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Kampf gegen Zschäpes Socken

Tag 73 im NSU-Prozess: „Zschäpes Socken rochen sehr unangenehm!“ Kein Kommentar!




Kirchweyher Bahnhofsplatz umbenannt

Ein anonymer Hinweisgeber hat uns darauf aufmerksam gemacht, daß Unbekannte den Tatort am Kirchweyher Bahnhof in „Daniel-Siefert-Platz“ umbenannt hätten. Wir haben uns daraufhin sofort auf den Weg gemacht, um uns vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu überzeugen. Und tatsächlich. Die von uns gemachten Fotos belegen es.

Da haben einige Mutige DAS getan, wofür Bürgermeister Lemmermann und den Mitgliedern des Rates der Gemeinde bislang der Mumm gefehlt hat. Sie haben ein Zeichen gegen Gewalt und für Zivilcourage gesetzt. Daniel hatte versucht, einen Konflikt mit Mitteln zu lösen, die bei uns üblich sind. Dafür hat er mit seinem Leben bezahlt. In Weyhe. Damit dieses vorbildliche Verhalten endlich angemessen gewürdigt wird, fordern wir den Rat der Gemeinde nochmals auf, einer offiziellen Umbenennung des Tatortes nicht länger im Wege zu stehen. So könnten die Fahrgäste künftig die folgende Durchsage zu hören bekommen, wenn ihr Bus die dortige Haltestelle ansteuert: „Bahnhof Kirchweyhe/ Daniel-Siefert-Platz“. Eine schöne Vorstellung …

» Hier gehts zur Petition

(Gefunden auf der Facebook-Seite „Wir sind Daniel“)




Die edlen Armen

Eindringlich fordern uns die Bischöfe zur Solidarität mit Armutsmigranten auf. Wir vernehmen die Vorboten eines ultrasozialen Trivial-Evangeliums, dessen Konturen sich im Dunstkreis von Armutsdebatten, Kapitalismuskritik und Franziskus-Effekten abzuzeichnen beginnen.

(Von Marcus B.)

Reiche Welt und arme Welt

Demnach teilt sich die Welt grob in Reiche und Arme auf. Reich ist der Reiche auf Kosten des Armen, dem er wegnimmt oder zumindest vorenthält, was diesem zusteht. Somit steht der Reiche ganz in der Schuld des Armen – moralisch wie ökonomisch.

Zwar bestiehlt der Reiche den Armen nicht direkt, wohl aber mittelbar über „ungerechte Strukturen“. Auch ist nicht jeder in den reichen Ländern unmittelbar schuld. Nur ein harter Kern von Verderbten geht ganz bewusst über Leichen. Die große Mehrheit der Bevölkerung macht sich jedoch durch ihre „Gleichgültigkeit“ mitschuldig.

Umgekehrt sind die Armen 100% Opfer! Opfer aber sind immer unschuldig und die Armen insgesamt die soziologische Inkarnation verlorener Unschuld. So etwas wie „Wirtschaftsflüchtling“, „Scheinasylant“ oder „Sozialbetrug“ kann es daher logisch gar nicht geben – und darf nicht gedacht, geschweige denn gesagt werden.

Wir fallen auf einen soziologischen Rechtfertigungsbegriff zurück: Ob Du gerecht vor Gott bist, hängt von Deiner Zugehörigkeit zu einer Bevölkerungsgruppe ab. Gehörst Du zu den Armen, bist Du ein Gerechter. Bist Du ein Reicher – dann nimm Dich in Acht! Lass Dich vom zärtlichen Rohrstock der Bergoglio-Barmherzigkeit züchtigen!

Erlösung von kollektiver schuldhafter Verstrickung finden die Reichen nur durch radikale Umkehr und Wiedergutmachung. An der Reinheit der Armen müssen die korrumpierten Reichen Läuterung suchen. Dies ist nur möglich durch einen Akt der vorbehaltlosen materiellen Selbstübereignung.

