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Auch Gauland und Reusch AfD-Direktkandidaten

Nach dem früheren Vize-Chefredakteur der BILD am SONNTAG, Dr. Nicolaus Fest, wurden am vergangenen Wochenende zwei weitere bekannte Gesichter zu AfD-Direktkandidaten gewählt. Auf einer Mitgliederversammlung des brandenburgischen AfD-Landesverbandes am 28. Januar in Rangsdorf wählten die 241 anwesenden Mitglieder Dr. Alexander Gauland (Foto l.) mit insgesamt 199 Stimmen zu ihrem Spitzenkandidaten. Auf dem aussichtsreichen Listenplatz zwei für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag folgt der leitende Oberstaatsanwalt Roman Reusch (r.).

Gauland will im Frühjahr seine Spitzenämter im Land aufgeben, um sich ganz auf die Bundestagswahl zu konzentrieren. „Beim Landesparteitag im April trete ich nicht mehr an“, sagte der 75-Jährige der „Bild“-Zeitung. Gauland ist Vorsitzender von Landespartei und Landtagsfraktion. In beiden Ämtern will ihm der Zeitung zufolge sein bisheriger Stellvertreter Andreas Kalbitz nachfolgen.

Reusch, über den PI schon des öfteren berichtete, ist im vergangenen Jahr zum Leitenden Oberstaatsanwalt und Leiter der Abteilung „Einlieferung und Auslieferung ausländischer Straftäter, Internationale Rechtshilfe“ ernannt worden. Vor zehn Jahren hatte er es mit mutigen Thesen zur Ausländerkriminalität zu bundesweiter Bekanntheit gebracht. Mit Zeitungsinterviews („U-Haft ist auch ein Erziehungsmittel“) brachte er die Justizverwaltung gegen sich auf. Reusch war damals als Leiter der Intensivtäter-Abteilung äußerst erfolgreich. Er verwies darauf, dass 85 Prozent seiner Klientel arabischer Herkunft seien. Als Reusch forderte, ausländische Kriminelle „außer Landes zu schaffen“, wurde er von der damaligen SPD-Justizsenatorin Gisela von der Aue kaltgestellt.