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Verlogenheit der Medien im Kreuzfeuer zorniger Chemnitzer

Von BEOBACHTER | Am Donnerstagabend bei den Chemnitzer „Sachsengesprächen“ mit dem „sprachlosen Schwätzer“ [1] Ministerpräsident Michael Kretschmer waren die Medien gezwungen, dem erzürnten Volk unmittelbar „aufs Maul“ zu schauen. Und die empörten Chemnitzer machten durch die Bank neben der versagenden Politik einen zweiten Hauptschuldigen aus: die verlogenen Medien!

Doch – man konnte es sich denken – anderntags kein Wort über die vernichtende Kritik über das eigene Versagen in den Print- und Online-Ausgaben der „Qualitätsmedien“. Höchstens ganz zaghaft am Rande angedeutet. Man beschmutzt ja nicht das eigene Nest. Zwar wurde schon mal vorsichtig-umsteuernd über Buhrufe und Klartext-Statements aufgebrachter Bürger berichtet. Plötzlich kam zur Sprache, dass von „Hetzjagden“, „Jagdszenen“, „Mob“ und „marodierenden Horden“ (z.B. in n-tv) sogar „Progromen“ keine Rede sein kann. Diese Horrormeldungen waren durch den von sich abschreibenden Medien-Mainstream blitzschnell verbreitet worden und hinterließen ein unsägliches Bild von den hässlichen Chemnitzern in aller Welt. Übrig bleibt bisher offenbar nur ein wackeliges Handy-Video, auf dem ein Mann hinter einem anderen Mann herläuft, hielt ein aufgebrachter Bürger Kretschmer vor. Dieser sprach von vielleicht 24 Vorfällen, ohne konkret werden zu können, wie es dringend in Anbetracht der aufgeladenen Situation notwendig gewesen wäre. Fakten will er noch nachreichen. Man darf gespannt sein.

Die „Qualitätsmedien“ als Transporteure und Anheizer des gnadenlosen Hypes um angebliche rechtsradikale, nazihafte Bambule auf Chemnitzer Straßen, lügen weiter: denn wer nicht schonungslos über die offene Medienkritik an sich selbst berichtet, sagt nicht die ganze Wahrheit. Und das kann und muss man Lüge nennen. Die Medien haben seit Silvester Köln offensichtlich nichts dazu gelernt. Statt sich wegen Chemnitz ein „mea Culpa“ abzuringen, versuchen sie jetzt, durch maßvollere Berichterstattung den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Trotzdem ist die streckenweise Fake-Berichterstattung inzwischen nur heruntergezont auf die übliche tendenziöse Berichterstattung. Dazu gehört, dass man nun die plötzliche Anwandlung von Demuts- und Trauergesten gegenüber den Opfern des Messermordgeschehens seitens der Politiker groß herausstellt. Als wärs nicht eine Selbstverständlichkeit gewesen, zuerst dem erstochenen Daniel Hillig und zwei weiteren Verletzten die Hauptaufmerksamkeit zukommen zu lassen und dann erst dem Folgegeschehen. Ab sofort ist es inzwischen offensichtlich erste Politikerpflicht, sich trauernd vor den Opfern zu verbeugen. Schweigeminuten und Kranzniederlegungen sind jetzt das Gebot der Stunde. Merkel und Co. haben sich sicher beratend aufklären lassen und Familienministerin Giffey, die medienwirksam am Freitag Blumen am Tatort niederlegte. Und die Medien kriegen sich gar nicht ein vor so viel „Anstand“.

Verräterisch ist weiterhin der in einer freiheitlichen Demokratie unhaltbare Zustand, warum von den Medien am Tag sechs nach dem Messermord immer noch keine wichtigen Details über Motiv und Tathergang von den Ermittlungsbehörden abgefordert werden. Solch willfähriges passives Verhalten wäre einer Diktatur-Presse würdig. Stattdessen – man kann es kaum glauben – stürzt sich die Presse mit entfesselter Wut auf den Urheber von Informationen, die wirklich Licht ins Dunkel bringen. Der Justizbeamte Daniel Zabel [2] der den Haftbefehl gegen die Tatverdächtigen veröffentlicht und sich dazu bekannt hat, wird geradezu medial verfolgt.

Statt sich neutral zu verhalten und letztlich für das Datenloch dankbar zu sein, wie es bei Snowden und anderen genussvoll getan wurde, wird dem deutschen Leak-Verantwortlichen jeder einschlägige Paragraph des Strafgesetzbuches vorgerechnet. Dabei erfuhren die Einwohner in Annaberg-Buchholz bei Chemnitz erst durch das Datenleak, welche mörderischen Nachbarn sie hatten. Die Presse-Kamarilla darf sich nun eine Kerbe in den Füllfederhalter schnitzen. Sie hat durch ihren Pressedruck einen Justizbeamten zur Strecke gebracht, der das Haftdokument zwar widerrechtlich aber aus innerer Überzeugung preisgab, den Druck nicht mehr aushielt und sich selbst stellte: Tatverdächtiger erlegt, Leak gestopft, Volk dumm gehalten – herzlichen Glückwunsch! So sehen deutsche Medien im Jahr 2018 aus. Man sägt sich den Ast ab, auf dem man sitzt.

Als Chemnitzer Zwischenfazit kann medien-politisch festgehalten werden: gäbe es die sozialen Netzwerke nicht, einschließlich der freien Presse, wäre wie in der DDR vieles, wenn nicht alles unter den Teppich gekehrt worden. Es bleibt die Feststellung, dass die Umdeutung des Chemnitzer Mordes in lügenhafte „Naziprogrome“ durch die Politik nur durch die Beihilfe des Medien-Mainstreams gelingen konnte.

Zusammenfassung (Netzfund):

Willkommen in Buntland!

 

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