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Wird Deutschland ein Zeltlager?

zeltstädte„Noch vor rund zehn Tagen hatten wir die Information, dass mit 3.000 Flüchtlingen pro Tag zu rechnen ist“, sagt Margit Gottstein, Staatssekretärin im Integrationsministerium, Rheinland-Pfalz. Doch das war wieder einmal zu niedrig gegriffen, denn dann standen 4000 vor der Tür. Alltag im rheinland-pfälzischen Erstaufnahmelager Ingelheim. 50 Sattelschlepper Kies wurden geordert, um eine Wiese in ein Zeltlager umzufunktionieren. Zelte sind mittlerweile knapp.

Auch im Osten der Republik werden neue Zelte errichtet, weil die Vorankündigungen zu niedrig liegen. 1300 Plätze werden auf die Schnelle gebraucht. Dabei geht man nach Angaben der Bild „konspirativ, heimlich“ vor. In Chemnitz-Ebersdorf hat sich ein Zeltlager über Nacht von 20 auf 80 Zelte vervierfacht. Weitere Asylzelte stehen bei der Polizei, die nun Tag und Nacht ihr eigenes Gelände gegen Diebstahl bewachen muss.

Bayern plant ganz bewußt neue Zeltstädte. Und zwar um grenznah die Illegalen von der Balkanroute abzufangen. Innerhalb von zwei Wochen sollen dort die Asylverfahren durchgezogen werden. Die Grünen kriegen sich gar nicht mehr ein. Spätestens in drei Monaten sollen die Lager fertig sein. Endlich mal eine vernünftige Idee. Besser aber wäre ein Grenzschutz, damit sie erst gar nicht aus sicheren Drittstaaten hereinspazieren.

Die FAZ beschreibt, dass die Asylindustrie kurz vor dem Kollaps steht:

Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Hessen oder Brandenburg müssen dabei mittlerweile auf Notlösungen wie Zelte, Container oder Sporthallen zurückgreifen. Auch Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt oder das Saarland berichten, in ihren Aufnahmestellen sei die Kapazitätsgrenze erreicht. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gibt es ebenfalls große Probleme. Mehrere Länder wollen angesichts des Andrangs zusätzliche Erstaufnahmestellen schaffen. Nach Einschätzung des Städtetages fehlen bundesweit mehr als 40.000 Plätze in den Länder-Unterkünften. Lohse sagte, einige Länder schickten deshalb Flüchtlinge besonders schnell in die Städte und Gemeinden weiter. […] Diejenigen, deren Asylanträge abgelehnt werden, sollen direkt aus der Erstaufnahmeeinrichtung aus in ihre Heimat zurückgebracht und gar nicht erst an eine Kommune übermittelt werden. Bislang ist man davon aber noch weit entfernt.

Entsprechend viele Asylbetrüger kommen in den Gemeinden an und müssen dort auf Gemeindekosten untergebracht, eingekleidet, verköstigt und mit Taschengeld ausgestattet werden.  Das bekommen die Bürger auf kurz oder lang zu spüren.

Aktuelle Meldungen zu Asyl-Zeltdörfern: Brandenburg, Duisburg, Eisenhüttenstadt, Bremen, Herne, München

Zustände in der Erstaufnahme in Harburg:

Es geht aber auch anders: In allerfeinster Chiemsee-Lage wird jetzt wieder ein Gymnasium zum Asyl-Lager umfunktioniert. Chiemsee-Urlauber sollten auf ihre Wertsachen achten.