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Trittin: „Schweinejournalismus“ gegen Gauck

In der Maybrit Illner-Sendung vom letzten Donnerstag zur Kandidatur Joachim Gaucks für das Amt des Bundespräsidenten konnte man kurzzeitig mal einen etwas anderen Jürgen Trittin erleben (siehe Video unten). Er bescheinigte der anwesenden taz-Chefredakteurin Ines Pohl wegen des Kommentars von Deniz Yücel (Foto r.), der dem designierten Bundespräsidenten Gauck Holocaustrelativierung vorwarf (PI berichtete), „Schweinejournalismus“.

Gauck in die Nähe von Ernst Zündel zu rücken, ist typisch deutscher Kampagnenjournalismus, den man von der taz nur allzu oft kennt. Aber immerhin muss man der taz zugute halten, dass sie den Käse, den sie verzapft, wenigstens selbst finanziert.

Ganz anders sieht es da beim extrem linken Blog Publikative.org aus, der sich im Besitz der Amadeu-Antonio-Stiftung befindet. Die Stiftung wird von der Linksradikalen Anetta Kahane (Ex-Stasi Mitarbeiterin) geleitet. Unter den Stichworten „Stärkung der Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ betreibt die Stiftung ein radikal linkes Netzwerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Bürgertum pauschal zu denunzieren. Zu diesem Netzwerk gehört auch der Tagesschau-Journalist Patrick Gensing (früher NPD-Blog) und Andrej Reisin (Foto l., Panorama, taz).

Besagter Reisin veröffentlichte nun einen Artikel, der an „Schweinejournalismus“ nicht zu überbieten ist. Er gibt, wie nicht anders zu erwarten, Yücel Recht und führt dafür einen so absurden Beweis heran, dass man an seiner geistigen Verfasstheit ernstlich zweifeln muss:

[…] Stattdessen wird auf Gaucks Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“ verwiesen – der in Wirklichkeit genau dasselbe Spiel betreibt (Holocaustrelativierung, Anm. v. PI): Man schaue sich die Aufteilung der Homepage des Vereins, den Trittin als Beleg von Gaucks moralischer Unangreifbarkeit aus dem Hut zaubert, genau an: „Nationalsozialismus / DDR / Politischer Extremismus / Demokratieförderung“ heißen dort die vier Hauptnavigationspunkte – gleichberechtigt nebeneinander. Nationalsozialismus und SED-Diktatur stehen auf einer Stufe des „Unrechts“ – ein Weltkrieg mit (50-70 Mio. Tote) und sechs Millionen ermordete Juden sind nur mehr ein Appendix der „Diktaturen“ und des „Extremismus“

Gauck behandelt also die extreme Rechte und die extreme Linke in seinem Verein. Ein Umstand, den jeden Linken Hund aufjaulen lässt, so auch Reisin. Merke: wer die DDR-Diktatur und den Nationalsozialismus ablehnt, ist Holocaustrelativierer. Und dann folgt Kulturrassimus feinster marxistischer Machart:

[…] Gauck ist der mit Abstand wertkonservativste Präsident seit Roman Herzog, ein deutscher Protestant reinsten Wassers, in dessen Weltanschauung neben Jesus nur noch der Antikommunismus einen gleichwertigen Rang einnimmt und der, wenn er von “wir” (“wir haben doch ganz andere Traditionen”) und den “Menschen in Europa” spricht, explizit “alteingesessene” “Christen“ meint.

Wie kann sich Gauck herausnehmen in Deutschland von Alteingesessenen zu sprechen. Als nächstes versteht er sich noch als Vertreter des „Deutschen Volkes“, außerdem ist er Christ. Der Marxist Reisin hat Schaum vorm Mund. „Du sollst deinen Selbsthass nicht auf Andere projezieren“, hat eine deutsche Kommerzpunkband mal gesungen. Reisin und Co. sollten sich das zu Herzen nehmen. Er hasst sich selbst und wünscht, dass wir es ihm gleichtun. Aber das eingentlich ärgerliche an dem Schreiben ist, dass ich es mit meinen Steuern mit finanziere. Die Amadeu-Antonio-Stiftung erhielt im Jahr 2010 laut Bilanz etwa 750.000 € an Zuschüssen, davon wird auch der Blog betrieben. Fast eine halbe Millionen Euro gibt man für das Personal aus. Frau Kahane scheint ja fürstlich zu verdienen.