Leipzig

Blutiger Aufsteiger im Ranking des Gemetzels

Zum Tag des offenen Messers – Messe(r)stadt Leipzig!

Von JOHANNES DANIELS | „Willst Du Bremen oben seh’n, musst Du die Tabelle dreh’n“, heißt eine alte Münchner Weisheit. Nicht nötig – man muss nur die Sportart wechseln, denn auf dem neuen deutschen Trendsportsektor „Messering“ spielen Bremen, Hamburg und Köln ganz oben in einer eigenen Liga. Allerdings haben die Messer-Messis vom SV Mörder Bremen, dem Hamburger Stech-Verein und den „geschächteten Geißböcken“ derzeit mit einem kometenhaften Aufsteiger zu kämpfen: dem Red Blood Leipzig.

Harte Bandagen in der Red-Blood-Arena Leipzig!

Im polizeilichen Auskunftssystem wurden in Leipzig bis Ende September 103 gefährliche Körperverletzungen mit dem Kurzsachverhalt „Messer“ aufgeführt. Zum Vergleich: 2014 registrierte die Polizei lediglich 62 Messer-Angriffe, 2011 gar nur 33. „So schlimm wie in diesem Sommer war es noch nie“, bestätigt die Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Cathleen Martin messerscharf. „Die Aggressivität nimmt zu, Konflikte werden nicht mehr verbal oder mit Fäusten geregelt, es wird gleich das Messer gezückt.“ Ohne Stichschutzweste verlasse inzwischen kein Polizist mehr das Revier.

Astoria-Hotel: Puttin’ on the „Ritz“! Täter wieder frei.

In der Nacht zu Samstag wurden bei einer blutigen Auseinandersetzung am ehemaligen Astoria-Hotel im Leipziger Zentrum zwei Menschen mit einem Messer verletzt. „Ein Tatverdächtiger konnte in Tatortnähe ausfindig gemacht werden.“ Die Beamten nahmen die Personalien des Mannes auf – und ließen den mutmaßlichen Messerstecher wieder laufen, da es „keine Haftgründe“ gebe.

Kein Vergnügen – Deutscher Familienvater diskutiert mit „Jugendlichen“ im Vergnügungspark

Ende Juli geriet ein deutscher Familienvater mit einer Gruppe afghanischer Jugendlicher im Leipziger „Vergnügungspark Belantis“ in Streit. Dabei soll es zunächst zu einer „Rangelei“ gekommen sein. Kurze Zeit später trafen die Kontrahenten an einem Imbissstand erneut aufeinander. Einer der Jugendlichen soll im Laufe der „Auseinandersetzung“ ein Messer gezogen und mehrfach auf den Familienvater eingestochen haben. Der Mann erlitt schwere Verletzungen am Oberarm und im Bauchbereich und wurde dann in eine Leipziger Klinik gebracht. Die Staatsanwaltschaft hat das Geschehen vorerst als Verdacht des versuchten Totschlags eingestuft.

Das Fenster zum Hof – Familiendrama mit Salto Mortale

Vor den Augen seiner Kinder erstach der afghanische „Flüchtling“ Guhlam R. am 11. August seinen hochschwangeren 34-jährigen Besitz, Ehefrau Mahin (PI-NEWS berichtete). Das Ehepaar geriet in der Flüchtlingsunterkunft an der Uhlandstraße offenbar in einen heftigen Streit – der dann ein blutiges Ende nahm. Danach soll der Afghane mehrfach mit einem Messer auf seine Frau eingestochen haben und dann aus einem Fenster zum Hof im vierten Stock gesprungen sein. Er überlebte wie durch ein Wunder (Insh’allah!) schwer verletzt. Sein ungeborenes Baby verstarb an den Messerstichen im Mutterleib.

