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J-LO erregt islamische Gemüter in Marokko

j-lo [1]Viel Lärm um nichts moslemische Befindlichkeiten. Jennifer Lopez trat am 29. Mai bei der Eröffnung des Mavazine Festivals in Marokkos Hauptstadt Rabat auf. Erwartungsgemäß ließen ihre Bühnenkostüme dabei wenig Spielraum für die Phantasie, was wiederum die islamischen Gemüter des Landes erregte. „Inakzeptabel“ nannte Kommunikationsminister Mustafa Al-Khalfi den Auftritt. Viele fordern sogar seinen Rücktritt. Der nordafrikanische Vorzeigestaat ist anscheinend doch nicht so tolerant wie man uns gerne glauben lässt.

Zwei Stunden Konzert, Welthits, Lichtshow, Tänzer, sieben Outfits und viel Haut – wer Jennifer Lopez zum Auftritt einlädt, der bekommt auch Jennifer Lopez. Das wusste man nur in Marokko offenbar noch nicht – bis zum vergangenen Wochenende. Der staatliche Fernsehsender 2M übertrug am Freitag die Eröffnung des Mavazine Festivals mit der amerikanische Sängerin aus der Bronx als Gaststar. Doch was der fromme Moslem da an seinem wichtigsten Wochentag im Fernsehen geboten bekam, erfreute ihn nur wenig, wurde doch den meisten Marokkanern vermutlich schlagartig bewusst, mit was für einem Schrapnell sie verheiratet sind.

Dementsprechend fielen dann auch die Reaktionen aus. In den Medien [2] und sozialen Netzwerken wurde der Auftritt als „Gefahr für den Zusammenhalt der marokkanischen Gesellschaft“ beschrieben. Nicht nur der Fernsehsender 2M wurde gescholten, auch wurde der Rücktritt des Kommunikationsministers Mustafa Al-Khalfi gefordert, der es zugelassen hatte, dass das Konzert im steuerfinanzierten Fernsehen übertragen wurde. Al-Khalfi, nun im Fokus der Entrüstung, stimmte natürlich gleich mit ein. Der Auftritt sei inakzeptabel gewesen, ja sogar gegen das Gesetz. Das Ethik-Komitee des Senders werde den Vorfall prüfen.

Interessant bei der ganzen Angelegenheit ist doch, dass sich die vielen, ach so frommen Marokkaner den Auftritt überhaupt angesehen haben. War wohl doch nicht ganz so schlecht. Aber möglicherweise bekommen viele nun im Islamparadies Probleme mit ihrer „schwangeren Hand“ [3].

Hier ein Ausschnitt des harmlosen Auftritts, der ganz Marokko auf den Kopf stellte:

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