Da die – materielle wie moralische – Schuld der reichen Völker kollektiv ist, hat auch die Umkehr und Wiedergutmachung kollektiv über die politischen Organe zu erfolgen: Der Staat akquiriert zwangsweise die Mittel für das Solidarsystem, das seinerseits vorbehaltlos allen geöffnet werden muss, die mühselig und beladen sind – weltweit.

Einwände, dass übermotivierte gute Absichten ökonomisch durchaus unvernünftig sein können und bisweilen mehr Übel hervorrufen als sie beseitigen, sind vom Diskurs ausgeschlossen! Von der Natur der Dinge und von Zwängen zu sprechen, die in der Natur der Sachen liegen, ist blanker Defätismus, faule Ausrede und Ausdruck lauer christlicher Mittelmäßigkeit.

Zuwanderer, Migranten und Flüchtlinge sind auch (nur) Menschen

Trotzig setzt sich der karitative Irrationalismus über Vernunft und Wahrheit hinweg. Authentisch aber ist die christliche Menschenliebe, soll sie mehr als seichte Sentimentalität sein, doch nur dann, wenn sie in der vernünftigen Einsicht in die Wirklichkeit des Menschen gegründet ist – ja, mehr noch, wenn sie diese Wirklichkeit auch auszuhalten vermag.

Richtig, der Mensch ist Ebenbild Gottes, was sich als Wesenszug der Art auf jedes Individuum überträgt – auch auf solche, die nicht schön anzuschauen sind und die wir als bedrohlich empfinden. So weit so gut. Zur ganzen Wahrheit gehört aber, dass alle Menschen auch Kinder Adams sind und wie an der Gottebenbildlichkeit so an der gefallenen Menschennatur teilhaben.

Folglich ist es unvernünftig und unwahrhaftig – und somit selbst wieder moralisch bedenklich – so zu tun, als ob die menschliche Unzulänglichkeit und Boshaftigkeit nicht auch den Armen als Disposition eingefleischt wäre, indem man jeden Aspekt der sozialen Wirklichkeit, der darauf hindeutet, zwanghaft ausblendet.

Die Möglichkeit, dass Flüchtlinge ihre Daheimgebliebenen im Stich gelassen haben oder zugewanderte Banden die Arglosigkeit der Solidargemeinschaft mit krimineller Energie ausnutzen, liegt sehr wohl im Horizont des „christlichen Menschenbildes“.

Wer sich als Zuwanderer durch Verschlagenheit am Eigentum der Einheimischen vergreift, begeht objektiv Unrecht, und die Betroffenen haben das volle Recht, sich gegen diesen Übergriff zu wehren: Wer betrügt, der fliegt! Betrug bleibt Betrug – auch wenn das Unrechtsbewusstsein durch den Armutsbonus getrübt ist.

Wer übrigens fliegt, weil er betrogen hat, dem werden die Folgen missbrauchter Freiheit zugemutet, weil ihm die Fähigkeit zur besseren Einsicht und Entscheidung immerhin zugetraut wurde. Personen als handelnde Subjekte zu würdigen, die für das, was sie tun, verantwortlich sind – das gehört ebenfalls zum vollständigen „christlichen Menschenbild“.

Vergleichbar jener pathologischen Kinder- und Tierliebe, die sich vom konkreten Gegenüber ablöst und im Rausch des guten Gefühls verliert, werden im sozialevangelischen Enthusiasmus die Armen zugleich überhöht und banalisiert. Heraus kommt eine narzisstische Projektion, an der sich die ganz eigene Befindlichkeit aus Bemutterungsinstinkten und dunklem Verlangen nach Sühne und Selbsterlösung abarbeitet.




