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Hürth: Ärger nach Karnevals-Foto in Moschee

[1]Ein harmloses Foto mit dem Hürther Dreigestirn in einer Moschee hat für mächtig Wirbel gesorgt (PI berichtete [2]). Das Kölner Boulevard-Blatt Express hatte dazu aktuell einen Artikel mit dem Titel „Hürther Gemeinde überrumpelt – Riesen Zoff um jeckes Moschee-Foto“ [3] erstellt, der wenig später wieder aus dem Netz genommen wurde.

Das Foto des Dreigestirns in der Hürther Moschee war ein hilflos-naiver Versuch, eine gewisse Verbundenheit der Muslime mit den Christen zu konstruieren, eine Art Integrationssymbol. Und hieß es zuerst noch laut Express [4], dass die türkische Gemeinde die Aktion prima gefunden und die Tollitäten sogar mit großen „Allah(f)“-Rufen begrüßt hätte, hat es mittlerweile einen Stimmungsumschwung gegeben. Die Muslime riefen nach ihrem Zentralrat, und Vorsitzender Aiman A. Mazyek [5] versuchte sich in dem Spagat zwischen Rom und Stockholm, „das Foto vor der Gebetsnische des Imam sei ungünstig gewesen“ und kam am Ende zu dem Entschluss, dass Islam und Karneval doch irgendwie ginge, wenn auch ohne Alkohol. Das sehen viele seiner Glaubensbrüder bekanntlich aber ganz anders. Karnevalsprinz Patrick bekommt wegen der Fotos Morddrohungen, und der Sprecher der Moschee, Rehan Gündogmus (Foto oben r.), spricht gar von einer Falle, die die Karnevalisten gelegt hätten.

Shortnews [6] schreibt:

Ein Sprecher der Moschee sagt dazu: „Dieses Motiv haben wir nicht erlaubt. Dort dürfen nicht mal unsere Gläubigen fotografieren. Allenfalls erlauben wir es Schulen.“ Aber die Jecken fragen sich, warum auf den Fotos auch verantwortliche der Moschee drauf sind.

Journalistenwatch.com [7] berichtet:

Das jecke Moschee-Foto sorgt in Moschee-Gemeinden in ganz Deutschland für Kopfschütteln: „Wir haben Anrufe aus Hamburg und München, sogar aus Holland. Die Leute fragen uns, was denn bei uns los sei“, sagt Moschee-Vorstand Seref Turna (78). „Das wird noch Wellen bis in die Türkei schlagen.“

Ayhan Demirci, Kölner Medienpreisträger von 2012, kommentiert im Express (ebenfalls inzwischen gelöscht) [8] folgendermaßen:

Dumm gelaufen – Friede!

Hier könnte jetzt die übliche deutsch-türkische Friedens-Folklore stehen. Sehr beliebt: „Die Beteiligten sollten doch die Kirche/Moschee im Dorf lassen.“ Weg damit! Klare Ansage:

1. Blaues Ornat vor blauen Moschee-Kacheln – So schön das Motiv ist, so bescheuert ist es, an der Gebetsnische eine Frau in die Horizontale zu legen und in die Kamera zu halten. Jecker Überschwang? Kein Dreigestirn aber käme auf die Idee, gleiches an einem Kirchenaltar zu machen.

2. Ich unterstelle dem 78-jährigen Ex-Schweißer und Moschee-Vorstand Seref Turna („Ich schäme mich jetzt sogar, auf die Straße zu gehen“) so viel Liebenswürdigkeit wie den Tollitäten, die ein Zeichen für Integration geben wollten.

3. Der EXPRESS, der das Moschee-Foto verbreitete, ruft die Beteiligten zur Verständigung auf und sieht diesen Bericht als Schritt dazu.

4. Die Gemeindemitglieder von Hürth haben nichts am Hut mit Radikal-Schwätzern, die sich im Internet mit Mord-Fantasien aufblasen.

5. Eine der lustigsten Szenen, die ich mit meinem Vater, einem zweifachen Mekka-Pilger, erlebte, spielte Weiberfastnacht. Er kehrte vom Arztbesuch mit einem Krawattenstumpf zurück und berichtete freudig aufgewühlt vom nie dagewesenen Frauen-Überfall mit Schere.

Symbolhaft heißt das: Karneval und Koran sind vereinbar. Es ist, wie oft im Leben, nur eine Frage der Dosis und des guten Stils.

Was lernen wir daraus? Wenn es in christlichen Kirchen „Feste der Werte“ gibt und sich viele Christen darüber ärgern, ist das total rechtspopulistisch. Wenn sich aber Mohammedaner aufregen, weil ihre leere Moschee für ein Foto als Location dient, gibt es gleich einen Haufen Ärger und die Journaille löscht vor lauter political correctness ganz schnell ihre Berichte.

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