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Chronik eines angekündigten Brandanschlags

Blumen vor der ausgebrannten Bankfiliale in AthenDie zerstörerischen Krawalle der linken Chaoten und der tödliche Brandanschlag vom 5. Mai in Athen sind für viele in Deutschland ein Schock gewesen. Für diejenigen aber, die sich mit der Brutalität der griechischen Anarchisten auskennen, die Griechenland seit über 30 Jahren terrorisieren, war es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Opfer zu beklagen sind.

(Von Lord Byron)

Genau das trat am letzten Mittwoch mit dem feigen Mordanschlag in der Marfin-Egnatia-Bank ein. Diese Bankfiliale in der Stadiou Straße 20 liegt keine 500 Meter vom griechischen Parlament entfernt. Schon oft kam es in der Vergangenheit bei Demonstrationen zu schweren Sachbeschädigungen bei dieser Bank. Vor vier Jahren brannte das Gebäude einmal vollkommen aus. Da es sich um ein neoklassizistisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert handelt, war es aus Denkmalschutzgründen nicht erlaubt, irgendwelche zusätzliche Vorkehrungen zum Schutz, wie z.B. Rolladen an den Fenstern, anzubringen. Dieser Tatsache bewusst, nutzten die Mörder sie kaltblütig aus, um ihren tödlichen Plan auszuführen.

An diesem Tag hatten die größten Gewerkschaften des Landes zu einem 24-stündigen Generalstreik aufgerufen. Diesem Aufruf folgten auch Hunderttausende von Arbeiter und Angestellte, um bei einer Großdemonstration im Herzen Athens ihre Wut über die Sparmaßnahmen der Regierung friedlich kundzutun. Die Gunst der Stunde nutzte dabei die kommunistische Gewerkschaft PAME, die für ihre Aktionen des zivilen Ungehorsams berüchtigt ist. Bei früheren Demonstrationen war es schon vorgekommen, dass aus der Mitte des Protestzuges dieser Gewerkschaft sich der Schwarze Block der Krawallmacher löste, um ungehindert seinem Zerstörungswerk nachzukommen. Das gleiche geschah auch an diesem Tag, nach dem gleichen Muster.

Als an diesem Nachmittag der Demonstrationszug an der Stadiou Straße angekommen war, fingen – in Abwesenheit der Sicherheitskräfte – die Vandalismen der Randalierer an. Schaufenster von Geschäften wurden zu Bruch geschlagen, Autos abgefackelt, Bankautomaten zerstört, Abfalltonnen in Brand gesetzt. Zuerst gingen die Anarchisten zu einem Buchladen, der gegenüber der Marfin-Egnatia-Bank lag und schmissen Molotowcoctails in den Innenraum hinein. Einer der Brandstifter sagte zum Buchhändler in gebrochenem Griechisch: „Wir werden dich verbrennen!“ Durch den Einsatz von Feuerlöscher konnte der Geschäftsinhaber den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Dann wanden sie sich der Bank zu. Drei der Attentäter, die Skimasken und chirurgische Handschuhe trugen, schlugen mit Vorschlaghammer und Äxten die Schaufenster zu Bruch. Obwohl sie sahen, dass im inneren Menschen arbeiteten, zögerten zwei weitere Chaoten, die unvermummt waren – darunter eine Frau -, keine Sekunde lang und fingen an Molotowcoctails hinein zu schmeißen. Zu jeder Zeit war jemand anwesend, der ihnen Anweisungen gab, was sie zu tun haben. Am Ende kam ein ebenfalls unvermummter Randalierer und leerte eine 1,5 Liter Flasche mit Benzin hinein. Das Erdgeschoß fing an Lichterloh zu brennen.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich um die zwanzig Bankangestellten im Gebäude. Zuerst versuchten sie den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen, was angesichts der wütenden Flammen sinnlos war. Der gegenüber liegende Buchhändler, lief nun seinerseits mit seinem Feuerlöscher rüber um zu helfen und wurde von den Chaoten dabei abgehalten und mit Schlägen bedroht. Einer der Mörder sagte zu ihm: „Lasst sie verbrennen.“ Da der Geschäftführer der Bank die Tür von innen verschlossen hatte, um ein Eindringen der Randalierer zu verhindern und ein Notausgang nicht vorhanden war, liefen die Menschen die Treppe des vierstöckigen Bankgebäudes hinauf. Die Angestellten versuchten nun verzweifelt, sich vor dem flammenden Inferno aufs Dach zu retten. Dabei brachen zwei der Opfer im raucherfüllten Treppenhaus zwischen drittem und viertem Geschoss ohnmächtig zusammen und erstickten durch das Einatmen des giftigen Rauches. Das dritte Opfer brach kurz vor dem rettenden Balkon zusammen und erstickte ebenfalls. Eine der Frauen war im vierten Monat schwanger. Erst vor zwei Tagen hatte sie erfahren, dass es ein Junge wird.