Berlin: 9 Mio. für Flohkrebs statt intakte Schulen

Arm aber sexy, und besonders attraktiv, nicht nur für kriminelle Ausländer, sondern demnächst auch für Bachflohkrebse, Plötzen und Wasservögel: Berlin lässt sich seine Tierchen richtig was kosten, schließlich gibt es ja den Länderfinanzausgleich, und so dürfen die Bayern auch die Wellness-Oasen für Berlins Krebschen und Fische finanzieren, während für die Instandsetzung der Schulen angeblich kein Cent da ist.

Der Landwehr-Kanal (ein Kanal zwischen Spree und Havel) soll biologisch-dynamisch aufgepeppt werden. In 140 Sitzungen, Dauer jeweils bis zu sechs Stunden, berieten 25 Gruppen unter der Ägide des Schifffahrtsamtes über elf Uferkilometer Kanal: Das vermutlich längste und teuerste Vermittlungsverfahren in der Geschichte Berlins.

Gunnar Schupelius, Kolumnist bei der Berliner Zeitung, schreibt:

Biologen vermuten, dass der Flohkrebs von der Strömung des Kanals gestresst sein könnte. Deshalb werden für ihn oberhalb der Seitenwände des Kanalbeckens flache Ruhezonen eingerichtet. Die Plötze, ein Fisch, der im Kanal beheimatet ist, mag angeblich die Schleusen in Kreuzberg und Tiergarten nicht. Deshalb werden für die Plötze neben den Schleusen Wassertreppen gebaut, auf denen sie das Becken umschwimmen kann. (…)

Keines der Tiere ist aber in wirklicher Not. Fische sterben im Landwehrkanal allenfalls wegen Sauerstoffmangels, aber nicht, weil sie noch keine Fischtreppe haben. Und Wasservögel sind bisher auch ohne einen Ausstieg auf einer mobilen Insel ausgekommen.

Freunde macht sich Schupelius mit diesen Äußerungen bei den Grünverdrehten sicher nicht, doch so lange Berlin keine anderen Probleme hat, kann alles so schlimm noch nicht sein.




Politische Abschaltung der Kernkraft war illegal

Das Land Hessen muss an den Energiekonzern RWE voraussichtlich Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe zahlen, weil es 2011 nach dem Reaktorunfall im japanischen Fukushima die vorübergehende Abschaltung des Atomkraftwerks Biblis angeordnet hatte. Die vorübergehende Stilllegung des Blocks A und die endgültige Abschaltung des Blocks B seien nicht rechtmäßig angeordnet worden, urteilte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Dem Beschluss zufolge fehlte dem Land die Rechtsgrundlage für solch eine Anordnung (Az. 7 B 18.13).

Damit ist möglicherweise auch die von der Bundesregierung verordnete Stilllegung der anderen sieben Atomkraftwerke ohne Rechtsgrundlage erfolgt. Die AKW-Betreiber könnten früheren Berichten zufolge 15 Milliarden Euro Schadenersatz geltend machen…

Kommentar: Hoffentlich muß der Staat zahlen! Das Reaktorunglück in Fukushima passierte wegen einer riesigen Welle direkt am Meer. Selbst der schwachsinnigste Depp weiß, daß kein einziges deutsches Kernkraftwerk direkt am Meer liegt. Wo sollte da eine Tsunami-Welle herkommen? Trotzdem haben unsere schleimigen Politiker mit ihren grünen Strohhirnen, an der Spitze die populistische Mutti, illegal ohne Parlament oder sonstwas diktatorisch die Kernkraftwerke abgeschaltet. Hoffentlich wird es recht teuer! Und bei den Steuerzahlern trifft es ja auch nicht die falschen, haben sie doch mehrheitlich und verblödet Beifall gespendet! PI hat auch schon zu Beginn des Klagewegs berichtet.




Asyl: Höchstzahl seit 1995 und es werden mehr

AsylstromDas vergangene Jahr bescherte Deutschland rund 109.000 Asylerstanträge, 2014 sollen es noch mehr werden. Nicht nur aus Ländern wie Afghanistan, Syrien, Iran, Irak und Pakistan strömen Menschen ins Land. Und nach wie vor kommen viele auch aus Ländern wie Mazedonien, Bosnien und Serbien, die längst schon als „sicher“ einzustufen wären.

