- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Kulturelle Brücken bei der Feuerwehr

feuer_migr [1]Es ist immer dieselbe Milchmädchenrechnung: Auf der einen Seite fehlen Leute, auf der anderen sind da viele „Migranten“. Sei es beim Mangel an Ärzten auf dem Lande, bei Ingenieuren in der Wirtschaft, bei Pflegekräften in Altersheimen, allgemein bei jungen Leuten, die in die Rentenkasse einzahlen sollen. Die fehlen, behauptet man, und auf der anderen Seite sind da die vielen „Flüchtlinge“, die so gerne was tun möchten. Warum nicht damit die Lücke füllen? Diese Milchmädchenrechnung enthält viele Denkfehler, wird dessen ungeachtet aber immer wieder neu aufgelegt, aktuell vom niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD, kl. Foto). Seine Idee: „Migranten“ könnten Löschkräfte werden bei der Feuerwehr!

Das „Sonntagsjournal“ [2] (nach rechts unten scrollen) aus Bremerhaven berichtet:

OTTERNDORF. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) hat die Freiwilligen Feuerwehren dazu ermuntert, Menschen mit Migrationshintergrund als Einsatzkräfte zu gewinnen. Dies könne gelingen mit „Werbung, aber auch mit Offenheit und der Bereitschaft, kulturelle Brücken zu bauen“, sagte Lies gestern auf der Landesfeuerwehrverbands-versammlung in Otterndorf. Die Nachwuchssicherung sei der wichtigste Punkt für die Feuerwehren. „Es darf nicht so weit kommen wie in Schleswig-Holstein, wo es schon Gemeinden mit Zwangsverpflichtungen gibt“, so Lies. Glücklicherweise sei dies in Niedersachsen bisher nicht notwendig.

Kulturelle Brücken bauen, das hört sich gut an, ist aber nur ein Allgemeinplatz. Wie soll das praktisch aussehen?

Zuerst einmal die Sprache, sollen sie denn vorher Deutsch lernen oder müssen dort „kulturelle Sprachbrücken“ gebaut werden wie bei Ämterschreiben oder Fahrschulprüfungen auf Arabisch [3], wie es Lies’ Partei, die SPD, fordert. „Wasser marsch“ also in verschiedenen Sprachen, bis das Haus abgebrannt ist oder nicht doch eher auf Deutsch?

Was ist mit der Fastenzeit? Einige Muslime sehen ihr widersinniges Fasten bereits verletzt, wenn ihr Mund mit Wasser nur in Berührung kommt. Soll dann mit Löschschaum gelöscht werden oder gibt es in dieser Zeit keine Brände? Was ist mit der körperlichen Anstrengung, die das Löschen mit sich bringt? Wenn ein Feuer am Abend kurz vor dem Fastenbrechen ausbricht, wenn der Mann (oder die Frau) völlig dehydriert ist, darf er/sie dann noch mit zum Einsatz?

Kann eine junge Frau noch Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr werden oder wird die Werbung um junge Feuerwehrmädchen wieder eingestellt, die man die letzten Jahre gefahren hat? Oder wird künftig nur noch um nichtmuslimische Mädchen geworben werden, weil die anderen jetzt wieder an den Herd gehören oder muslimische Kinder kriegen sollen? Soll es Spezialhelme für Muslimas geben, unter die dann auch das Kopftuch passt?

Dürfen bei Feuerwehrfesten dann noch Bratwürste aus Schweinefleisch neben denen aus Halal-Fleisch auf dem Grill liegen, darf Bier und Korn getrunken werden oder verletzt das die religiösen Gefühle der neuen Mitglieder bei der Feuerwehr?

Sodann ist diese grundsätzliche Einstellung zu überbrücken: Während die Wehren bei uns bisher für den Erhalt und die Rettung von mühsam geschaffenen Werten antraten, gibt es durchaus Migranten, denen das nicht ganz so am Herzen liegt. Und die sich beim Abrennen ihrer „beengten Wohnverhältnisse“ und fehlenden Zukunftsperspektiven [4] (berechtigte) Hoffnung auf eine bessere machen können. Wie kann diese grundsätzliche Einstellung „überbrückt“ werden?

Und dieser „kulturelle Unterschied“ verweist noch auf einen anderen: Die meisten sind zwar gekommen um zu bleiben, aber nicht, um hier in Deutschland zu helfen. Das hätten sie auch schon in Griechenland oder Österreich versuchen können oder in ihren deutschen Unterkünften, z.B. beim Reinigen der Zimmer, Küchen oder Toiletten. Sie kommen mit dem Anspruch auf eine All-inclusive-Versorgung, lebenslang, versprochen von Angela Merkel.

Hätten sie wirklich Interesse, so könnten sie sich einfach mal ruhig dazu stellen, wenn die örtliche Feuerwehr beim Üben ist. Garantiert würde man sie ansprechen und selbst bei Sprachschwierigkeiten auffordern, mit Hand anzulegen. Allzu oft scheint das aber noch nicht vorgekommen zu sein.

Kontakt:

Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr [5]
Olaf Lies
Friedrichswall 1
30159 Hannover
Telefon: (0511) 120-0
Fax: (0511) 120-5770
E-Mail: poststelle@mw.niedersachsen.de [6]

Beitrag teilen:
[7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14]
[15] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14]