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Luzern will kein islamisiertes Wahrzeichen

Keine Minarette in LuzernNachdem das Initiativ-Komitee gegen den Bau von Minaretten ein kämpferisches Plakat für die Volksabstimmung vom 29. November vorgelegt hat (PI berichtete), schließt sich die Junge SVP Luzern jetzt dem Volksbegehren an. Auch sie hat ein Wahlplakat (Foto) entworfen, das für einigen Zündstoff in der Diskussion sorgt. Die Muslime sind schockiert: „Das Plakat erinnert sie an die Judenhetze im Dritten Reich.“ Doch was hat der umgekippte Luzerner Wasserturm ersetzt durch Minarett auch nur im Entferntesten mit dem Dritten Reich zu tun?

Der Original-Turm und die Minarett-Version:

Wasserturm - Wasserminarett

„Wir wollen mit dem Wasserturm als Symbol provozieren und aufrütteln“, sagt Anian Liebrand, Präsident der Jungen SVP des Kantons Luzern. Für ihn ist das Minarett „die Speerspitze der Islamisierung“. Das Plakat soll ab Mitte Oktober großflächig im Kanton Luzern für die Initiative „Gegen den Bau von Minaretten“ werben. Das Schweizer Stimmvolk wird am 29. November darüber entscheiden.

Die Luzerner Muslime sind schockiert und empört. „Dieses Plakat unterscheidet sich nicht von der ­antijüdischen Propaganda vor dem Zweiten Weltkrieg“, wettert Petrit Alimi, Vizepräsident der Islamischen Gemeinde Luzern. Heute stünden an der Stelle der Juden einfach die Muslime.

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Wenn man umgekehrt sagen würde, der Wasserturm ersetzt durch ein Minarett ist ein Machtsymbol eines totalitären Systems, das ein abendländisches Wahrzeichen verdrängt hat, käme man einem vernünftigen Vergleich allerdings schon wesentlich näher.

» Weitere Infos zur Aktion der Jungen SVP Luzern finden Sie bald hier.

(Spürnase: kjasdhkjsa)