Volle Döner-Dröhung

Im Mai kam es vor einem Döner-Imbiss zu einer Messerstecherei. Ein Iraker (36) erlitt schwerste Stichverletzungen. Der Mann – der Bruder des Imbiss-Besit­zers – hatte sich offenbar mit Dealern angelegt, die immer vor dem Laden Drogen verkauft hatten. Als die Polizei kurze Zeit später eintraf, wurden auch die Beamten mit Ausbeinmessern attackiert. Daraufhin rückte Verstärkung an und die Eisenbahnstraße wurde kurzzeitig voll gesperrt. Laut Polizei konnte ein 26-jähriger Tunesier im Zuge der Ermitt­lungen eindeutig von Zeugen identifiziert werden.

 Sieben auf einen Streich

Im Leipziger Messermord-Prozess um den tödlichen Bandenkrieg von Grünau wurde im September der Kosovare Argjent K. (20) verurteilt, der im Oktober den Tunesier Hamza G. (24) an der Stuttgarter Allee mit sieben Messerstichen getötet hat. Das „Ich-mach-Disch-Messer-Motiv“ des Kosovaren: verletzte Familienehre, das Opfer soll einen Bruder des Killers wenige Tage zuvor geschlagen haben.

Leichen im Linienbus

Für „Aufsehen“ sorgte auch Doppelmörder Faouzi A. (37) als er die tunesischen Eheleute Hadia B. (32) und Ali T. (37) in deren Wohnung in der Zollikoferstraße in Volkmarsdorf getötet und zerstückelt hatte. Auslöser der Bluttat sei ein Streit um Lohn für seine „Arbeit“ gewesen.

Bevor er vor vier Jahren über das Meer zum italienischen Lampedusa und von da über Frankreich nach Deutschland gelangte, saß er in seinem Heimatland in Haft. Er wurde dann wegen Drogendelikten und mehrfacher Körperverletzung verurteilt. „In der JVA Dresden habe ich von einer arabischen Straße in Leipzig gehört, und dass es da Arbeit gibt“, so Faouzi A. Nach Streitigkeiten um den „Mindestlohn“ habe er mit einem Hammer, den er zufällig im Flur gefunden habe, auf die Opfer eingeschlagen. Noch mehrfach habe er beide mit dem Hammer traktiert, dann das Messer genommen und auf beide eingestochen. „Ich war in einem mystischen Zustand“, berichtete der Mordverdächtige.

„Ich trennte Beine und Kopf vom Rumpf ab, zuerst bei Ali T.“ Die zerstückelte Leiche des Mannes  habe er mit einem Koffer des Paares per Linienbus ans Naturbad Bagger transportiert. Weil der Koffer voller Blut gewesen sei, habe er ihn unter einem Baum versteckt und die Überreste der Frau bei den nächsten Touren in einer gelben Reisetasche mit Rädern zum Badesee gebracht und an der gleichen Stelle versenkt. Dem Geständnis zufolge fuhr Faouzi A. vier Mal mit Leichenteilen vom Tatort zum See. „Ich habe gehofft, dass man sie nicht findet.“ Kurzzeitig habe er erwogen, sich ins Ausland abzusetzen, doch die Fluchtpläne nicht weiter verfolgt.

Warum auch. Die deutsche Justiz habe erhebliche Zweifel an der „Schuldfähigkeit“ von Merkels Messer-Techniker: Er habe „Anfälle und höre Stimmen“. Laut Anklageschrift leidet der mutmaßliche Doppelmörder zudem an einer Persönlichkeitsstörung, einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer Drogenpsychose.

87 Prozent der Menschen in Deutschland wundern sich immer noch, warum die AfD in Sachsen zur stärksten politischen Kraft geworden ist. „Wir wollen die Wähler der AfD mit guter Politik zurückholen“ sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) anlässlich einer Pressekonferenz zum Wahldesaster von CDU-CSU-SPD. Man wolle nun die Probleme der Menschen lösen. Das seien zum Beispiel Fragen der Integration, der illegalen Migration, aber genauso Fragen der ärztlichen Versorgung (z.B. nach Messerverletzungen). Verschmitzt fügte sie hinzu: „Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten“.

Am 3. Oktober ist übrigens auch der „Tag der offenen Moschee“ – Ahlan wa sahlan in der MesseRstadt Leipzig!