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Absolute Mehrheit: Alternative auf Platz 2 – Kritik an Bernd Lucke

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Wie PI berichtete, strahlte ProSieben am Sonntag eine neue Ausgabe der Sendung „Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen“ aus. Bernd Lucke von der Alternative für Deutschland (AfD) schnitt dort mit 41,1% nicht schlecht ab.  Kritik gibt es dennoch.

(Von Étienne Noir)

AfD-Chef Bernd Lucke lag zu Beginn sogar noch in Führung. Im Laufe der Sendung konnte Gregor Gysi von der Linkspartei jedoch Boden gut machen. Die Marke von 50% knackte allerdings auch er nicht. Der Gewinn von 100.000 Euro wandert folglich weiter. In der nächsten Sendung gibt es für den Sieger dann ggf. 200.000 Euro zu kassieren. Positiv bleibt hervorzuheben, dass Dirk Niebel von der FDP und Florian Pronold (SPD) weit abgeschlagen im einstelligen Bereich verweilten. „Mr. Dax“ (Dirk Müller), ein ebenfalls sehr guter Diskutant, kostete Bernd Lucke wohl die wichtigen Stimmen zur absoluten Mehrheit. Knapp daneben ist eben auch vorbei.

Kritik oder zumindest Verwunderung dürfte es an manchen Aussagen von Bernd Lucke zum Thema EU-Steuersatz und Schweiz geben. Die Aussagen hier klangen teilweise schon in Richtung „SPD- Problempeer“. Während man Politikern der Blockparteien jedoch sehr viel durchgehen lässt, ist es gerade bei oppositionellen Kräften üblich, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Und wehe, wehe die Waage ist nicht ausgewogen! Sofort wird mit Nichtwahl oder CDU gedroht. Hier muss zum einen Bernd Lucke mehr das Ohr an der Basis haben, zum anderen sollte man auch nicht jeden „Stinker“, der meint „stänkern“ zu müssen, allzu ernst nehmen. Wie oft sind das verzweifelte Funktionäre irgendeiner mehr oder weniger erfolglosen Minipartei? Parteien bei denen man sich fragen muss, warum Geld, Personen und Idealismus für die Aussicht auf Chancenlosigkeit bei der Bundestagswahl verbraten werden? Parteien bei denen das Ergebnis vermutlich nicht einmal für das Hauptkampfziel „Wahlkampfkostenrückerstattung“ reicht? Diese Funktionäre glauben vielleicht mit ihren, eher Mitleid erregenden Rufen, nach Unterstützungsunterschriften (obwohl angeblich schon seit Monaten „erfolgreich“ die Massen herbeieilen) und negativen Kommentaren gegen andere, noch irgendwo eine handvoll Stimmen zu erhaschen. Sollen sie doch antreten. Das steht jedem frei. Das ist ein Teil der Demokratie. Doch es würde wesentlich positiver für diese Gruppen wirken, wenn sie nicht bei anderen, hier aktuell der Alternative für Deutschland, das Haar in der Suppe suchen oder mit spekulativen Artikeln von CDU-nahen Vereinigungen auf ihnen nahe stehenden Blogs Stimmungen herbei schreiben würden, sondern einfach mal für sich selbst würben. Statt auf andere zu zeigen, ganz simpel mal klarstellen, warum man selbst die „richtige Alternative“ sein soll. Warum fällt das manchen so schwer? Gibt es von diesen Gruppen nichts Gutes zu berichten? Und weshalb? Ist man dort so derart erfolglos? Bei einzelnen Kommentaren könnte man auch meinen, nicht die Blockparteien sondern die AfD wäre der Hauptgegner. Oder stehen da andere Interessen mit dem Scheckbuch dahinter? Für alle, die mal wieder etwas über die AfD schimpfen wollen, sei dieser Enthüllungsbericht anheim gestellt. Sicherlich wieder genug Stoff für ein paar neidische Artikel und dutzende Hasskommentare.

Die Alternative für Deutschland scheinen die Gegner von linksradikaler taz („neoliberale Organhändler“)  bis zum freiheitlich-konservativen Blog freiheitlich.me („ist ja gar keine Opposition, da zu erfolgreich“) im Netz nicht zu stören. Sie stabilisiert sich derzeit in den offiziellen Umfragen der großen Institute bei drei Prozent. Die Gründung der Landesverbände geht zügig und ohne Zwischenfälle voran. Im neuen Landesverband Brandenburg wurde am vergangenen Sonntag der Publizist und Staatssekretär a.D. Dr. Alexander Gauland aus Potsdam, der auch Mitglied im Bundesvorstand der Partei ist, als Spitzenkandidat zur Bundestagswahl der Brandenburger Alternative für Deutschland aufgestellt.

Hier das Video der Sendung:

(Videobearbeitung: theAnti2007)