(Von L.S.Gabriel)

Länder und Kommunen haben zunehmend Probleme, der Flüchtlingsflut Herr zu werden (PI berichtete). Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), sagt in einem Interview mit der Welt:

„Wenn die Länder beklagen, dass so viele Antragsteller vom Balkan kommen, um hier zu überwintern, dann hängt das auch damit zusammen, dass falsche Anreize geschaffen werden.“

Das durchschnittliche Monatseinkommen liege in Serbien bei 470 Euro, in Deutschland bekommt ein Asylbewerber Leistungen etwa in der Höhe des Hartz-IV-Satzes. Der Regelsatz für Erwachsenen liegt 2014 bei 391,- Euro. Die Länder des Westbalkans als sichere Herkunftsländer einzustufen, würde sehr entlasten, so Schmidt. Er spricht sich auch für eine raschere Abschiebung aus:

„Wir müssen so schnell wie möglich das Signal setzen: `Das funktioniert nicht` und die Menschen, die keine Schutzgründe haben, schnell wieder zurückschicken.“

Die meisten Asylbewerber kämen derzeit aus Russland. In der tschetschenischen Hauptstadt Grosny werde das Gerücht verbreitet, in Deutschland gebe es für jeden Tschetschenen ein Stück Land und 4000 Euro Begrüßungsgeld.

Unterdessen beklagt die Augsburger Allgemeine, wie sehr die Flüchtlinge hierzulande unter der „erzwungenen Arbeitslosigkeit leiden“.

Immer wieder bewerben sich die Flüchtlinge bei Betrieben in der Region. Wenn sie einen potenziellen Arbeitgeber finden, dürfen sie die Stelle aber nicht einfach annehmen. Erst einmal müssen sie dafür einen Antrag beim Landratsamt einreichen. „Einige Wochen später bekommen wir dann mündlich eine Absage – nicht einmal eine Begründung wird uns genannt“, sagt einer der Asylbewerber.

Damit teilt er wohl das Los vieler Deutscher, die Arbeit suchen und denen auch oft nicht einmal eine Antwort auf ihr Bewerbungsschreiben zuteil wird. Arbeitssuchende hat Deutschland nämlich selber ohnehin genug und das sind noch dazu Menschen, die davor meist schon viele Jahre in das Sozialsystem eingezahlt haben.

Dabei kämpfen die deutschen Sozialsysteme allein schon mit der stets wachsenden Zuwanderung aus EU-Ländern. Im Gegensatz zu früheren Äußerungen der EU-Kommission: „Das EU-Recht sagt ganz klar: Es gibt ein Recht auf Freizügigkeit, aber kein Recht auf Einwanderung in die nationalen Sozialsysteme“, heißt es nun differenzierter, Deutschland dürfe arbeitslosen Zuwanderern aus der Europäischen Union nicht grundsätzlich Sozialleistungen verweigern. Der Ausschluss von EU-Zuwanderern von Hartz-IV-Leistungen sei mit europäischem Recht nicht vereinbar.

Nach geltendem Recht erhalten nur Arbeitnehmer und Selbstständige Hartz-IV-Leistungen, nicht aber Migranten, die nach Deutschland kommen und keine Arbeit suchen. Dorothee Frings, Professorin für Sozialrecht an der Hochschule Niederrhein fordert, auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach einer Arbeit suchen, müsse der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden.

BAMF-Präsident Schmidt gibt indes wenig Grund für Hoffnung, dass der Flüchtlingsstrom abreißen werde. „Insgesamt sieht es nicht so aus, als ob es weniger werden“.