Da die Flammen drohten das ganze Gebäude zu erfassen, versuchten die übrigen Angestellten, von den Balkonen aus in die Nachbargebäude zu flüchten. Dabei sprangen einige aus Verzweiflung in die Tiefe und zogen sich dabei schwere Knochenbrüche zu. Die verängstigten Menschen riefen von oben zu den vorbeilaufenden Demonstranten: „Bitte helft uns!“ Diese riefen ihnen mit roten Hammer-und-Sichel-Fahnen schwenkend zynisch entgegen, sie seinen an ihrer Lage selber Schuld und sie hätten streiken sollen, anstatt zu arbeiten. Einige gingen soweit, sie mit ihren Handykameras aufzunehmen und sie dabei mit „Bitte lächeln“ Rufen zu verhöhnen.

Andere Demonstranten, die Mitleid zeigten, verständigten sofort die Feuerwehr. Diese befand sich nur wenige hundert Meter vom Brandort entfernt. Trotzdem benötigte der Einsatzwagen eine Viertelstunde, bis er das brennende Gebäude erreichte. Auf dem Weg dorthin wurde das Feuerwehrauto durch einen Steinhagel der Autonomen daran gehindert, schneller voranzukommen. Die Feuerwehrmänner machten sich deshalb zu Fuß auf den Weg, um an den Einsatzort zu gelangen. Aber ohne Löschfahrzeug konnten sie in diesen Moment auch nichts bewirken. Einer der Feuerwehrleute gab später zu Protokoll, dass einige Demonstranten ihm ebenfalls sagten, man solle sie verbrennen lassen, es seien ja Bankangestellte.

Nach diesen tragischen Ereignissen, die die griechische Gesellschaft fassungslos über die menschenverachtende Vorgehensweise der Anarchisten zurückließ, versuchte die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) und ihre Schwesterpartei, die Koalition der Radikalen Linken (SYRIZA), die Ereignisse herunterzuspielen. Sie beschuldigten ihrerseits Provokateure vom rechtsradikalen Spektrum die Anschläge verübt zu haben, um den „gerechten“ Kampf des Volkes zu unterminieren und kündigten an, ihre Straßenproteste mit allen Mitteln fortzusetzen.

Der griechische Innenminister Chrysohoides, der die Gewalttaten der Anarchisten bisher immer verharmlost hat, sieht sich nun einer massiven Forderung der Bevölkerung ausgesetzt, die Schuldigen festzunehmen und sie beispielhaft zu Verurteilen. Nach dem durchsehen der Videobänder, die die Überwachungskameras entlang der Straße aufgenommen haben, wurde bisher der unvermummte Täter identifiziert. Er ist den Behörden schon aus früheren Krawallen bestens bekannt. Leider erweist sich die Suche nach ihm äußerst schwierig, denn die Anarchisten haben geschützte Rückzugsräume in den zahlreichen Universitäten. Aufgrund eines Gesetzes über das Universitätsasyl darf die Polizei dort nicht ermitteln. So können sie dort in aller Ruhe an ihren Molotowcoctails basteln und ihre zukünftigen Pläne aushecken. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Tragödie die Augen der griechischen Bevölkerung soweit über die Rücksichtslosigkeit der linken Chaoten geöffnet haben, dass sie endlich etwas dagegen unternehmen.

Noch zu erwähnen wäre die Meldung der griechischen Sonntagszeitung „TO PARON“, dass sich an den Athener Gewaltorgien auch deutsche Krawalltouristen solidarisch beteiligt haben.

(Foto oben: Blumen vor der ausgebrannten Bankfiliale in Athen)