum befragt wurde. „Ja, heute Morgen war große Überraschung, dass gestern so ein Attentat auf Touristen im Zug nach Würzburg verübt wurde,“ sagte der Bischof und fragte rhetorisch zurück: „Was soll man dazu sagen?“ Man wisse ja noch nichts über den jungen Mann, der möglicherweise krank war, bevor ihn die Polizei erschossen hat.

Hier eine Mitschrift:

Wie haben Sie denn den gestrigen Abend erlebt? Wie ordnen Sie das ein?

Ja, heute Morgen war große Überraschung, dass gestern so ein Attentat auf Touristen im Zug nach Würzburg verübt wurde. Man ist ja im Moment sprachlos, dass ein junger Mann mit 17 Jahren mit Axt und Messer auf Leute geht und die schwerst verletzt.

Was soll man dazu sagen?

Das ist eine nicht zu verstehende Tat. Wir kennen die Hintergründe nicht. Wir wissen nicht genau, was mit diesem jungen Mann war. Was feststeht, dass die Polizei ihn nachher erschossen hat. Jetzt müsste man sehen, wie man diese schrecklichen Hintergründe wenigstens versuchsweise aufklärt.

Ich kann nur den Verletzten und den Betroffenen sagen, dass ich auch für sie beten werde, selbstverständlich. Dass wir von uns aus alles versuchen wollen, um diesen Menschen beizustehen, die ja unter Umständen auch traumatisiert sind.

Ich möchte aber auch all denen danken, die gestern Abend noch eingegriffen haben und geholfen haben. Es ist ja auch für die Leute, für die Polizei, für den Notfallseelsorger gar nicht so einfach in diesen schwierigen Situationen vorstellig zu werden.

Und dann denke ich, dürfen wir nicht in Gefahr verfallen, dass wir jetzt alle ausländischen äh ja Asylsuchenden über einen Kamm scheren und sagen, da droht uns überall Gefahr. Wir müssen sehr wohl unterscheiden, was eigentlich zu einer solchen Tat geführt hat, ob die im Zusammenhang steht oder ob es eine Einzeltat ist, ob es die Tat eines Kranken ist.

Nur, wir müssen im Umgang auch mit denjenigen, die ohne Eltern zu uns kommen, vielleicht verstärkt sehen, dass wir sie begleiten können, dass wir sie integrieren und dass wir ihnen helfen, ihre eigenen Traumata zu überstehen.

Hier ein Video der „Sprachlosigkeit“ Friedhelm Hofmanns:

Der Bischofskollege aus Passau, Stefan Oster (rechts Bild), hat am 15. Juli nach dem Attentat in Nizza Stellung zum islamischen Terror bezogen. Seine eindringlichen Worte wurden im Westen der Republik erstaunt von der WAZ aufgenommen:

Das hat es in dieser Form noch nicht gegeben: Ein katholischer Bischof mahnt die Muslime, gegen Terror im Namen des Islam aufzustehen.

In ungewöhnlich scharfem Ton hat der katholische Passauer Bischof Stefan Oster den Muslimen Versagen vorgeworfen. Oster bezieht sich dabei auf die weltweiten Terroranschläge im Namen des Islam. Laut Oster sei nach Anschlägen wie dem von Nizza kaum eine geschlossene Reaktion der Muslime wahrzunehmen.

„Wann endlich kommt der kollektive, der große gemeinsame Aufschrei aller friedliebenden und wirklich ihrem Gott ergebenen Muslime der Welt, dass sie ihren Glauben nicht länger im Namen von Terroristen missbrauchen lassen wollen?“, schreibt Oster auf seiner Internetseite. Und er fordert: „Steht endlich gemeinsam auf gegen den Wahnsinn!“

Stefan Oster (51) wird dem konservativen Flügel der Deutschen Bischofskonferenz zugeordnet. Erst kürzlich hatte er in einem Interviewbuch mit dem Titel „Gott ohne Volk?“ den sinkenden Einfluss der katholischen Kirche in Deutschland angeprangert und dafür auch Defizite innerhalb der Amtskirche verantwortlich gemacht.

In dem Beitrag auf seiner Webseite mahnt Oster nun, die religiösen und politischen Führer der islamischen Welt müssten sich zusammentun, um der Welt zu erklären, dass Islam und Terrorismus nicht vereinbar seien. Er vermisse ein ehrliches Bekenntnis zu Frieden und Glaubensfreiheit und fordere ein Ende der Verfolgung von religiösen Minderheiten in muslimisch geprägten Ländern.

Statt der Muslime selbst seien es Christen und westliche Demokratien, die darauf hinwiesen, dass es auch einen friedfertigen Islam gebe, der „mit dem grundsätzlichen Respekt vor der Würde jedes Menschen, egal welcher Rasse, Geschlecht, Religion, Hautfarbe, Herkunft, geschlechtlicher Orientierung vereinbar wäre“.

Je weniger Muslime sich aber öffentlich gegen Gewalt im Namen ihrer Religion richteten, desto mehr ließen sie zu, „dass täglich, stündlich der Verdacht weiter befeuert wird, dass der Islam eine Religion ist, die der Welt Angst macht und ihr nicht den Frieden bringt!“, so Oster weiter. Er stellt auch Vermutungen über die Gründe des von ihm wahrgenommenen Zurückhaltung an: „Sind sie deshalb so wenig hörbar und sichtbar, weil sie sich fürchten? Oder weil sie gemeinsam so schlecht organisiert sind? Oder warum auch immer?“.

Hier der Link zur Webseite von Bischof Oster, der die richtigen Fragen stellt.

Bootskapitän Woelki meldete sich nach Nizza und Würzburg noch nicht zu Wort.