Bettina Röhl: Nicht alles grün Lackierte ist grün

Obwohl die Grünen die Bundestagswahlen verloren haben, regiert grün mittelbar durch die GroKo sowie unmittelbar, beispielsweise in Baden-Württemberg und anderen Konstellationen in den Ländern, mit. Und natürlich profitieren die Grünen nach wie vor durch die grüne Überrepräsentanz in der veröffentlichten Meinung. Und nicht in allem, was grün lackiert ist, ist auch grün drin. Nicht alles, was die Grünen machen, ist grün. Und nicht alles, was Nicht-Grüne in den letzten hundert Jahren getan haben, ist ungrün. Die Grünen sind nicht die Erfinder des Grünen und schon gar nicht die Erfinder der grünen Technologien. Aber die Grünen beherrschen mit ihrer Ideologie den öffentlichen Diskurs und ganz speziell den der Erneuerbaren Energien, auch wenn sie mit einer geschrumpften und der aktuell kleinsten Parlamentsbeteiligung auskommen müssen… (Ausschnitt aus Bettina Röhls aktuellem Artikel in der WiWo: Die Energiewende zeigt ihr wahres Gesicht!)




Hamburg: Anfang eines neuen Linksterrorismus?

Regelmäßig werden in Berlin Autos angezündet. In Göttingen entdeckten Polizeibeamte kürzlich mehrere funktionsfähige Bomben. Und in Hamburg verkündete nach den schwersten Krawallen seit Jahren eine Gruppe mit dem Namen „Das unverbesserliche Kollektiv“ irgendwann „schießen zu müssen„. Sind dies die Anfänge eines neuen Linksterrorismus? Der Hamburger Verfassungsschutz will eine derartige Entwicklung nicht ausschließen.

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet:

Angesichts der Eskalation der Gewalt in der Hansestadt hat der Chef des Hamburgischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Manfred Murck, vor dem Aufkommen eines möglichen neuen Linksterrorismus gewarnt. Zwar könne man die Entwicklung heute noch nicht wirklich absehen. „Ich meine aber, um es vorsichtig auszudrücken: Wir sollten diese Sorge bei unseren Analysen im Hinterkopf behalten“, sagte Murck im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt.

Die Einrichtung von Gefahrengebieten nach den jüngsten Ausschreitungen sieht der Verfassungsschützer mit einer gewissen Skepsis. „Sie kann natürlich gute Gründe haben“, sagt Murck. „Es besteht aber die Gefahr, dass die autonome Szene sie zu einem neuen Mobilisierungsanlass macht.“

Die Rote Flora habe ihre Bedeutung in der Szene in Wahrheit auch in den vergangenen Jahren niemals wirklich verloren, sagte der Verfassungsschutzchef – auch wenn das in der Öffentlichkeit zum Teil anders wahrgenommen worden sei. „Sie war immer ein Zentrum der Autonomen. Allerdings gab es eben auch Fahrradwerkstätten und Musikveranstaltungen dort, und mancher hat es bedauert, dass der politische Anspruch dahinter ein wenig zurückgetreten ist.“ Zudem hätten bei den Krawallen nach den Schanzenfesten bisweilen unpolitische „Krawall-Kids“ den Autonomen „das Heft aus der Hand genommen“, sagt Murck.

Ein Auslöser für eine neue und starke Mobilisierung der linksradikalen Szene ist nach Einschätzung des Verfassungsschutzes der Beginn der Kontrollen der Hamburger Lampedusa-Flüchtlinge im Herbst gewesen. „Der veränderte Umgang mit den Lampedusa-Flüchtlingen seit Oktober hat zusätzliche Emotionen ins Spiel gebracht“, sagt Murck. „Die Hamburger Autonomen haben danach in etwa 20 Veranstaltungen bundesweit über die Lage in Hamburg berichtet und ihr gesamtes Netzwerk mobilisiert.“ Auch als eine Folge davon sei die Demonstration am 21. Dezember „die größte und gewalttätigste seit den 1980er-Jahren“ gewesen. „Es ist den Leuten aus dem Flora-Umfeld gelungen, dabei alle für sie und die linke Szene relevanten Themen zu bündeln: Recht auf Stadt, Stadtentwicklung und Gentrifizierung, Flüchtlingspolitik, Esso-Häuser und den Erhalt der Roten Flora als autonomes Zentrum.“ Tatsächlich sei die Demonstration, für die bundesweit mobilisiert worden sei, „vor allem ein Signal an den Senat“ gewesen, „nach dem Motto: Wir geben euch mal einen Eindruck davon, was passieren wird, wenn hier tatsächlich irgendwann geräumt werden sollte“.

