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Wahlkampfhilfe der etwas anderen Art

Von INXI | Wie auch hier schon mehrfach berichtet wurde, macht es das Kartell der AfD alles andere als leicht in diesem Bundestagswahlkampf. Erst am Samstag haben wir über die Anfeindungen gegen Ulrich Oehme aus Sachsen berichtet. Dazu ein Nachtrag: MdB Wanderwitz (CDU) ist wegen Beleidigung und Verleumdung angezeigt worden, aber auch die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Spruchs: Alles für Deutschland! So viel dazu.

Nun sollte man meinen, dass in solch schweren Zeiten die Reihen geschlossen werden und jeder einzelne seinen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg beiträgt. Persönliche Befindlichkeiten und andere Animositäten haben im Wahlkampf nichts verloren – schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Freilich scheint das Frauke Petry etwas anders zu sehen. Nicht anders ist der Inhalt des Interviews zu erklären, das am Samstag auf Tag24 veröffentlicht wurde. Der selben Gazette, die erst in den letzten Tagen über Ulrich Oehme herfiel. Fehlender Spürsinn oder Kalkül? Schon bei der Überschrift: „Warum bringt die AfD so viel Wut in den Wahlkampf, Frau Petry?“ hätten alle Alarmglocken schrillen müssen. Es ist die alte Taktik linker Demagogen; Ursache und Wirkung wird verdreht und Lügen werden so oft wiederholt, bis man selber daran glaubt.

Antidemokratische Störer?

Der Autor dieser Zeilen ist selbst im Wahlkampf aktiv und von daher gezwungen, Seiten wie Tag24 zumindest zu überfliegen. Man könnte fast an einen Fake glauben – aber nein, Frauke Petry bezeichnet allen Ernstes die Gegendemonstranten bei den unsäglichen Auftritten der Totengräberin Deutschlands als antidemokratische Störer! An dieser Stelle: Vielen Dank für die Würdigung unserer Wahlkampfarbeit, Frau Bundesvorsitzende. Schwamm drüber; die vielen Helfer, Plakatierer, Standbetreuer und Austräger wissen, dass ihr Engagement an anderer Stelle entsprechend gewürdigt wird.

Seltsames Demokratieverständnis

Bedenklich und besorgniserregend sind hingegen Petrys Aussagen zu Alexander Gauland, neben Alice Weidel, der Spitzenkandidat der AfD. Es ist bekannt, dass im Februar diesen Jahres ein Parteiausschlußverfahren gegen Björn Höcke inszeniert wurde. Gegen diesen Unsinn stimmten im Bundesvorstand:

– Alexander Gauland
– Jörg Meuthen
– Paul Hampel
– Andrè Poggenburg.

Gauland hat aus seiner Sicht der Dinge nie einen Hehl gemacht – im Gegenteil: Er bezeichnete Höcke (zu Recht) als „Seele der Partei“.

Dazu Petry (Zitat):

Es gehört zum demokratischen Prozedere, Mehrheitsbeschlüsse mitzutragen, auch wenn man persönlich anderer Meinung ist. Schade, dass das für einen so erfahrenen Politiker nicht selbstverständlich ist.

Per se richtig. Zur richtigen Einordnung des Zitats ist für den interessierten Leser allerdings ein Ausflug in den sächsischen Landesverband nötig.

Die Causa Jens Maier

Jens Maier ist Richter am Amtsgericht in Dresden und Direktkandidat der AfD im WK 159. Darüber hinaus wurde Maier auf dem letzten Landesparteitag mit über 70% der Delegiertenstimmen auf Platz 2 der Landesliste gewählt. Nun, auch gegen Jens Maier läuft ein Parteiausschlußverfahren, inszeniert von Frauke Petry und Uwe Wurlitzer, dem Generalsekretär der AfD in Sachsen. Auf demselben Parteitag wurde die Parteispitze per Antrag aufgefordert, dieses Verfahren einzustellen. Die überwältigende Mehrheit war derart groß, das auf eine Zählung der Stimmen verzichtet werden konnte.

Passiert ist bisher nichts; der Parteitagsbeschluß habe nur empfehlenden Charakter. Ja, so ist das mit den Mehrheitsbeschlüssen, die mitzutragen sind und der persönlichen Meinung….

Fazit

Die erste Fraktion der AfD im Deutschen Bundestag braucht keine Intriganten. Sie muss bestimmt sein von Menschen, die über den Dingen stehen und sich der Arbeit für das Wohl unserer Heimat und dem deutschen Volk verpflichtet fühlen. Nichts wäre verheerender als eine von Beginn an zerstrittenen Fraktion! Wer der Verantwortung für unser Volk nicht gerecht werden kann, weil er/sie persönliche Dinge in den Focus stellt, sollte verzichten.