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Mönchengladbach: Protest gegen Salafistenschule

Mönchengladbach: Protest gegen SalafistenschuleIn Mönchengladbach-Eicken folgten ca. 30 Bürger einem Internetaufruf, sich spontan zu einer „Unmutsbekundung“ gegen den geplanten Umzug einer strenggläubigen (=extremistischen) Islamschule der Salafisten zu versammeln. Unterstützt wurde die Meinungsäußerung von Aktivisten der Bürgerbewegung Pax Europa.

(Von Alexander P.)

Die drei Hauptakteure des saudisch bzw. wahhabitisch beeinflussten deutschen Ablegers der Salafiyya-Bewegung sind spätestens seit der Beschlagnahmung ihrer Schriften im Januar 2010 keine Unbekannten mehr. Es sind die Prediger Mohammed Ciftci (Braunschweig), Pierre Vogel (Köln) und Sven Lau (Mönchengladbach). Ihr regelmäßig verwendeter Kampagnen- oder Vereinsname lautet „Einladung zum Paradies“ (as-Sunnah-Moschee, Masjid as-Sunnah, Eickener Straße).

Die Rheinische Post berichtete im Vorfeld relativ ausführlich in verschiedenen Artikeln (s.u.) und erreichte über die Kommentarbereiche einige Bürger. Ein kleiner Erfolg im Vorfeld war die Absage des am Samstag geplanten Infotisches der Salafisten.

Zum Ablauf: um 19 Uhr fanden sich besorgte Bürger aus Mönchengladbach und dem Umfeld ein, sowie BPE-Aktivisten. Eine halbe Stunde vorher war, wie sich später herausstellte, der Staatsschutz bereits vor Ort. Natürlich nur um die Bürger vor den Strenggläubigen zu schützen. Ruhe und Ordnung (=Staatsräson) sind halt ein kostbares Gut. Dennoch, wir erinnern uns: Pierre Vogel war es, der Necla Kelek die Vernichtung wünschte, nicht die anwesenden Bürger.

Kaum waren die Plakate ausgepackt, kamen drei Vertreter des Stadtfernsehens CityVision und der Rheinischen Post und interviewten mehrere Anwesende. Immerhin.

Keine 5 Minuten später erschienen jedoch auch zwei Vertreter von Recht und Ordnung und untersagten mit Unterstützung der zwei Beamten des Staatsschutzes die „Demonstration“, da sie nicht angemeldet sei. Die Plakate wurden daraufhin sofort entfernt, jedoch wollten die Bürger noch nicht nach Hause gehen. Die nachfolgenden Diskussionen dauerten dann noch ca. 2 Stunden. Die nette Runde anschließend im Brauhaus ging noch bis 22 Uhr.

Aufgrund der starken Resonanz werden die Diskussionen nächsten Montag in einer geschlossenen Räumlichkeit fortgesetzt. Der genaue Ort wird den Bürgern noch per Flyer bekannt gegeben.

Das Video zur Aktion:

» RP: Warnung vor Islamschule in Eicken
» RP: Islamschule: Verein sagt Infostand ab
» RP: Islamschule: Stadt stoppt Bau
» RP: Islamschule: Bauantrag und Demonstration
» Hannoversche Zeitung: Umstrittene Islamschule in Braunschweig plant Umzug nach NRW