Die Angriffe auf die Davidwache am 20. und 28. Dezember und der Anschlag auf einen Polizisten, dem am 28. Dezember mit einem Steinwurf ins Gesicht Kiefer und Nase gebrochen wurden, lassen sich allerdings nach den Erkenntnissen der Verfassungsschützer bisher nicht eindeutig der autonomen Szene zuordnen. „Was den 20. Dezember betrifft, vermuten wir eher ein spontanes Ausufern von Hooligan-Gruppen, auch des FC St. Pauli“, sagte Murck. „Für den 28. Dezember können wir zu Hintergründen und Abläufen noch nichts sagen.“ Nach Einschätzung der Hamburger Verfassungsschützer spielen offenbar auch einige Fans des FC St. Pauli eine nicht unwichtige Rolle in der linksradikalen Szene, auch bei den Gewaltbereiten.

Laut Murck ist Gewalt für viele Linke nach wie vor ein legitimes politisches Instrument. „Für einen klassischen Autonomen ist Gewalt ein erlaubtes Mittel der Auseinandersetzungen – aber in der Regel nur gegen Sachen, nicht gegen Menschen, wobei Polizisten in diesem Sinne zynischerweise zwischen Menschen und Sachen eingeordnet werden“, so Murck. „Dies gilt insbesondere für Polizisten in Einsatzanzügen, also auch mit Helm. Diese werden in der Szene als ‚Robocops‘ tituliert und gelten den Autonomen deshalb als Sachen.“

Was eine vollständige Befriedung des Konflikts mit der Roten Flora angeht, ist der Chef des Hamburger Verfassungsschutzes skeptisch. Es sei den Autonomen gleichgültig, ob der Staat in der Auseinandersetzung mit dem Eigentümer Klausmartin Kretschmer am Ende auf ihrer Seite stehe und ihnen auch durch den neuen Bebauungsplan entgegenkomme. „Eine Einigung mit den Besetzern der Roten Flora wird wohl nicht funktionieren“, sagt Murck. „Denn das würde 30 Jahre autonomem Selbstverständnis widersprechen. Die Autonomen akzeptieren staatliche Macht nicht. Deswegen ist es ihnen eher egal, ob der Senat an ihrer Seite steht oder nicht. Eine Friede-Freude-Eierkuchen-Lösung wird es für die Rote Flora nicht geben, sondern bestenfalls eine Art Arrangement auf einem Niveau mittlerer Ordnung.“ In Hamburg gebe es etwa 1120 Linksextremisten, davon seien 620 gewaltorientiert. Von diesen Gewaltorientierten werden 490 Personen den Linksautonomen zugerechnet.

In Griechenland ist derweil einem der gefährlichsten Linksterroristen des Landes die Flucht gelungen – während eines Freigangs.

(Foto oben: Tatort der Entführung von Arbeitgeberprädient Hanns Martin Schleyer am 5. September 1977)




Die Ausnahme von der Regel

Es sind nicht immer südländische Fachkräfte, die ihren Frauen und Freundinnen aus Eifersucht oder Enttäuschung oder der Ehre wegen mit Gewalt zu Leibe rücken, sowas kommt selbst unter Ethnodeutschen schon mal vor – wenn auch sehr viel seltener: In Gelsenkirchen hat ein 61-jähriger Wattenscheider am Samstag seine Ex-Freundin in ihrer eigenen Wohnung niedergeschossen. Er traf sie in den Oberkörper und verletzte sie dabei schwer, sie ist aber inzwischen außer Lebensgefahr. Warum die Situation eskalierte, ist noch nicht klar. Soweit die Wiedergabe des Tathergangs in Kürze.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die über den Fall berichtet, fühlt sich am Ende ihres Artikel bemüßigt, ihren Lesern folgenden Hinweis anzufügen:

[…] Um Spekulationen zu vermeiden: Weder Opfer noch mutmaßlicher Täter haben laut Polizei einen Migrationshintergrund.

