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Verfassungsschutz als Islam-Verklärer

Die wichtigste Aufgabe des Bundesamtes für Verfassungsschutz besteht in der Überwachung verfassungsfeindlicher Bestrebungen in der Bundesrepublik Deutschland. In letzter Zeit gewinnt man allerdings eher den Eindruck, dass das Hauptanliegen sowohl des Bundes- als auch der Landesämter darin besteht, die Bevölkerung von der Harmlosigkeit des Islam und seiner Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz zu überzeugen.

So erkennt der NRW-Verfassungsschutz beispielsweise keine grundsätzliche Verfassungsfeindlichkeit in der Scharia und das Bundesamt setzt seine unsägliche Wanderausstellung vom Islam als der angeblich missbrauchten Religion fort. Letztes Jahr in Berlin ist die Ausstellung nun in Baden-Württemberg zu Gast und der dortige Verfassungsschutzchef Johannes Schmalzl erklärt im Interview mit SpOn, was er mit bezweckt. Die Bevölkerung soll mit allen Mitteln dazu gebracht werden, ihre Wahrnehmung des real existierenden Islam als Gefahr für unsere Freiheit aufzugeben. Dafür wird genebelt und definiert, dass es einen schwindelt. Man erfährt den üblichen kompletten Blödsinn vom Islamismus, der angeblich den Islam missbraucht, obwohl auch Islamisten nicht automatisch Terroristen sind. Das sind dann in getreuer Tradition mit Kurt Becks Vision vom moderaten Taliban wahrscheinlich die gemäßigten Islamisten. Hier einige Äußerungen des Verfassungsschützers Schmalzl aus dem Interview:

Der Islamismus missbraucht die Religion des Islam. Islamisten haben aber nicht schon per se etwas mit Terroristen zu tun.

(…) wir haben einen großen Nachholbedarf in Deutschland. Immer wieder werden Islam und Islamismus verwechselt. In Deutschland gibt es rund 32.000 Islamisten. Die wollen einen anderen Staat. Deswegen wollen wir möglichst breit dafür werben, dass man unterscheidet zwischen Islam und Islamisten. Letztere missbrauchen die Religion, sie missbrauchen 99 Prozent der Muslime in Deutschland, die mit Extremisten nichts am Hut haben.

SchmalzlNiemand wird ernsthaft bestreiten, dass die Mehrheit der Muslime hier nur in Frieden leben will und Terror nicht gutheißt. Aber woher weiß Schmalzl (Foto links), dass 99% der Muslime nichts mit Terror am Hut haben? Gab es nicht nach dem 11. September 2001 Jubelfeiern und Freudenkundgebungen in Kreuzberg und Neukölln? Waren das alles nur die übrigen 1% der Muslime? Derartige Behauptungen werden kaum dazu beitragen, das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen.

Hat Schmalzl keine Ahnung, wovon er redet, oder sollen wir systematisch für blöd verkauft werden. Was sagen „Insider“, wie der türkische Regierungschef Erdogan zu den westlichen Verrenkungen bezüglich seiner Religion?

Diese Bezeichnungen sind sehr hässlich, es ist anstößig und eine Beleidigung unserer Religion. Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.

Oder die exil-iranische Publizistin Nasrin Amirsedghi: „Es gibt keinen moderaten Islam“, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die muslimischen Teilnehmer der Islamkonferenz schafften es nicht einmal, sich zum Grundgesetz zu bekennen.

Trotzdem wird aggressiv und wider besseres Wissen versucht, uns mit Steuergeldern den Islam als friedlich und verfassungskonform einzureden, während als Ablenkungsmanöver gleichzeitig die neuen Bundesländer unter den finsteren Genaralverdacht der grundsätzlichen Verfassungsfeindlichkeit gepuscht werden.

» Kontakt: info@verfassungsschutz-bw.de