So darf der geneigte Leser also davon ausgehen, dass es sich bei diesem Delikt um die eine unrühmliche Ausnahme von der Regel handelt. Denn das Schusswaffen- und Messermetier in ähnlichen Fällen bedienen bekanntermaßen in der Regel andere Täter. Wenn Zeitungen schon dazu übergehen, das zu betonen, muss es ziemlich schlimm um die Kriminalitätsstatistik der Migranten stehen.




Vera Lengsfeld: Linksradikale schänden Gedenkstein für Stalinismusopfer

Als ehemalige politische Gefangene der DDR sich [Sonntag] morgen am Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus versammelten, um an dessen regelmäßige Schändung durch linksradikale Liebknecht-Luxemburg Demonstranten zu protestieren, wurden sie von der Polizei argwöhnisch unter die Lupe genommen und strengstens darauf hingewiesen, dass sie die Kranzniederlegung der „Partei- und Fraktionsführung“ nicht stören dürften. Plakate seien nicht erwünscht. Dann würde die Mahnwache als Gegendemonstration angesehen und das hätte sofortigen Platzverweis zur Folge.

Also hielten wir uns brav an die Anweisung, im Vertrauen darauf, dass die Ordnungshüter später den Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus genauso schützen würden, wie die Interessen der Partei- und Fraktionsführung der SED-Linken.

Auf die Ordner des Veranstalters würden wir nicht zählen können. Das wurde spätestens dann klar, als sie uns rüde anpöbelten. Einer wünschte sich laut, in einer der weißen Friedhofskerzen, die wir mitgebracht hatten, solle doch ein Böller versteckt sein. Im Demonstrationszug der Jungstalinisten und Jungmaoisten wurden dann jede Menge Böller gezündet, zum Glück waren wir da schon weg.

Als die Linksradikalen den Friedhof erreichten, gab es keine polizeilichen Bedenken gegen mitgeführte Plakate oder Symbole. Ein als Volkspolizist ausstaffierter DDR-Nostalgiker posierte mit militärischem Gruß, während seine Stalin- und Mao-Bannerträger mitgebrachten Müll auf dem Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus häuften und ihn bespuckten.

Es gibt keine Berichte darüber, dass die Polizei dieses Treiben unterbunden hätte oder Festnahmen erfolgten. Die Verfolgten des Kommunismus können unter den Augen der Staatsmacht verhöhnt und geschändet werden, während man den Repräsentanten der Staatspartei der DDR, die für Mauer, Stacheldraht und hunderttausende politische Gefangene verantwortlich war, vollsten Schutz und Fürsorge genießen.

Unter den politischen Gefangenen, die sich an der Mahnwache beteiligten, war auch eine Frau, die als Minderjährige, mit 16, im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau zwei Wochen in Dunkelhaft saß.

Wie kommt es, dass Menschen wie sie wieder als Störfaktor behandelt werden, während Linksradikale aus staatlichen Fördertöpfen Geld beziehen?

(Ja, wie wohl? Weil zum Beispiel eine tiefrote Socke in der roten Merkel-Regierung wie die Familienministerin Manuela Schwesig von der SPD die Extremismusklausel für rote Lumpen und Verbrechertypen streichen will!)

» PI: „Berlin: Kommunisten schänden Gedenkstein




Fack ju Göhte, fack ju Pisa, fack ju Bildung

fackyougötheDie Schulkomödie «Fack ju Göhte» ist der erfolgreichste deutsche Film seit langem. Die «Zeit», einst das Leibblatt deutscher Oberstudienräte, konnte sich in ihrer als Sprachkritik aufgezogenen Filmbesprechung [Fack you PISA] gar nicht fassen vor Glück über den Sound der Dialoge. Der Rezensent jubelte über das lockere Kiez- und Multikulti-Deutsch, die Wucht, Härte und «absolute Zeitgemässheit» der Sprache. Dass der Film sexistisch und vulgär ist, einem plumpen Elends-Voyeurismus frönt, den Machismo hofiert und weibliche Teenager lehrt, sie müssten sich wie Prostituierte auftakeln, um für Jungs interessant zu sein, fällt wahrscheinlich nur Miesepetern auf.

Es ist ja auch nicht wichtig, welche Normen gesetzt werden, schliesslich geht es darum, das Publikum auf jenem prolligen Niveau zu amüsieren, von dem man meint, es fühle sich dort zu Hause.

Interessant an «Fack ju Göhte» ist nicht der Erfolg, sondern die Botschaft, welche lautet: Für Mangel an Bildung muss sich niemand mehr schämen. Der klassische Bildungsdünkel war so eine Technik. Heute bringt er keinen Vorteil mehr. Sein Geltungsverlust wäre nur zu begrüssen, steckte dahinter nicht eine verkorkste egalitäre Ideologie, die mit dem Dünkel zugleich das Bildungsverlangen austreibt.

Anders als ihre Vorgänger druckst die junge Generation, mit einer Bildungslücke konfrontiert, nicht mehr herum. Statt sich zu genieren, gibt man im Gegenteil seinem Erstaunen Ausdruck: «Ach, das kennen Sie?» Das geschieht mit dem allergrössten Freimut. Die Unkenntnis erscheint als das Selbstverständlichste von der Welt; irritierend ist vielmehr, dass sich jemand mit Bildungsgütern überhaupt noch belasten mag. Mit dem Egalitarismus einer Pädagogik, die von Beschämung Abstand nimmt, lässt sich der Gesinnungswandel wohl kaum hinreichend erklären.

Der obige Text besteht aus Auszügen aus einem Artikel von Joachim Güntner in der NZZ! Es dürfte der einzige negative Text zum Film von Elyas M’Barek sein. Kenne den Streifen nicht, könnte dem fragenden Herrn Güntner aber ganz genau sagen, wer alles die Bildung im Lande abgeschafft hat und warum. Die Zuschauer des BR haben aktuell entschieden: „Fack Ju Göhte“ ist ihr Lieblingsfilm 2013 und Gewinner des Publikumspreises des Bayerischen Filmpreises.

» Siehe auch PI-Beitrag: Deutschland, ein Bildungsmärchen




Köln: Gesucht wird dieser dreiste Koranräuber!

Köln (ots) – Die Polizei Köln fahndet mit Bildern aus einer Überwachungskamera der Kölner Verkehrsbetriebe nach einem unbekannten Räuber. Ihm wird vorgeworfen, bereits am Freitag (18. Oktober 2013) einen Koran geraubt zu haben. Gegen 6.30 Uhr befand sich die Geschädigte (43) in der Straßenbahn der Linie 7 in Fahrtrichtung Frechen. Plötzlich kam ein Unbekannter auf sie zu und riss ihr unter abfälligen Bemerkungen ihren Koran aus der Hand. An der Haltestelle Deutzer Freiheit flüchtete der Täter aus der Straßenbahn in unbekannte Richtung. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen. Wer kennt den Gesuchten oder weiß, wo er sich aufhält? (PI-Leser aus dem Kölner Raum sind dringend aufgefordert, sich an der Suche nach dem kriminellen Schwerverbrecher zu beteiligen, um ihn seiner gerechten Strafe nach Sure 5,33+38 zuführen zu können!)